Vor einiger Zeit hatten wir einen Gast im Ashram, der eine sehr fixe Weltsicht hatte. Gestern habe ich euch erzählt, dass es Menschen gibt, die dir immer ein schlechtes Gefühl geben wollen, egal, was du sagst oder tust. Dieser Mann war einer von ihnen – und ich möchte euch gerne ein Beispiel solchen Verhaltens geben.
Dieser Herr hatte einige kommunistische Vorstellungen, nannte sich selbst Atheist und war immer an einer Unterhaltung interessiert – was sich oft als Versuch herausstellte, andere runterzumachen. Auf diese Weise gingen wir einmal im Ashram spazieren und unterhielten uns, als er mich nach meiner Kleidung fragte. Es ist definitiv nicht das erste Mal, dass ich danach gefragt wurde. Eigentlich geschieht das recht oft. Dieses Mal jedoch schwang da eine gewisse Anschuldigung mit: wenn ich mich selbst Atheist nenne, warum trage ich dann solche Kleidung, die einen ganz anderen Eindruck erweckt?
In meinem Blog habe ich bereits erwähnt, dass ich mit meiner Kleidung keine Botschaft aussenden will. Ich liebe meine Kleidung einfach so, wie sie ist und habe keine Lust, etwas anderes anzuziehen.
Die Antwort hierauf war ein weiterer Angriff: was? Du liebst deine Kleidung? Heißt das, du liebst Materielles?
Oh ja, das tue ich! Ich liebe Materielles und ich verdiene gerne Geld. Ich liebe meine Arbeit, meine Frau und mein Kind! Ich habe mich nicht auf ein religiöses Dogma festgelegt oder auf irgendeine Art der Philosophie, die mir sagt, was ich lieben soll und was nicht! Ich lasse die Vorstellungen anderer Menschen nicht meine Gefühle diktieren!
Es gibt viele Leute, die glauben, dass Nicht-Anhaftung und Freiheit von Materiellem der richtige Weg ist. Es gibst auch viele Leute, die an Enthaltsamkeit und auch emotionale Freiheit glauben. In Indien sind das zumeist religiöse Sadhus. Im Westen sind das Menschen in der esoterischen Szene. Sie mögen unreligiös sein, haben jedoch trotzdem eine gewisse Ideologie und eine Vorstellung, was man anstreben sollte.
All diese Menschen glauben, dass wir unsere Kleidung nicht lieben sollten, dass wir Geld nicht lieben sollten und keine emotionale Verbindung zu den Menschen um uns herum aufbauen sollte. Sie können glauben, was sie wollen, doch ich will mein Leben genießen! Ich glaube es ist falsch, das nicht zu tun und so liebe ich meine Kleidung und auch meine Arbeit. Ich genieße es, Geld zu verdienen, genauso wie ich es genieße, armen Kindern zu helfen! Ich liebe meine Tochter und meine Frau, ich liebe Sex und ich liebe Komfort. Ich liebe es, Urlaub zu machen, wie ich es jetzt gerade in Deutschland tue, mit jeder Menge Zeit für Freunde und Familie!
Ich liebe es, das Leben zu genießen. Ich liebe das Leben und ich glaube, wir alle sollten es so viel wie möglich genießen. Wenn du anders denkst, so kannst du das – doch versuche nicht, mir aufgrund meiner Vorstellungen ein schlechtes Gefühl einzureden. Das wird dir nicht gelingen und so vergeudest du nur meine und deine Zeit. Ich werde nicht versuchen, dich zu überreden. Ich kann dir nur vorschlagen: versuche nur einmal, das Leben so zu genießen und zu lieben wie ich. Es ist es wert!
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