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Der große Unsinn der buddhistischen Religion: die Wahl der Wiedergeburt eines Lamas – 30 Jul 12

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen Blogeintrag über die Frage geschrieben, ob Buddhismus eine Religion ist oder, wie ihre Anhänger immer sagen, eine Philosophie, ein Lebensweg. Ich bin der Meinung, dass es eine Religion ist, selbst wenn sie nicht an Gott glauben und heute möchte ich über ein weiteres Element des Buddhismus schreiben, das Zeigt, wie organisiert und strukturiert diese Religion wirklich ist. Gleichzeitig zeigt das auch, wie verrückt sie ist, wie jede andere Religion: ihr System der Lamas, der hohen, religiösen Priester, sowie deren Wiedergeburt.

Ähnlich dem Papst im Christentum kann man den Dalai Lama als das Oberhaupt der buddhistischen Religion bezeichnen. Er und andere hochrangige Lamas werden ‚Tulku‘ genannt, was bedeutet, dass sie eine sehr besondere Fähigkeit haben: sie sind angeblich in der Lage zu wählen, wo sie wiedergeboren werden! Während die nächste Inkarnation für jeden ein Rätsel ist, glauben Buddhisten, dass ihre höchsten Mönche wählen können.

Darum enthüllen diese Mönche normalerweise bevor sie sterben etwas Information darüber, wo sie wiedergeboren werden. Seltsamerweise scheint diese Information jedoch immer eher etwas vage und unbestimmt – so dass die hohen Lamas, die nach dem Wiedergeborenen suchen, ein Orakel zu Rat ziehen, auf Träume warten und für Visionen meditieren müssen. Wenn ein toter Lama verbrannt wird, sehen sie sich an, in welche Richtung der Rauch weht – wenn er in den Westen weht, muss man im Westen nach der Reinkarnation suchen. Wenn dazu einer der Lamas eine Vision eines Hauses mit grünem Dach hat, gehen sie in den Westen und suchen nach einem Haus mit grünem Dach. Man kann sich vorstellen, wie viele Möglichkeiten solche Prophezeiungen und Visionen bringen – Hunderte von Jungen, die alle nach dem Tod der vorherigen Lamas geboren wurden, könnten die Richtigen sein!

Also machen die Mönche ein paar Listen und warten dann auf Zeichen, mehr Visionen und Rat von oben, um den Richtigen zu finden. Sobald sie einige Jungs gefunden haben, zeigen sie ihnen mehrere Dinge, von denen ein paar auch dem vorherigen Lama gehört haben. Wenn ein Junge diese Gegenstände erkennt, glauben sie, er muss die Reinkarnation sein.

Sollte jedoch immer noch nicht klar sein, welcher der Jungen es ist, machen sie es sich leicht: sie schreiben die Namen auf Papier, geben sie in eine Urne und ziehen einen davon raus, der dann der Auserwählte ist. Toll, oder?

Wie kann jemand, nachdem er von diesem Ausleseprozess gelesen hat, immer noch sagen, dass Buddhismus keine Religion ist? Mal ganz ehrlich, du glaubst, dass einige Menschen von einer besonderen Abstammung heilige Manifestationen sind, die vorhersagen können, wo sie wiedergeboren werden, aber dann können sie nicht einmal die Namen ihrer zukünftigen Eltern nennen? Oder ihr genaues Geburtsdatum und den Geburtsort? Wenn sie sich ihrer Reinkarnation so bewusst sind, warum können sie dann nicht sicherstellen, dass ihre Lama-Kollegen später keinen Fehler machen und den Falschen auswählen?

Mir erscheint das Ganze wie eine vollkommen willkürliche Entscheidung. Mir tut der Junge eigentlich leid, weil sie ihn dann von seiner Familie wegholen und ihn in ein Kloster stecken, ihn lernen und meditieren lassen, um ihn auf seine späteren Aufgaben als hochrangiger Priester und Mönch vorzubereiten. Meiner Meinung nach zerstört man so die Kindheit eines Jungen.

Ich möchte diesen Artikel mit den Worten eines Historikers beenden, die dieser als Auszug aus der Autobiographie des fünften Dalai Lamas notierte, in dem dieser bestätigt, dass seine eigene Wahl zum Dalai Lama eine Entscheidung eines einzelnen Mannes war und kein heiliges Zeichen:

Der offizielle Tsawa Kachu des Ganden Palasts zeigte mir Statuen und Rosenkränze (die dem vierten Dalai Lama und anderen Lamas gehörte), doch ich konnte nicht zwischen ihnen unterscheiden! Als er aus dem Raum ging, hörte ich, wie er den Leuten draußen sagte, dass ich die Tests erfolgreich bestanden hatte. Später, als er mein Lehrer war, ermahnte er mich oft und sagte: „Du musst hart arbeiten, du konntest ja auch die Gegenstände nicht erkennen!“

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This Post Has 2 Comments

  1. Meisterlein

    Auch wenn der Dalai Lama in unserer westlichen Welt sicherlich der bekannteste Buddhist ist – keineswegs ist er das Oberhaupt der Buddhisten. Er ist einer der Trülkus der Gelug-Schule, eine der Hauptschulen des tibetischen Buddhismus (Vajrayana), der wiederum nur eine der Strömungen des Buddhismus darstellt. Und selbst von dieser ist er nicht das geistige Oberhaupt, denn das ist der Ganden Thripa. Ansonsten hat der Autor durchaus recht – die Prozedur zur Findung des Dalai Lama mutet recht esoterisch an. Mit der Lehre des Buddha selbst hat das nichts zu tun, es ist eine Eigenheit der Gelug-Schule.

  2. Giri

    Der Dalai Lama ist nicht das Oberhaupt der Buddhisten. Mit viel Glück könnte man ihn als Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, des tibetischen Vajrayanas bezeichnen. (Aber die verschiedenen Richtungen haben alle eigene Oberhäupter. Er ist eher so was wie der Bundespräsident, er hat keine große Macht. Freilich war er früher politischer Machthaber von Tibet, aber das ist er ja schon lange nicht mehr). Aber das tibetische Vajrayana ist eine kleine Richtung innerhalb des Buddhismus, weniger als 6% der Buddhisten.
    Die ganze Tulku-Idee scheint mir eher durch die ursprüngliche Religion Tibets, des Bön, entstanden zu sein. So etwas wie persönliche Wiedergeburt gibt es nämlich im Buddhismus nicht. (Genau genommen ist auch der Tulku keine Wiedergeburt, sondern die Verkörperung von bestimmten Qualitäten).

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