Ich habe gestern kurz einen Trick erwähnt, wie man positiver sein und bleiben kann. Man kann jeden Tag. bevor man ins Bett geht, fünf Dinge aufschreiben, die einen zum Lächeln bringen. In meinem Vortrag erzählte mir eine Frau dass die den gleichen Tipp schon kannte, nur damit, dass man alle negativen Dinge des Tages aufschreiben sollte. Die Frau fragte, ob ich das auch für eine gute Idee hielt.
Ich stimmte dem nicht zu. Es gibt unzählbare Wege, Techniken und Methoden, die Leute anderen dafür empfehlen, glücklich zu sein und ich streite nicht ab, dass viele davon auch funktionieren. Trotzdem werde ich weiterhin das Aufnotieren von positiven Dingen bewerben, nicht von negativen. Ich sage euch warum.
Der grundlegende Gedanke dahinter, dass man die negativen Erlebnisse des Tages aufschreibt, ist, sie anzusehen und sie dann hinter sich zu lassen. Das Thema jedoch, über das ich reden sollte, war, positiv zu sein und zu bleiben. Indem man sich die negativen Erfahrungen wieder ins Gedächtnis ruft, macht man genau das Gegenteil von dem, was man machen sollte: man konzentriert sich auf das Negative. Man durchlebt alles nochmal, was am Tag Negatives erlebt hat, sucht praktisch nach den negativen Punkten, die man aufschreiben könnte, auch wenn man sie schon längst vergessen hat. Sobald man das tut, denkt man auch daran, was man falsch gemacht hat, was man anders hätte machen können und so weiter. Noch einmal kommt da das ganze Bedauern, die ganzen schlechten Gefühle. Wie soll dir das helfen, es loszulassen?
Im Gegenteil, ich glaube, dass man so nicht loslassen kann, weil man gegen das Vergessen des Schlechten angeht. Die Zeit ist ein Heiler, einfach nur, weil dein Verstand dich vor deinen schlechten Erfahrungen bewahrt, indem er dich sie langsam vergessen lässt. Wenn du jedoch nach ihnen suchst, findest du sie vielleicht tief drinnen! Wenn du sie noch am gleichen Tag suchst, findest du sie auf jeden Fall. Dann schreibst du sie auch noch auf, so dass du dich auf ewig an all die schlechten Dinge erinnern kannst, die jeden Tag passiert sind! Vergiss nie, welche Worte von anderen dich verletzt haben. Vergiss nie, warum du wütend oder traurig warst!
Glaubst du, dass du damit glücklich wirst? Ich nicht!
Das Gleicht Konzept gilt auch beim Schreiben über Positives. Du musst nach den guten Dingen suchen. Dich erinnern, warum du glücklich warst, warum du gelacht hast, warum du Freude und Liebe gespürt hast. Du erinnerst dich daran. Und dann hast du eine Erinnerungshilfe, wenn du tief unten bist und nicht mehr weißt, warum du lächeln solltest.
Ja, ich bin mir sicher, dass ich ein Befürworter dieser Technik bin. Man kann nicht positiv bleiben, wenn man sich auf all das Negative im Leben konzentriert – man muss sehen, was man im Leben Gutes hat!
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