Sünde des Verletzens – und wann es keine Sünde ist – 12 Apr 08

Religion

In einer bekannten Schrift, Shree Ram Charit Manas, gibt es einen Ausspruch, von dem ich finde, dass jeder ihn zu einem Teil seines Lebens machen kann:

Parhit Saris Dharam nahi Bhai
Parpida Sam Nahi Adhamai

Der erste Teil bedeutet: Es gibt keine Religion, wie die, anderen zu helfen. Das heiβt, dass es die beste Religion ist, anderen Gutes zu tun. Es macht nicht religiös, wenn man regelmäβig in den Tempel oder in die Kirche geht. Nicht jeder, der sich als religiös ausgibt, ist auch eine religiöse Person. Du bist religiös, wenn du in deinem Herzen die Leidenschaft hast, anderen zu helfen, wenn du ihnen Gutes wünscht und auch eine Anstrengung machst, diesen Wunsch wahr zu machen.

Der zweite Teil bedeutet: Es gibt keine Sünde wie die, andere zu verletzen. Es ist die gröβte Sünde, jemandem Schmerz zuzufügen. Ich habe schon einmal in mein Tagebuch geschrieben, dass ich generell nicht mit der normalen Definition von Sünde einverstanden bin, die hauptsächlich von Kirche und Religion geprägt sind. Aber jemanden zu verletzen, das sehe ich als Sünde.

Es gibt zwei Fälle, in denen das nicht so ist. Wenn du jemanden unabsichtig verletzt; wenn sich jemand verletzt fühlt, du das aber nicht wolltest. Dann ist es auch sehr gut, sich zu entschuldigen, weil du nicht den Plan hattest, jemanden zu verletzen. Es wird eine sehr ehrliche Entschuldigung sein.

Der zweite Fall, in dem ich es nicht als Sünde sehe, ist, wenn du mit all deiner Ehrlichkeit sagen kannst, dass du dich nicht für die Verletzung des anderen verantwortlich fühlst. Manchmal beschuldigt dich jemand, du hättest ihn verletzt, doch du kannst sagen, dass du dafür nicht verantwortlich bist. Dass du nichts getan hast, was irgend jemanden verletzen könnte. Und wenn du keine Schuldgefühle hast und dich nicht verantwortlich fühlst, dann gibt es keinen Grund, sich zu entschuldigen.

Doch dieser Vers sagt, wenn du jemanden verletzt, ist das die größte Sünde. Manche Menschen wollen, wenn sie wütend sind, einfach nur schaden und zerstören und kümmern sich dann nicht um die Gefühle von anderen. Tue das nicht! Wenn du nicht in der Lage bist, anderen etwas Gutes zu tun, wenn du anderen nichts gönnen kannst, dann tue zumindest nichts Schlechtes, indem du sie verletzt. Ich meine, wenn wir nur diese zwei kleinen Dinge in unserem Leben annehmen, werden wir viel glücklicher leben: Tue anderen Gutes, wünsche ihnen Gutes und verletze niemanden. Wir können versuchen, so zu leben, dass wir nicht verletzen und Schmerz verursachen. Niemand sollte die Absicht haben, einen anderen Menschen zu verletzen. Morgen möchte ich von Vergebung schreiben und davon, wie wichtig das ist.

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