Gestern habe ich die volle Bedeutung des Wortes ‚Dharma‘ erklärt. Ramona und ich sind auf dieses Wort zu sprechen gekommen, weil ich über einen Satz der Schrift Ram Charit Manas schreiben wollte:
Parhit Saris Dharam nahi Bhai
Parpida Sam Nahi Adhamai
Es gibt kein besseres Dharma als Wohltätigkeit, mein Buder
Es gibt nichts Schlimmeres, als andere zu verletzen.
Ich habe ‘Dharam’ hier absichtlich nicht mit Religion übersetzt, sondern es mit der bekannteren Schreibweise ‚Dharma‘ ersetzt und es einfach so gelassen, wie es ist, weil, wie ich gestern erklärt habe, die Übersetzung ‚Religion‘ mir hier nicht reicht. Diese Zeilen sagen, dass Wohltätigkeit das Beste ist, was man in seinem Leben annehmen kann. Man sollte es sich zur Gewohnheit machen, anderen zu helfen. Sieh es als deine Verantwortung, deine Pflicht und etwas, das du vom Herzen gerne machst.
Darum will ich hier nicht mehr das Wort ‘Dharma’ für Religion verwenden. Es ist keine religiöse Handlung, einer anderen Person zu helfen. Es ist einfach nur menschlich. Ich glaube, dass dieser Satz für jeden gilt, ob man nun an eine bestimmte Religion glaubt oder nicht.
Natürlich bedeutet einem anderen zu helfen nicht nur, demjenigen Essen, Unterkunft oder Geld zu geben. Es ist toll, wenn du das machst, ob du nun eine wohltätige Organisation unterstützt, einem Kind mit seiner Ausbildung hilfst oder einem Obdachlosen warme Kleidung gibst. Es ist jedoch genauso wichtig, andere Menschen emotional zu unterstützen. Sei für jemanden da, der nicht alleine sein will. Gib jemandem einen Ratschlag, wenn er nicht mehr weiter weiß. Höre denen zu, die mitteilen wollen, was sie in sich haben. Mach es zu deiner Freude und Pflicht, anderen zu helfen.
Gleichzeitig gibt es nichts Schlimmeres, als eine andere Person zu verletzen. Auch da geht es nicht nur um körperlichen Schmerz, nicht nur um Verletzungen des Körpers, sondern auch um emotionale Schmerzen. Man sollte andere nicht nur mit der Hand nicht schlagen, sondern auch nicht mit seinen Worten und Handlungen.
Natürlich sollte man immer sein Bestes geben, um anderen zu helfen, aber wenn du nicht die Kapzität dazu hast oder wenn du dem vor dir nicht helfen möchtest, solltest du zumindest sicherstellen, dass du andere nicht verletzt. Sieh dir deine Handlungen, Worte und dein Verhalten an und gib Acht, dass sie einem anderen keinen Schmerz zufügen. Vielleicht schafft du es, wenn du keine helfende Hand reichen kannst, nicht grausam oder hart mit anderen zu sein, besonders, wenn es Menschen sind, die dich lieben und die sich mit dir verbunden fühlen.
Hilf anderen und verletze sie nicht. Das als Lebensgrundsatz zu akzeptieren ist eine gute Entscheidung.
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