2012 – Von Geburt bis Tod – 31 Dez 12

Persoenliche Notiz

Heute ist der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres 2012. Es war ein Jahr voller Ereignisse und ich glaube, wir hatten in diesem Jahr jede einzelne Emotion, die nur möglich ist. Offensichtlich ging es in dem Jahr ganz viel um Apra und die Freude, sie wachsen zu sehen. Außerdem jedoch gab es noch ein paar weitere Ereignisse und Emotionen, die es wert sind, erwähnt zu werden!

Januar

Das Jahr began in freudiger Erwartung von Apras Ankunft auf der Erde. Nach mehreren Arztbesuchen und etwas Wartezeit im Krankenhaus, war sie endlich da! Am 9. Januar 2012 kam unser kleiner Engel auf die Welt. Natürlich verbrachten wir den Rest des Monats um sie herum, redeten mit ihr, badeten sie, spielten mit ihren kleinen Fingern und gewöhnten uns an einen ganz neuen Alltag mit Baby. Ihr deutscher Großvater kam uns besuchen und schloss sich uns in unserer Liebe zu diesem kleinen Wesen an. Wir hatten keine anderen Besucher hier – Zeit für uns und unser Baby.

Februar

Im Februar begann der Ayurveda Yoga Urlaub und Teilnehmer kamen, um sich zu entspannen, ihre Körper zu entfigten und täglich Yoga zu machen. Ganz spontan beschlsosen wir auch, die Bauarbeiten an unserem Gebäude weiterzuführen. Wir hatten bereits das Dach auf unserem zweiten Stock und machten diesen nun zu einer richtigen Yogahalle, indem wir einfach die Mauern auf den vier Seiten dazu bauten und dabei Platz für Fenster ließen. Dann hatten wir eine riesige Halle, um darin Yoga zu machen.

März

Der März war ein Monat, in dem wir ein paar Lektionen in Geschäftsführung erhielten. Wir wurden enttäuscht, beschlossen aber, daraus zu lernen, das Beste daraus zu machen und weiterzumachen. Holi feierten wir nicht sehr groß, weil wir wussten, dass wir bald Gäste haben würden und mit ihnen feiern würden – Michael und Andrea, Thomas und Iris und auch Jochen und Renate kamen Ende März. Natürlich bewunderten sie, wie groß Apra bereits geworden war!

April

Am 2. April 2012 hatten wir eine ganz große Feier zur Geburt unserer Tochter. Wir hatten jede Menge Spaß und noch Tage später fragten uns Leute, die einfach so vorbeiliefen, wer in unserem Haus geheiratet hatte, dass wir so freudig feierten. Yashendu und die Teilnehmer der Himalayareise fuhren los, hatten ihre Abenteuer und kamen wieder zurück. Am Ende des Monats flog Yashendu selbst nach Deutschland, während wir hier blieben und aufgeregt beobachteten, wie Apra anfing, ihren Kopf zu haben und sich selbst im Liegen nach vorne zu drücken.

Mai

Im Mai feierten wir, dass die ersten vier Kinder die fünfte Klasse unserer Schule erfolgreich beendet hatten. Das Schuljahr war vorbei und die Schulferien begannen, was uns Zeit gab, etwas zu beginnen, was wir schon seit langer Zeit machen wollten: wir renovierten die Schule.

Juni

In der vollen Sommerhitze brachen die Arbeiter Löcher für Fenster in die Wände, brachten neue Licher an, bauten neue Fenster ein, verlegten Steinplatten und bemalten Schulwände. Sie arbeiteten hart daran, es fertig zu bekommen und zum Schluss waren wir stolz auf unsere helle und farbenfrohe Schule!

Juli

Die Kinder freuten sich auch über das neue Aussehen ihrer Schule, als sie im Juli wieder zum Unterricht kamen. Yashendu kam gerade rechtzeitig zu Apras sechsmonatigem Geburtstag wieder, an dem sie zum ersten Mal Milchreis aß – obwohl sie bereits alles andere aß. Trotz des Monsunregens hatten wir einige Gäste und verbrachten mit ihnen einen guten Sommer.

August

Im August hatten wir einige freiwilligen Helfer hier, die uns mit der Internetseite halfen, aber außerdem waren keine weiteren Gäste im Ashram und wir hatten etwas friedvolle Zeit in der Familie. Apra übte, alleine zu stehen und fing sogar an zu sprechen!

September

Fast das ganze Jahr hindurch hatten wir an deme in oder anderen Ort gebaut, aber wir waren bei weitem noch nicht fertig! Wir hatten bereits viele Buchungen für den Ayurveda Yoga Urlaub im Oktober und im November und brauchten mehr Platz, um all diesen Teilnehmern Massagen zu geben! Also bauten wir zwei Zimmer des Höhlen-Gebäudes um und machten daraus schöne Massageräume! Da wir sowieso gerade wieder Löcher für Fenster in Wände brachen, machten wir auch gleich noch zwei unserer Gästezimmer heller! Am Ende des Monats waren wir bereit für unsere Gäste!

Oktober

Und da kamen sie! Wir hatten jede Menge Leute und es war eine sehr gute Gruppe. Wir feierten Geburtstage, wir lachten und witzelten, wir machten Bilder, spielten mit den Kindern und hatten eine tolle Zeit, während der sich viele neue Freundschaften entwickelten.

November

Mit all den Leuten im Ashram merkten wir wieder einmal, wie kleine unsere Küche für all die Kinder und dazu noch unsere Gäste war! Da wir sowieso in Kontakt mit den Bauarbeitern waren, war es ein Kleines, ihnen den Auftrag für ein großes Projekt zu geben: das Zimmer der Jungen und die Küche würden Plätze tauschen! Dafür mussten wir beide Zimmer renovieren – und bekamen die neue Küche gerade noch rechtzeitig für Diwali fertig! Und nach Diwali für eine weitere große Gruppe im Ashram – wir waren ziemlich beschäftigt!

Dezember

Während wir jedoch mitten in einem neuen Projekt steckten – weitere Bauarbeiten, wie ihr euch vorstellen könnt – wir wurden von einem Schicksalsschlag getroffen. Am 10. Dezember 2012 starb Ammaji. Über diesen Monat gibt es nicht mehr viel zu sagen, da sich nach ihrem Tod alles nur um sie dreht.

Wir begannen dieses Jahr mit der Geburt eines neuen Lebens und beenden es mit dem Tod eines anderen geliebten Menschen. Dieses Jahr zeigt den Kreis des Lebens und obwohl es endlos traurig ist, dass unsere Mutter nicht mehr ist, gibt es doch noch dieses kleine Wesen, das einen zum Lachen und zum Lächeln bringt. Das Leben geht weiter und das Leben ist gut. Lasst uns 2013 mit dieser Einstellung der Hoffnung und Positivität beginnen.

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