Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und sei glücklich! – 26 Aug 13

Stadt:
Vrindavan
Land:
Indien

In der letzten Woche habe ich über Wettbewerb am Arbeitsplatz gesprochen, was sogar dazu führen kann, dass Menschen in Depression verfallen, einen Nervenzusammenbruch haben oder Burnout erleiden. Dieser Wettbewerb existiert jedoch nicht nur am Arbeitsplatz, sondern kann auch in jedem anderen Lebensbereich entstehen – wenn du unter diesem ständigen Druck leben willst! Es liegt wirklich so ziemlich an dir: wie sehr willst du in den Wettbewerb gehen und Vergleiche anstellen und wie sehr willst du dich auf dich selbst konzentrieren?

Es ist wirklich kein Wunder, dass viele Leute gestresst sind, weil es in unserer heutigen Gesellschaft normal ist, miteinander zu wetteifern. Für einen Wettbewerb muss man sich mit anderen vergleichen, um herauszufinden, wer besser oder schlechter ist. Das kann man in fast jedem Lebensbereich und viele Menschen tun genau das. Sie wetteifern nicht nur mit ihren Arbeitskollegen, sondern sie vergleichen, wie weit sie in ihrer eigenen Karriere gekommen sind damit, wie weit ihre ehemaligen Klassenkameraden gekommen sind. Sie vergleichen, wie schnell oder lang sie auf der Tretmühle im Fitnessstudio rennen können damit, wie schnell oder ausdauernd ihre Freunde sind. Sie vergleichen nicht nur, wie viel sie selbst verdienen, sondern auch, wie viel ihr Partner verdient, damit, wie viel ihre Nachbarn verdienen. Sie vergleichen ihr eigenes Aussehen mit dem Aussehen von völlig Fremden! Sie vergleichen das, was sie in ihrer Freizeit lesen mit dem, was andere Menschen am Pool, am Strand oder in der U-Bahn lesen. Bin ich intelligenter? Bin ich erfolgreicher? Bin ich schöner? Bin ich schneller, höher, besser?

Nur, wenn die Antwort auf jeder dieser Fragen ein ‘Ja!’ ist, sind sie zufrieden. Wenn du auch zu solchen Gedanken neigst, weißt du genau, was ich meine. Du stellst andauernd Vergleiche an, schaust wiederholt erst dich und dann andere an, bekommst deutlich bessere Laune, wenn du diesen Vergleich gewinnst und richtig schlechte Laune, wenn nicht.

Das Problem ist, dass du dich so vollständig auf andere konzentrierst und dich selbst mit diesen Vergleichen identifizierst. Wer bist du? Ich bin schneller als Michael, erfolgreicher als Jasmin, ein Teil eines besseren Paares als die Mayers von nebenan! Das alles ist im Außen, definiert dadurch, wie weit andere gekommen sind und wo du bist. Du hast nicht wirklich eine Beziehung zu deinen inneren Werten, vielleicht weißt du ja auch gar nicht, welche inneren Werte du hast, weil du dich ständig auf dein Äußeres konzentrierst.

Du kannst nicht immer gewinnen und natürlich ist es stressig, wenn man immer wieder verliert! Perfektionisten und Menschen mit einem hohen Anspruch an sich selbst, haben dieses Gefühl wohl noch stärker, was alles den Druck erhöht, von dem man im heutigen hektischen Leben sowieso schon genug hat. Und so kann sogar jemand, der nicht auf der Karriereleiter steil nach oben steigt, oder sogar jemand, der überhaupt nicht arbeitet, Burnout haben.

Du musst lernen, dich selbst wert zu schätzen, weil du der bist, der du bist. Du musst nicht immer der Beste und Erste sein – das kannst du ja auch gar nicht! Niemand kann das! Akzeptiere, dass du dein Bestes gibst und dass deine Talente nicht in allen Bereichen gleichzeitig liegen.

Wenn du Hilfe dabei brauchst, diese Gewohnheit abzulegen, versuche es mit einer täglichen Meditation, zumindest für kurze Zeit oder versuche, dich mehrere Male am Tag daran zu erinnern, dass du dich nicht mit anderen vergleichen solltest. Immer, wenn du dich nicht gut fühlst, finde heraus warum – ist der Grund, dass du dich gegenüber jemand anderem minderwertig fühlst? Lass dieses Gefühl hinter dir, erinnere dich daran, dass ihr beide Menschen seid und deshalb gleich viel wert seid, nur dass ihr eben unterschiedliche Eigenschaften habt.

Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und sei glücklich!

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