Unverblümte Rede kann Feinde bringen – 4 Mai 11

You are currently viewing Unverblümte Rede kann Feinde bringen – 4 Mai 11

Heute würde ich gerne einige meiner Gedanken über die Dinge teilen, die hinter den Vorhängen meines Tagebuchs und dieses Blogs stattfinden. Gleichzeitig möchte ich euch sagen, dass es online wahrscheinlich bald Geschichten über mich und meine Familie geben wird, wie wir Orgien organisieren, in Sex-Skandale verwickelt sind und andere absurde Anschuldigungen. Lasst mich euch erklären, wie ich zu dieser Annahme komme.

Ich habe viele Einträge geschrieben, in denen ich viele verschiedene Menschen und ihre Handlungen kritisiert habe. Es hat im August 2009 begonnen, als wir in Arizona waren. Dort habe ich zum ersten Mal über Nithyananda geschrieben, ohne jedoch seinen Namen zu nennen. Ich hatte mit seinen Anhängern eine schlechte Erfahrung gemacht und mein Haupt-Fokuspunkt war, dass ich gegen Verehrung von Menschen war und immer noch bin. Ich glaube, dass wir alle gleichwertig sind und niemand höher oder besser ist als andere.

Seit dem ersten Januar 2008 habe ich dieses Tagebuch ohne Unterbrechung täglich geschrieben. Ich fühle eine bestimmte Verantwortung dafür, in unserer Gesellschaft Bewusstsein zu schaffen und darum schreibe ich hin und wieder über falsche Gurus, über Magie und Wunder, die im Namen von Religion vollbracht werden und mehr. Selbst als ich noch religiös war, war ich immer gegen das Verbreiten von Aberglaube und mit all der Erfahrung, die ich in meinem Leben mit solchen Dingen gemacht habe, hatte ich viel mitzuteilen.

Zu Beginn gab ich Acht, keine Namen zu nennen. Letztes Jahr jedoch habe ich begonnen, auch Namen und Identitäten aufzuschreiben, weil ich deutlich machen wollte, über wen ich spreche. Ansonsten neigen Anhänger dazu, zu denken, ich schreibe über alle anderen, nur nicht über ihren eigenen Guru.

Heute ist mein Blog ein Ort für viele solche Enthüllungen. Ich erhebe meine Stimme nicht nur aufgrund bestimmter Einzelpersonen, sondern auch wegen Organisationen, politischen Parteien, Regierungen und Institutionen. Von den 1220 Tagebucheinträge, die ich bis heute geschrieben habe, ist die Anzahl der Artikel, in denen ich offen Kritik an Personen oder Personengruppen übe, vergleichsmäßig klein, aber sie bleiben die Einträge mit den meisten Rückmeldungen und die die meisten Emotionen aufwühlen.

Viele Menschen lieben es, aber geradeheraus, wie ich bin, habe ich mir unbeabsichtigt und ohne etwas falsches zu sagen oder zu schreiben auch viele Feinde geschaffen. Sie folgen vielleicht denen, gegen die ich schreibe, das weiß ich nicht genau. Ich kenne diese Menschen nicht. Sie sind nicht diejenigen, die stillschweigend gehen und einfach aufhören, meine Worte zu lesen. Sie sind auch nicht diejenigen, die mir ihre Meinung in einer netten und höflichen Botschaft schreiben, auf die ich dann antworten kann, dass jeder ein Recht auf eine eigene Meinung hat. Sie sind diejenigen, die in Kommentaren, sozialen Netzwerken oder auf ihren eigenen Internetseiten wütende Worte schreiben.

Wenn ich über falsche Versprechen, vorgetäuschte Wunder und die Geschicht? der Sexskandale verschiedener Hindu Gurus in Indien schreibe, sagen sie, dass ich von christlichen Missionaren dafür bezahlt wurde.

Wenn ich über falsche Ideen in der christlichen Religion oder im Islam schreibe, glauben Sie, dass ich ein Hindu bin, der sich darüber ärgert, dass in meinem Land Christen und Moslems wohnen.

Wenn ich über die BJP oder RSS in Indien und ihre fanatischen hinduistischen Vorstellungen schreibe, sagen sie, dass ich von der Kongress Partei Geld bekomme. Wenn ich über die Korruption im Kongress schreibe, sagen sie, dass ich Mitglied der BJP bin.

Ich fühle mich jedoch keinem zugehörig, weder zu irgendeiner Partei, noch zu irgendeiner Religion. Ich bin einfach nur ein Mensch und glaube an die Liebe. Ich gehöre nur zur Liebe und folge nur dem. Ich verkaufe meine Worte nicht an den Höchstbietenden. Ich schätze die guten Seiten aller Religionen, Parteien, Institutionen und Einzelpersonen, aber ich kritisiere und missbillige genauso auch die schlechten Seiten.

Es gibt viele verschiedene Foren und Internetseiten, in denen die Menschen ähnliche Meinungen schreiben. Wenn man sich die Autoren dort ansieht, schreiben diese fast immer unter einem Alias oder anonym. Diese Möglichkeit, die eigene Identität zu verstecken, hat positive und negative Seiten. Einerseits ist es gut für die Autoren, da es diesen Menschen eine Plattform bietet, sich selbst auszudrücken und ihre Erfahrungen mitzuteilen, ohne Angst vor Angriffen der Menschen zu haben, gegen die sie schreiben. Andererseits weiß man nie, ob eine Person eine echte Person ist oder nicht.

Aber hier sitze ich nun mit meiner Internetseite online, mein Name und mein Bild öffentlich bekannt, meine Identität, meine Geschichte, mein Hintergrund und meine Meinung offen dargestellt. Es gibt keine Möglichkeit, irgendetwas zu verstecken und ich will auch gar nichts verstecken. Ich habe mein Leben immer ehrlich gelebt und teile es hier offen mit allen. Ich schreibe darüber, was ich getan habe, wer ich vorher war und wer ich jetzt bin. Ich bin immer in einem Prozess der Veränderung und mein Geist entwickelt sich weiter. Da ist nichts, was ich verstecken will.

Ich habe jedoch jetzt erkannt, dass manche Menschen lieber ihre Identität geheimhalten, um solche Angriffe zu vermeiden, über die ich auch zuvor schon geschrieben habe.

Autoren, die nur über eine bestimmte Person oder Organisation schreiben, haben nur diese eine Gruppe von Menschen, die gegen sie ist. Ich schreibe jedoch über ein System, das an so vielen verschiedenen Orten falsch ist und habe so viele Feinde in verschiedenen Organisationen und unterschiedlichen Teilen der Welt. Es steht nicht nur eine Person gegen mich, sondern viele.

Manchmal sind sie sehr wütend und wollen, dass ich den einen oder anderen Tagebucheintrag lösche, aber wir geben beim Schreiben Acht und stellen sicher, dass in den Einträgen nur Tatsachen, persönliche Erfahrungen und meine persönliche Meinung stehen. Und in dem Fall sehe ich keinen Grund, warum ich irgendeinen meiner Einträge löschen sollte.

Diese Menschen beginnen, auf sozialen Netzwerken und ihren eigenen Internetseiten über mich zu schreiben. Dort beschimpfen sie nicht nur mich, sondern auch meine Familie. Wir haben Beleidigungen über meine Brüder Yashendu und Purnendu gelesen, über meine Frau Ramona, aber auch über unsere Kinder und unsere wohltätigen Projekte. Sie fragen, ob ich wirklich in der Höhle gewesen bin, obwohl es Videos gibt und Tausende von Menschen es gesehen haben. Sie regen sich darüber auf, dass ich mich Swami nenne, wenn ich doch kein Hindu mehr bin, obwohl ich sogar in einem Tagebucheintrag erklärt habe, dass es mir nichts ausmacht, wenn man mich einfach nur Balendu nennt. Sie wollen wissen, welche Art von Visa Ramona, eine deutsche Staatsbürgerin, hat, um nach Indien zu kommen, obwohl wir verheiratet sind und Ehepartner ganz einfach eine PIO Karte bekommen. Sie sagen, dass es aussieht wie im Militär, wenn unsere Kinder Yoga machen, nur weil wir für alle einheitliche Sportkleidung gekauft haben, die sie sich selbst nicht leisten konnten. Sie meinen, unsere Kinder sehen unterernährt aus, wahrscheinlich, weil sie nicht übergewichtig sind, wie so viele Kinder heutzutage. Ihr könnt beruhigt und sicher sein, dass wir ihnen genug zu Essen geben und uns sogar um ihre medizinischen Untersuchungen kümmern. Ich frage mich wirklich, was das alles mit dem zu tun hat, über was ich schreibe. Die Liste solcher Aussagen ist lang und die meisten davon sind einfach nur lächerlich.

Natürlich schreiben diese Leute immer von einem falschen Namen oder anonym. Einer dieser Kommentare hat mich dazu gebracht, den heutigen Tagebucheintrag zu schreiben. Mir wurde gesagt, dass es für sie kein Problem ist, auch Geschichten über mich und meine Familie zu schreiben und sie im Internet in Umlauf zu bringen.

Wundert euch also nicht, wenn ihr Geschichten über mich und meine Familie lest, die von unbekannter Hand geschrieben wurden. Vielleicht schreiben sie über Sex Parties und Orgien während unseren Chakra Tanz Parties oder dass wir in unserem Ashram eigentlich ein Bordell führen. Man weiß nie, was sie sich ausdenken und sie können von jedem Fantasie-Namen alles schreiben, was sie wollen, mit der Absicht, uns zu schaden. Das Gute ist jedoch, dass jeder sehen kann, wann es veröffentlicht wurde. Diese Information speichert das Internet immer ab. War das vor oder nachdem ich über ihren Guru, ihre Organisation oder ihre Gruppe geschrieben habe? Ich würde mich nicht wundern, wenn irgendwann solche Geschichten auftauchen, da es viele Menschen gibt, die gerne so etwas schreiben würden.

Es gibt jedoch genauso viele oder sogar mehr, die mich unterstützen. Aus ihrer Liebe und Anerkennung schöpfe ich Mut, mehr zu schreiben. Ich bin all den Menschen sehr dankbar, die mich hierbei unterstützen, all meinen Freunden auf der ganzen Welt, die froh sind, dass ich frei rausgesprochen habe. Auch denjenigen, die unsere Internetseite und unsere Namen auf ihre Internetseiten, Forums und Blogs stellen.

Wir bekommen sogar Emails, in denen wir gebeten werden, mehr über andere falsche Gurus zu schreiben. Opfer und Gegner solcher Gruppen geben uns Namen, Geschichten und Internetseiten, so dass wir sie auf unserer Plattform veröffentlichen können und sie so für viele andere sichtbar werden. Auf diese Weise könnte es viele Menschen vor schlechten Erfahrungen bewahren.

Ich freue mich, dass ich eure Unterstützung habe und dass ihr Kommentare schreibt, die mich dazu inspirieren, mehr zu schreiben. Wenn ihr eure Geschichte selbst schreiben wollt, könnt ihr sie auch auf www.fake-guru.com stellen, einem Forum, das wir extra für diesen Zweck geschaffen haben. Diejenigen, die möchten, dass ich in meinem Tagebuch über jemanden schreibe, können mir eine Email an info@jaisiyaram.com schicken und Information mit Einzelheiten schicken. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich eure Namen geheimhalte. Um jedoch sicher zu sein, dass es eine echte Person ist, würde ich gerne deinen Namen sehen und nicht nur eine Mail von Anonym erhalten. Wenn du mich überzeugst, dass jemand etwas falsches getan hat und falsch denkt, gebe ich der Bemühung, das öffentlich zu machen, meine Unterstützung.

Ich bin nicht gegen eine einzelne Person oder Organisation, sondern gegen ein System, eine Ideologie oder eine bestimmte Mentalität. Danke noch einmal für eure Unterstützung!

Related posts

Wieder zurück bei unserer normalen Blog-Routine - 1 Okt 16

Wieder zurück bei unserer normalen Blog-Routine – 1 Okt 16

Swami Balendu tells about his routine of writing the diary – how it had been lost and how he is ...
Hallo und herzlich Willkommen - selbst wenn ich euch nicht erkenne! - 1 Sep 16

Hallo und herzlich Willkommen – selbst wenn ich euch nicht erkenne! – 1 Sep 16

Swami Balendu erklärt, dass er sich nicht mehr an jeden Gast von Ammaji’s erinnert, da es nun so viele sind, ...
Tag der Unabhängigkeit und mein mangelnder Vaterlandsstolz - 15 Aug 16

Tag der Unabhängigkeit und mein mangelnder Vaterlandsstolz – 15 Aug 16

Swami Balendu erklärt warum er nicht das Gefühl des Patriotismus hat, das die meisten Inder spüren, wenn sie den 15 ...
Unregelmäßigkeiten in meinem Blog - aufgrund von Veränderungen - 22 Mai 16

Unregelmäßigkeiten in meinem Blog – aufgrund von Veränderungen – 22 Mai 16

Swami Balendu erzählt, warum seine Blogeinträge nicht mehr jeden Tag kommen und warum das Inhalts-Muster sich verändert hat: überall ist ...
Gespräche mit Restaurant-Gästen - eine andere Dimension der Unterhaltung - 25 Apr 16

Gespräche mit Restaurant-Gästen – eine andere Dimension der Unterhaltung – 25 Apr 16

Swami Balendu erklärt, wie sich seine Unterhaltungen mit anderen Menschen geändert haben: im Restaurant erzählt er Leuten kurz über das ...
Ich liebe Sex, Geld, Materielles sowie meine Frau und habe deswegen keine Schuldgefühle! - 19 Nov 15

Ich liebe Sex, Geld, Materielles sowie meine Frau und habe deswegen keine Schuldgefühle! – 19 Nov 15

Swami Balendu erzählt von den Dingen, die er wirklich liebt, obwohl es viele Leute gibt, die meinen, das sei falsch ...
5 Tipps zum Verbessern deiner Gespräche - 19 Aug 15

5 Tipps zum Verbessern deiner Gespräche – 19 Aug 15

Swami Balendu erzählt fünf Punkte, auf die du achten musst, wenn du dich mit Leuten unterhältst. Lies und sieh, ob ...
Ein Traum von unabhängigen und Korruptions-freien Medien - India Samvad - 23 Mär 15

Ein Traum von unabhängigen und Korruptions-freien Medien – India Samvad – 23 Mär 15

Swami Balendu erzählt von einer Gruppe, der er sich angeschlossen hat, die die Mission von Korruptions-freien Medien hat. Lies mehr ...
Rückblick auf das Jahr 2014 - Juli bis Dezember - 1 Jan 15

Rückblick auf das Jahr 2014 – Juli bis Dezember – 1 Jan 15

Swami Balendu blickt zurück auf die zweite Hälfte des Jahres 2014. Lies von seinen Erlebnissen und Gedanken ...
Rückblick auf das Jahr 2014 - Januar bis Juni - 31 Dez 14

Rückblick auf das Jahr 2014 – Januar bis Juni – 31 Dez 14

Swami Balendu blickt auf die erste Hälfte des vergangenen Jahres zurück ...

Leave a Reply