Wir haben in der letzten Zeit viel um die Ohren gehabt. Und mit ‚in der letzten Zeit‘ meine ich in etwa die letzten zwei Monate. Viele, viele Ereignisse und Termine kamen zusätzlich zu unserer normalen Arbeit und heute dachte ich, wie schön das doch eigentlich ist. Ich könnte jetzt Stress bekommen, ich könnte mich beklagen – aber ist das nicht eigentlich das, worum es im Leben geht? Aktiv sein, lebendig?
Unsere geschäftige Zeit began mit unseren normalen Retreats im Ashram. Das ist wirklich nichts Ungewöhnliches. Freunde kamen noch dazu und wir hatten noch mehr zu tun, da wir jede freie Minute mit schönen Aktivitäten mit ihnen füllten. Dann kam Monika zurück zur Schule.
Natürlich hatten wir von dem Punkt an alle Hände voll zu tun damit, mehr Informationen zu sammeln, alles zu dokumentieren, es öffentlich zu machen und es zu verteilen, so dass wir ihr so bald wie möglich helfen konnten.
Es funktionierte, der Termin für die erste Operation wurde vereinbart und die OP durchgeführt. Und da stand schon unser nächster Plan vor der Tür: unser Kurzurlaub in Amritsar. Natürlich war es ein Urlaub –eben etwas außerhalb des Alltags, eine extra Aktivität.
Auf dem Rückweg besuchten wir Monika, änderten unsere Pläne und mussten eine weitere Nacht in Delhi bleiben, wo wir dann auch gleich noch Ramonas Vater vom Flughafen abholten. Wieder folgte eine schöne Zeit, aber eben auch eine sehr volle Zeit, da das Restaurantprojekt voranschritt und wir immer noch viele Besucher im Ashram hatten.
Nach einem weiteren Tag in Delhi setzten wir den deutschen Opa wieder ab und kehrten nach Hause zurück – nur, um zwei Tage später wieder nach Delhi zu fahren: Purnendu hatte zwei Tage lang Bauchschmerzen gehabt und es stellte sich heraus, dass es eine Blinddarmentzündung war! Also machten wir uns am Donnerstagabend für eine Notoperation auf den Weg ins Krankenhaus.
Am Freitagabend waren wir schon wieder daheim. Müde und Purnendu mit einem Körperteil weniger, dafür mit drei Löchern im Bauch – aber alles war gut verlaufen und wir freuen uns immer noch über unsere schnelle Entscheidung.
Jetzt sitzen wir hier in unserem Büro, nachdem wir in den letzten beiden Tagen die Arbeiten erledigt haben, die wir in den Tagen zuvor nicht geschafft hatten. Und ich muss sage, dass ich froh bin darüber, wie die Dinge laufen. Natürlich sind wir einerseits sehr beschäftigt, haben jede Menge zu tun und schaffen nicht alles – aber andererseits werden und wurden auch viele Dinge erledigt! Außer etwas Erkältung und dem Schmerz der Erholung sind wir alle gesund. Und wir haben etwas zu tun, wir bewegen uns vorwärts, Dinge passieren und es wird Fortschritt gemacht.
Was könnte schöner sein als das?
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