Auch in Hohen Karriere-Positionen nicht Negativ Denken! – 29 Jan 09

Negativitaet

Eine Frau kam zu einer Heilsitzung und erzählte mir “Ich habe in mir so viel Negativität. Ich sehe alles negativ und bin voller Zweifel. Ich kritisiere oft und zeige anderen die schlechte Seite der Dinge. Ich sehe alle Minuspunkte und Fehler. Ich vertraue den Ideen und Gefühlen anderer nicht und glaube noch nicht mal an meine eigenen Projekte. Vielleicht ist diese Art von Kalkulation vom materiellen Standpunkt gesehen nicht schlecht, weil ich sehr vorsichtig und extra-bewusst bin, bevor ich etwas tue, aber ich spüre oft, dass ich den Spaß und die Leichtigkeit des Lebens vermisse. Ich denke, ich verpasse die Freude, die von Dingen kommen könnte, die ich nicht gemacht habe, weil ich vorsichtig und negativ war. Ich erkenne das manchmal selber und überlege, warum ich nicht die positive Seite sehen kann. Meine Arbeit besteht auch hauptsächlich daraus, die Fehler anderer zu finden und zu korrigieren. Ich kenne diese Redewendung von dem Glas, das halb voll oder halb leer ist und ich weiß, dass mein Glas immer eher leer ist. Mein Verstand weiß das, aber irgendwie bin ich auch in diesem System.“

Ich weiß, dass hier irgendwie ein System ist, in dem Menschen negativ sind. Viele Menschen sind wie Aufsichtspersonen, sie müssen in allem, was vor sich geht, einen Fehler finden. Sie wollen Perfektion erreichen, also müssen sie die Fehler finden. Und man wird sehen, wenn jemand in seiner Karriere eine höhere Position erreicht, erhöht sich auch die Negativität. Irgendwie ist dieses Misstrauen Teil der grundlegenden Erziehung in dieser Gesellschaft geworden. Ich erinnere mich an einen Witz, der in Indien über Politiker erzählt wird und den ich manchmal in der Erziehung hier finde:

Ein Politiker steht auf dem Boden und neben ihm auf einer Mauer steht sein Sohn. Er sagt zu seinem Sohn „Komm, spring runter!” Aber der Junge hat Angst davor, von so hoch nach unten zu springen. Der Vater sagt nochmal „Nun komm schon, ich bin hier, spring einfach runter.“ Und nach einigem hin und her sagte der Junge schließlich “Okay, ich springe.” Und in dem Moment, in dem der Junge abspringt, macht der Vater einen Schritt zur Seite. Der Junge fällt und tut sich weh, aber der Vater sagt: “Das ist die erste Lektion: Vertraue niemandem, nicht einmal deinem Vater.“

Ich habe diesen Witz erzählt und dann der Frau gesagt, dass es das wichtigste ist, das Vertrauen ins Leben, in Gott, in Positivität und in die Hoffnung wieder aufzubauen und sich daran zu erinnern, wenn du dich auf Negativität konzentrierst und dem Energie gibst, wirst du Negativität anziehen. Du solltest dich auf Positivität konzentrieren und dem Energie geben, dann wirst du definitiv Positives für dein Leben anziehen. Ich weiß, es ist sehr schwer, dieses Vertrauen wieder aufzubauen, besonders, wenn man hier augewachsen ist und das ganze Umfeld so ist. Aber es gibt keinen anderen Weg, um Positivität zu erreichen und glücklich zu sein. Andernfalls wirst du immer die Anspannung und den Stress negative Gedanken haben und kannst das Leben nie genießen. Sei positiv.

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