Online habe ich vor Kurzem Berichte über den Tirumala Venkateswara Tempel in der Nähe von Tirupati in Andhra Pradesh gelesen und dort mehr über den Tempel, die Gläubigen, die dorthin gehen und über die Korruption dort gelesen. Es scheint als geht da mehr vor sich, was normalerweise die Öffentlichkeit empören würde, aber dieser Tempel ist und bleibt Indiens reichster und wahrscheinlich bekanntester Tempel.
Täglich kommen etwa 65000 Pilger, um in den Tempel zu gehen und dort ‚Gott zu sehen‘. Das ist nur ein Durchschnitt, an den Wochenenden sind es bis zu 80000 Pilger und mehr als 100000 Pilger an religiösen Feiertagen. Diese Zahlen sind an sich schon unglaublich und natürlich glauben viele Menschen, dass es eine herausragende spirituelle Erfahrung sein muss, an einen Ort zu gehen, wo so viele Menschen Gott verehren. Um ehrlich zu sein glaube ich das nicht.
Zuallererst ist da die Tatsache, dass man mit riesigen Menschenmassen rechnen muss, egal wann man dorthin geht. Wo auch immer du hingehst sind Mesnchen und wenn du durch die Tore gehst und den Tempel betrittst, befindest du dich ganz sicher in der Mitte einer Menschenmenge, die sich weiterbewegt, so dass du dich mitbewegen musst, um nicht überrannt zu werden. Tempelarbeiter drücken die Menschen weiter und bewegen dadurch die Menge, so dass so viele Menschen wie möglich an einem Tag die Götterstatue sehen können.
Ihr könnt euch vorstellen, dass man mit so vielen Menschen im Tempel nicht wirklich die Zeit hat, sich hinzusetzen und in Frieden seine Gebete zu sprechen, während man sich die Götterstatue ansieht, die für einen selbst ja Gott darstellt. Nein – die geschätzte Zeit, die jeder Pilger hat, um die Statue Gottes zu betrachten ist 0,8 Millisekunden bis 1,5 Sekunden! Denkt ihr immer noch, dass das so eine besondere Erfahrung ist? Sind diese eineinhalb Sekunden wirklich all das wert, was ein Pilger vorher durchmachen muss?
Denn bevor man diese besondere Ehre hat, muss man einiges durchmachen! Die Schlangen vor dem Tempel sind so lang, dass es manchmal 15 bis 20 Stunden dauert, bis man in den Tempel kommt! Es gibt da jedoch einen Weg, wie man das auch schneller erreicht – zahle einfach ein bisschen mehr! Es werden unterschiedliche Eintrittskarten verkauft und die teureren sind für Schlangen, die sich schneller bewegen. Gott wird verkauft. Wenn du Geld hast, kannst du den Preis für die Schnellstraße zu Gott bezahlen.
Und wenn du noch etwas mehr hast, kannst du sogar die Abkürzung gehen! Man kann direkt hineingehen, wenn man einen VIP-Pass hat. Ja, das ist richtig, dieser Tempel stellt VIP-Pässe aus. Sie sind für Minister, andere Regierungsbeamte – und natürlich für jeden, der mehr als ein Crore Rupien spendet, also ungefähr 200000 US-Dollar. Es gibt morgens und abends eine bestimmte Zeitspanne, in denen Gott nur für VIPs da ist. Ein normaler Pilger muss warten, für ihn ist der Tempel in der Zeit geschlossen. Gott freut sich also offensichtlich mehr über Gläubige mit viel Geld – ihnen zeigt er sich schneller und länger. Tempel und religiöse Gebäude sind die Zentren des religiösen Geschäfts, wo religiöse menschen als Kühe gesehen werden, die mit Spenden und sogar mit Tickets für Geld gemolken werden.
Pilger müssen nicht nur längere Wartezeiten in Kauf nehmen, sie müssen sich auch mit der Korruption auseinandersetzen, die wohl in der Verwaltung des Tempels üblich ist. Um dein Eintrittsticket und Unterkunft zu bekommen, gibt es einen offiziellen Weg. Man kann es also selbst machen und von einem Büro zum anderen laufen. Man verbringt Stunden und hat vielleicht keinen Erfolg. Oder man nähert sich Gott schneller und nimmt die Hilfe eines Agenten in Anspruch, was natürlich in etwa doppelt so viel Geld kostet. Er hat sein Ticket vom gleichen Ort, aber er zahlt etwas mehr dafür und jetzt kommt sein Anteil natürlich auch noch dazu. Ist das Gottes Arbeitsbeschaffungsmaßnahme oder ist es einfach nur ein Weg, Pilger abzuzocken.
Um das noch einmal zusammen zu fassen: wenn du eine normale Person mit einem durchschnittlichen Einkommen bist, kannst du im Sommer 20 Stunden und länger in einer Menschenmenge warten und dann durch den Tempel gedrängt werden und vielleicht einen schnellen Blick auf die Götterstatue erhaschen. Wenn du ein VIP Politiker oder Beamter bist oder wenn du viel Geld spenden kannst, heißt Gott dich gleich willkommen. Ist Religion nicht ein großartiges Geschäft?
Ich habe auch schon zuvor über diesen Tempel geschrieben. Ich habe von ihrem Reichtum berichtet, über die großen Spenden geschrieben, die sie bekommen und ich habe auch andere Tempel erwähnt, in denen ähnliche Dinge vor sich gehen. Sie bekommen sehr hohe Spenden, haben tonnenweise Silber und Gold und ihre Priester und Angestellten sind oft sehr wohlhabend. Millionen Menschen gehen jeden Tag dorthin und denken, dass sie etwas Gutes für sich selbst, ihr Karma und die Welt tun. Was sie wirklich tun ist ein Beitrag an Korruption. Meinst du nicht, dass Gott sich mehr freuen würde, wenn man seine Zeit, sein Geld und seine Energie darauf verwenden würde, den Bedürftigen zu helfen und etwas für die Menschheit zu tun?
Hier sind die Artikel:
21-hour wait for fleeting darshan of the Lord at Tirumala
Is Lord Balaji temple at Tirumala only for VIPs?
Corruption is a way of life in Tirupati Tirumala Devasthanams
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