Religion schafft Schuldgefühle und Angst, was zu psychologischen Problemen führt – 14 Sep 11

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Gestern habe ich erklärt, dass viele Menschen sich zur Religion wenden, nur um ihr Gewissen zu erleichtern, indem sie ihre Sünden beichten. Religionen haben diese Idee seit Jahrhunderten erfolgreich dazu verwendet, Menschen anzulocken und sie in die Tempel und Kirchen zu bringen. Zu diesem Zweck verbreiten sie die Vorstellung, dass man auf jeden Fall irgendetwas falsch gemacht hat, was man nun beichten muss.

Ich habe diese Idee und Einstellung in verschiedenen Religionen gesehen und viele religiöse Gläubige denken wirklich, dass sie immer irgendeine Sünde zu beichten haben. Religionen haben diese Vorstellung weiter verbreitet. Es gibt immer etwas, das du getan hast. In den letzten 24 Stunden hast du auf jeden Fall irgendetwas falsch gemacht. Du hast ganz sicher eine der vielen Sünden begangen, für die Gott dich bestraft, wenn du sie nicht beichtest.

Selbst wenn du nicht weiß, welche Sünde du begangen haben könntest, haben sie eine Antwort: du hast unbewusst etwas getan! Selbst wenn du vorsichtig gelebt hast, musst du Gott unbewusst beleidigt haben, jemanden verletzt haben, einen unreinen Gedanken gehabt haben oder etwas Ähnliches getan haben. Wenn du also zu deinem Priester gehst, gibt er dir eine Aufgabe zur Buße, selbst wenn du nicht weißt, was du getan hast.

Ich nehme an, wenn du sagst, dass du keine Sünden begangen hast, würden sie dich beschuldigen, zu viel Ego zu haben und du müsstest diese Sünde beichten!

Einige meiner christlichen, katholischen Freunde haben mir erzählt, dass ihre Eltern sie in ihrer Kindheit jede Woche und manchmal sogar öfter zur Kirche mitgenommen haben und sie dort beichten gehen mussten. Sie mussten, nicht weil sie etwas falsch gemacht haben, sondern weil das religiöse Tradition ist. Viele von ihnen hatten oft keine Ahnung, was sie dem Priester sagen sollten und so dachten sie sich etwas aus. Sie erzählten, dass sie ihren Eltern nicht gehorcht haben, dass sie sich mit ihren Geschwistern gestritten haben oder dass sie in der Schule nicht aufgepasst haben. Ihnen wurde gesagt, dass sie etwas beichten sollten und das haben sie gemacht – selbst wenn es nicht wahr war!

Du siehst, zu was Religion dich gebracht hat! In der Bemühung, deine Sünden loszuwerden, musstest du welche erfinden, also lügen. Wäre das nicht in sich selbst eine Sünde?

Wenn man in einen Hindu Tempel geht, sieht man dort ähnliches. Man sieht, wie Menschen ihre Ohren halten. Das ist eine Geste, mit der man sich entschuldigt und um Verzeihung bittet. Andere schlagen sich sogar auf ihre Wangen. Das wird ihnen so beigebracht: man muss Gott darum bitten, dass er die Sünden vergibt.

Religionen wollen, dass du dich schuldig fühlst. Wenn du dich schuldig fühlst, kommst du zu ihnen, um zu beichten. Du musst mit der Angst leben, dass Gott dich bestrafen könnte und das bringen sie bereits kleinen Kindern bei. Daum sage ich, dass Religion nicht gut und absolut unnötig ist. Ein permanentes Schuldgefühl zeigt sich auch in anderen Bereichen deines Lebens und schafft psychische Probleme! Ich habe schon viele Menschen getroffen, die immer in ihrer Schuld leben und sie haben wahre Probleme, ein normales Leben zu leben. Du liegst immer falsch, du bist immer schuld.

Natürlich muss man seinen Kindern beibringen, ihre Fehler zu akzeptieren, so dass sie sie nicht wiederholen. Als Erwachsener muss man über die Konsequenzen seiner Handlungen nachdenken. Was auch immer du aber tust, habe keine Angst vor Gott und verbringe dein Leben nicht mit einem ständigen Schuldgefühl. Wenn du deinen Rosenkranz oder dein Mantra tausend Mal betest, hilft dir das wirklich, deinen Fehler wieder gut zu machen? Hat dir das wirklich dein Gewissen erleichtert? Meinst du, dass Gott dich nach diesem Akt der Buße wieder liebt?

Ich glaube, wir sollten frei sein von solcher Angst und solchen Schuldgefühlen. Wenn du einen Fehler gemacht hast, akzeptiere ihn. Gib Acht, ihn nicht zu wiederholen und wenn du dich entschuldigen kannst oder es irgendwie wieder gut machen kannst, tue es. Du kannst dich selbst in Meditation oder durch Gebet zur Ruhe bringen, aber glaube nicht, dass Gott gesehen hat, was du getan hast, wütend wurde, dich bestrafen wollte, aber durch dein Gebet besänftigt wurde. Es ist nicht nötig, das einem Priester zu beichten. Antworte deinem Gewissen. Gott ist in dir und in uns allen.

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