Hindi Lernen mit den Kindern – 5 Sep 08

Schule

Unser Ashram ist auch ein guter Ort um Hindi zu lernen. Wir haben zwei neue Hindi-Schülerinnen im Ashram: Ramona und Laila, die auch mit uns aus Deutschland gekommen ist. Beide können schon etwas Hindi und gehen jetzt jeden Tag zur Schule, um es zu verbessern. Sie sitzen da zusammen mit den Kindern der Grundschule, die ja auch gerade lesen und schreiben lernen. Die Kinder freuen sich, sie in ihrer Klasse zu haben und die Lehrer unterrichten sie auch gerne. Ramona, die heute mit den kleinsten Kindern in der Klasse war, hat mir erzählt, dass die Kinder sich voller Interesse und Freude um sie herum gesetzt haben, eins spielte mit ihrem Haar, ein anderes saß ihr beinahe auf dem Schoß. Laila hat erzählt, dass sie vor der älteren Klasse eine ganze Geschichte vorgelesen hat und den Kindern mit der Übersetzung geholfen hat. Es ist eine tolle Gelegenheit, eine Sprache zu lernen und man lernt besonders mit den Kindern sehr schnell.

Es war eine Menge Arbeit am Kindergarten nötig, um ihn zu einer Schule zu machen und die Grundschulräume dazuzubauen und jetzt sieht das ganze Gebäude wirklich schön aus. Als Purnendu mir erzählte, dass er zwei extra Räume bauen würde, konnte ich mir nicht vorstellen, wie es aussehen würde, aber sie haben wirklich eine fantastische Arbeit geleistet und zum Schluß das Gebäude in einer hellen Creme-Farbe gestrichen. Wenn man in die Klassenräume hineinsieht, sieht man mehr junge Kinder beim Spielen, Schreiben oder Lernen und es fühlt sich sehr gut an, das zu sehen. Und manchmal, wenn du genauer hinsiehst, siehst du vielleicht jemanden dort sitzen, der zehn oder zwanzig Jahre älter aussieht und eifrig Hindi Zeichen in ein kleines Notizbuch schreibt. Lernen ist nicht nur etwas für Kinder. Das Leben kann dir immer etwas beibringen, da spielt dein Alter keine Rolle. Es ist wundervoll, auf neue Dinge neugierig zu sein, sich für etwas zu interessieren, das man noch nicht erlebt oder gesehen hat.

Comment (1)

  1. Hamish

    Male dominance is a global problem outside of religion as well as in – we’ve only just changed the law regarding royal succession in the UK meaning a daughter has equal rights to the throne as a son. Despite this, even in post-modern western culture, a son is often celebrated as they continue the family name and traditions. The idea of the father as the head of the household is reinforced by religion and society alike, and positive discrimination is often required to allow gender equality in the workplace. This inequality even in these predominantly agnostic societies shows society and its values are just as important as religion and its traditions in gender equality, and as a result, the victimisation of women.

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