Wieder im Zug, dieses Mal von Wiesbaden nach Lüneburg, mussten wir an unsere letzte Zugreisende denken und lachen. Es war eine recht denkwürdige Reise – und ich glaube, ihr hättet auch Freude daran!
Als wir am Morgen losfuhren, warfen wir einen Blick auf unser Ticket und merkten, dass wir eine sehr knappe Verbindung genommen hatten – mit fünfmal Umsteigen und jedes Mal nur ein paar Minuten Zeit dafür! Aber, dachten wir, wir würden unser Bestes geben und dieses Abenteuer bestehen!
Wir mussten schon in den ersten zwei Stunden lachen, weil wir ständig auf das Ticket und den Fahrplan schauten, dann zurück zu dem Bahnhof, an dem wir gerade vorbeikamen und dann wieder auf die Uhr, um zu sehen, wann wir denn nun aussteigen müssten. Die einzelnen Fahrtabschnitte waren zu Beginn recht kurz – halbstündig und einer sogar nur drei Minuten Fahrt. Und immer, wenn wir an einer Station ankamen, wo wir umsteigen mussten, eilten wir raus, hinüber zum nächsten Gleis und dann in den nächsten Zug.
Doch an einem Bahnhof, einem Kleinen auf dem Land, mussten wir Gleis wechseln – aber da war eine Schranke, in unserem Weg, und kein Übergang und keine Unterführung oder andere Alternative, um über die Gleise zu kommen! Außer uns waren noch vier andere Reisende, alles Deutsche, die alle vor der Schranke standen, ratlos, wie sie da rüberkommen sollten. Da war etwas indisches Temperament nötig! Yashendu und ich beschlossen nach einer Sekunde des Zögerns, die Gleise auf indische Weise zu überqueren – um die Schranke herum zur anderen Seite! In dem Moment, in dem wir in diese Richtung losgingen, folgten uns alle anderen und wir schafften es zu dem Zug, den wir sonst verpassten hätten!
Tja, als wir schließlich beim schnellsten der Züge dieses Tages ankamen, in dem wir auch etwa zwei Stunden fahren sollten, konnten wir uns endlich ruhig hinsetzen. Als Erstes packten wir unser Frühstück aus – und während wir das machten, merkten wir, dass wir für unsere Sitznachbarn recht unterhaltsam waren.
Es waren zwei ältere Frauen, die daraufhin jeden unserer Schritte füreinander kommentierten: „Wo sie leben, brauchen sie nur solche Kleidung. Als Sonnenschutz, weißt du, nicht für Wärme!” “Die haben ganz schön Hunger!” Und nach unserem Frühstück, als wir alle müde waren: “Sie schlafen alle ein, nur das Mädchen will nicht schlafen und weckt sie immer wieder auf!“ Während der ganzen Reise lächelten sie uns immer wieder an und wir lachten darüber, wie wir beobachtet wurden.
Das Lustigste passierte jedoch, als wir in Frankfurt ankamen, wo wir das letzte Mal umsteigen mussten, um nach Wiesbaden zu kommen. Alle waren bereits aufgestanden und in Richtung Türen gegangen, als der Zug zu seiner Endstation kam. Wir waren die Letzten und in dem Augenblick, als wir aufstanden, machte einer von uns etwas, von dem mir Deutsche immer sagen, sie würden es nie tun: ein lauter Furz hallte durch den Zug!
Die Reaktion war zum Brüllen! Die Frauen, die nun vor uns standen und zuvor alles beobachtet und kommentiert hatten, was wir machten, sahen auf einmal höflich weg und alle um sie herum versuchten, nicht zu lachen. Als wir das sahen, konnten wir nicht mehr an uns halten! Wir lachten laut los und konnten gar nicht mehr aufhören! Das schien um uns herum für noch mehr Verwirrung zu sorgen. Wir lachten immer noch, als wir schließlich aus dem Zug kamen!
Es war ein herrliches Abenteuer – und jetzt gerade sind wir in einem anderen: unser Zug ist bereits zwei Stunden zu spät!
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