Gestern habe ich erwähnt, dass es dich höchstwahrscheinlich unglücklich macht, wenn du dein Leben andauernd mit dem Leben anderer vergleichst. Wie üblich, bist du derjenige, der sich selbst unglücklich macht und es gibt noch viele weitere Wege, wie du das schaffen kannst. Ein weiteres Beispiel ist stetige Kritik. Wenn du die Kunst übst, jeden und alles um dich herum zu kritisieren, wirst du es ziemlich sicher schaffen, unglücklich zu sein.
Stetige Kritik bedeutet, dass du etwas siehst und das allererste, was aus deinem Mund kommt ist kein Lob für das, was du siehst, sondern einfach nur Kritik. Du triffst jemanden und obwohl du den anderen vielleicht sogar magst, notierst du dir mental all die Punkte, die du an ihm kritisieren könntest. Selbst, wenn du etwas gutheißt, zum Beispiel ein Gericht, das dein Partner gekocht hat, sagst du nicht ‚Wunderbar, einfach nur perfekt!‘, sondern stattdessen etwas wie ‚Ja, das ist recht gut, aber mit Zimt wäre es noch besser gewesen!‘ oder ‚Super, aber findest du nicht, dass es zu salzig ist?‘
Das Schlimmste daran ist, dass dich das zu einer negativen Person macht. Kritik wird zur Gewohnheit, dein ständiger Begleiter und macht es dir unmöglich, die guten Dinge im Leben wirklich zu genießen. Du siehst etwas schönes und könntest es wirklich genießen, doch stattdessen untersuchst du es auf Fehler und versuchst, etwas zu finden, das du kritisieren könntest. Auf lange Sicht gesehen, ist es dir dadurch unmöglich, irgendetwas zu genießen, weil du dich so sehr auf das Negative konzentrierst, dass es einfach nur unmöglich ist, etwas Positives zu sehen.
Sobald du diese fortgeschrittene Stellung des Kritik-Übenden erreicht hast, wirst du bald merken, wie Menschen in deiner Umgebung es schwierig finden, um dich herum zu sein. Es macht einfach keinen Spaß! Was auch immer sie dir zeigen wird kritisiert. Was auch immer sie dir sagen wird kritisiert. Nie kommt aus deinem Mund ein gutes Wort ohne zumindest eine kleine Spitze Kritik! Wer würde da schon längere Zeit mit dir verbringen?
Wenn du dich selbst unglücklich machen willst, kommst du deinem Ziel nun wirklich nahe. Du hast den Punkt erreicht, an dem die Dinge nun schon fast von alleine passieren – die Leute haben keine Freude daran, mit dir Zeit zu verbringen, also tun sie das auch nicht mehr. Du vereinsamst immer mehr und sehnst dich nach Gesellschaft, weißt aber, dass du daran dann auch keine Freude hast, weil niemand perfekt ist und niemand deiner Kritik entkommen kann. Natürlich macht das unglücklich und körperliche und geistige Probleme folgen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, wirklich unglücklich zu sein!
Solltest du stattdessen vorziehen, glücklich zu sein, würde ich vorschlagen, dass du deine Zunge im Zaum hälst, bevor du zu viel Kritik äußerst. Wenn dich jemand nach deiner ehrlichen Meinung fragt, frage dich selbst, bevor du antwortest: was sind die positiven Dinge, die du sagen könntest? Sind die negativen Dinge, die du sagen willst, wirklich das, was du denkst oder hast du zwanghaft nach ihnen suchen müssen? Bleibe positive und halte deine Kritik bei einem Minimum – dann erhöhen sich deine Chancen auf deinem Weg zum Glück!
Related posts
Wie man endlich seine Negativität loswird – 19 Sep 16
Negativität – eine weitere schlechte Angewohnheit von Kontrollfreaks! – 18 Sep 16
Was tut man, wenn man in der Nähe einer negativen Person sein muss – 4 Nov 15
Vermeide negative Menschen, wo auch immer du kannst – 3 Nov 15
Wenn immer alles falsch ist, muss man Zufriedenheit in sich suchen – 2 Nov 15
Deine Umgebung und du – kein Spiegel, sondern beidseitiger Einfluss – 12 Okt 15
Ist das gerade die ‘schlimmste Zeit deines Lebens’? Beende sie selbst! – 9 Sep 15
Wenn dich ein Kommentar überrascht, weil er so voller Hass ist – 15 Jan 15
Das Konzentrieren auf Negativität hilft, positiv zu bleiben? Das glaube ich nicht! – 24 Jul 14
