Letzte Woche, als wir mit Thomas und Iris zusammensaßen, kamen wir irgendwie wieder auf ein lustiges Erlebnis, das wir zusammen hatten. Ich fange von vorne an.
Wir wurden von einem Freund von Thomas mit eingeladen. Wir hatten ihn vorher schon mal getroffen und lud uns mit zu seiner Geburtstagsfeier ein. Es war bei ihm zu Hause und als wir ankamen, waren dort 15 bis 20 Leute, einige unterhielten sich im Haus, andere genossen das schöne Wetter im Garten.
Nachdem wir uns das Haus selbst angesehen hatten, sahen wir uns nach etwas zu Essen um. Es gab eine Art Buffet, so dass sich jeder einen Teller nehmen und sich das nehmen konnte, was er mochte. Wir waren wirklich hungrig, weil wir die Angewohnheit hatten, nur zweimal pro Tag zu essen – und seit dem Frühstück nichts gegessen hatten. Wir hatten zuvor bereits bestätigt, dass es vegetarisch war und so nahmen wir uns zwei Teller für uns drei und füllten sie mit den unterschiedlichen Gerichten. Wir ließen uns das Essen richtig schmecken. Wir reden auch nicht beim Essen und während die anderen Gäste an den zwei langen Tischen nur zwischen den Sätzen Essen in ihren Mund steckten, konzentrierten wir uns auf unser Essen und waren lange vor den anderen damit fertig.
Unser Gastgeber, der sehr glücklich darüber schien, zwei so exotische Gäste zu haben, kam vorbei und stellte zwei große Schüsseln auf unsere Tischseite. Es war Nachtisch, Joghurt mit Beeren und der Gastgeber bat uns, ihn zu Essen. Es waren kleine Schüsseln, in die wir Joghurt herausnahmen. Nach dem Probieren, beschlossen wir, dass es nicht süß genug war und griffen nach dem Zucker – etwas, das in Deutschland normal ist, da die Leute hier ihren Nachtisch nicht so süß mögen. Mit etwas extra Zucker schmeckte es super!
Während die anderen immer noch beim Hauptgericht waren, füllten wir unsere Schüsseln wieder. Mehrere Male. Es war lecker – und die zwei Schüsseln waren für die 15 Leute oder mehr, die da waren, nicht groß genug, also dachten wir, er hat sie sicher für uns dort hingestellt und am Buffet-Tisch würde es noch mehr geben.
Wir teilten mit Thomas, Iris und Ramona – und aßen den Nachtisch aus!
Mit den letzten Löffeln tauchten wir wieder aus unserer Essensmeditation auf, begannen, uns langsam umzusehen und bemerkten dann etwas: von diesem Joghurt gab es nicht mehr!
Wir waren schockiert – hatten wir gerade jedermann den Nachtisch weggegessen? Ja, das hatten wir! Und plötzlich mussten wir lachen! Es war einfach nur unmöglich, zu lustig, um an uns zu halten! Wir wurden von jemandem eingeladen, den wir nicht wirklich kannten, waren bei ihm zu Hause, bei seiner Geburtstagsparty und hatten gerade alleine den Nachtisch für fünfzehn Leute aufgegessen! Es war zum Schreien!
Wir lachten eine ganze Weile lang, auch Thomas, Iris und Ramona, freuten uns aber trotzdem, als die Frau unseres Gastgebers zwei Minuten später mit einem Geburtstagskuchen reinkam. Die anderen würden doch noch etwas Süßes abbekommen!
Immer, wenn wir an diese Geschichte denken, müssen wir laut lachen. Und wir wissen eines ganz sicher: entweder lädt er uns nie wieder ein – oder er stellt sicher, dass er tonnenweise Joghurtcreme und Zucker bereit hat!
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