Gestern habe ich geschrieben, dass das Kastensystem vom Hinduismus kommt und dass es Sekten gibt wie ISKCON, in denen die Menschen dieses System absichtlich oder unabsichtlich durch ihre Handlungen auch unterstützen. Das zu tun ist falsch, es ist falsch, ein falsches System zu unterstützen. Ich denke, das versteht jeder, der meine Zeilen liest. Ich sage jedoch nicht, dass alle Menschen, die einem bestimmten System, einer Religion oder auch einer Sekte folgen, schlechte Menschen sind.
Es gibt wirklich viele nette Menschen, die Gurus oder Meistern folgen, die Betrüger und sogar Kriminelle sind. Sie selbst sind jedoch keine schlechten Menschen. Ich habe viele wundervolle Menschen getroffen, die Anhänger von ISKCON, Osho oder anderen Gurus und Sekten sind. Ich habe mit vielen von ihnen auch gute Gespräche geführt.
Viele von ihnen wurden von anderen manipuliert oder haben das Gefühl, dass sie die Gruppendynamik brauchen, um im Leben etwas zu erreichen. Sie genießen es, etwas zusammen und gemeinsam zu tun und denken oft, dass es ja für einen guten Zweck und das Gute in der Welt ist. Man kann nicht ein System oder eine Regel gutheißen, nur weil die Masse der Menschen dem folgt, aber man kann auch nicht die ganze Masse und jeden, der zu diesem System gehört, verurteilen. Man muss verstehen, dass manche von ihnen nichts anderes kennen, in diesem System aufgewachsen sind oder da hineingezogen wurden.
Ich habe sogar noch mehr Menschen getroffen, die ihre Gurus, Sekte oder auch Religion hinter sich gelassen haben. Nach diesem Schritt können sie klar sehen. Nicht davor. Wenn jemand in eine Religion oder ein System eingebunden ist, kann er oft die negativen Seiten nicht sehen, wegen der Gruppendynamik oder leider oft auch wegender Manipulation der Gedanken.
Ich bin in der Hindu Religion aufgewachsen und in meiner Kindheit und Teenager-Zeit erschien mir das alles normal. Ich habe selbst dann vielleicht schon etwas anders gedacht als die Massen, aber solche Traditionen und Zeremonien waren für mich als Guru an der Tagesordnung. Meine Zeit in der Höhle hat das verändert und als ich rauskam, ließ ich die Rolle des Guru, die ich hatte, hinter mir und kam mit der Zeit auch aus der Religion heraus. Erst dann erkannte ich viele Dinge, die da falsch sind. So wie ich muss man da rauskommen, um zu erkennen, dass man etwas falsches tut.
Ich glaube, wir können den Menschen helfen, aus falschen religiösen Traditionen, Gewohnheiten oder einem falschen System auszusteigen. Natürlich haben Sekten oft einen starken Griff auf ihre Leute, aber als guter Freund oder Verwandter hat man auch die Möglichkeit, mit dem Mitglied zu sprechen und ihr oder ihm die Dinge vielleicht langsam und Stück für Stück verständlich zu machen. Sei ein Beispiel, mache deutlich, was du für falsch hälst und sieh dir auch das an, dem du folgst. Wir können etwas verändern.
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