Mit all den Dingen, die in unserer Schule geschehen sind, mit den Problemen, einen Schulplatz für unsere großen Kinder zu finden und mit all den neuen Schuleinschreibungen habe ich zur Zeit viel über wohltätige Arbeit nachgedacht – und würde diese Gedanken gerne mit euch teilen.
Wir arbeiten wirklich viel und wir arbeiten hart daran, nicht nur unsere wohltätige Schule zu managen, sondern auch unser Geschäft, das die Grundlage für die Unterstützung unserer wohltätigen Arbeit darstellt. Wir lieben diese Arbeit, besonders, weil sie beiden hilft: den Menschen, die für Yoga- und Ayurveda-Retreats zu uns kommen und auch die Kinder, die an unserer Schule kostenlos lernen. Es ist eine dankbare Aufgabe, sagen wir – aber was heißt das denn eigentlich?
Wahrscheinlich meint ihr, dass wohltätige Arbeit zu den dankbaren Aufgaben zählt, weil einem so viele für die Arbeit, die man macht, danken. In unserem Fall wären das die Kinder, die bi uns lernen und am allermeisten natürlich deren Eltern.
Für viele Leute im wohltätigen Bereich mag es wahr sein, dass sie von den Menschen, denen sie helfen, viel Dankbarkeit erfahren und sogar noch mehr von Außerhalb. Die Absicht vieler Leute, wenn sie wohltätige Arbeit leisten, ist nicht notwendigerweise nur, anderen zu helfen, sondern auch, sich selbst ein gutes Gefühl zu geben. Von innen, so dass sie für sich selbst das Gefühl haben, gute Menschen zu sein, weil sie etwas für andere getan haben. Oder von außen, weil Freunde und völlig Fremde sie für ihre Menschenliebe bewundern. Natürlich sollte Letzteres idealerweise nicht deine Motivation sein – aber wenn es dir hilft, Gutes zu tun, bin ich der Letzte, der sich darüber beschwert.
Ihr werdet jedoch nicht glauben, wie oft wir einander ungläubig ansehen, wenn wir wieder einmal merken, wie wenig dieser ‚Anerkennung und Dankbarkeit‘ wir manchmal bekommen.
Offensichtlich nicht genug für reiche Schulbesitzer, so dass sie unserem Beispiel nicht auf kleinem Level folgen können und unsere Kinder für uns erschwinglich an ihrer Schule lernen lassen können! Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das uns nicht verletzt und enttäuscht hat.
Aber nein, Anerkennung von außen ist nichts, was mir abgeht. Es ist genug für mich, dass wir viele wunderbare Spender und Unterstützer haben und wo wir aufgrund finanzieller Einschränkungen nicht mehr in der Lage sein werden zu helfen, werden wir andere Wege der Unterstützung finden! Es ist oft einfach nur überraschend, den Familien, denen wir helfen, zuzuhören.
Es wäre unfair, alle über einen Kamm zu scheren, aber wenn ich nur einmal verallgemeinern darf, sehen wir, dass diese Familien mehr wollen. Sie danken uns nicht dafür, dass wir ihre zwei jüngsten Kinder in unserer Schule unterrichten, sondern beklagen sich, dass wir für die älteren beiden keinen Platz haben! Besonders bei Ramona und Purnendus Besuchen bei den Kindern daheim werden die beiden zur Zeit von Familien umringt, deren Kinder auf der Warteliste stehen oder die einen Tag zu spät gekommen sind, um ihre Kinder an unserer Schule anzumelden.
Wir haben bestimmte Grenzen und müssen sein sagen, wenn unsere Klassen voll sind. Es wird immer Grenzen geben und so werden wir vielleicht nie Eltern sehen, die uns einfach nur völlig danken, ohne nach mehr zu fragen!
Gerade deshalb jedoch ist unsere Arbeit für uns nicht von außerhalb, sondern von innen so gewinnbringen! Wir bekommen vielleicht keine Danksagungen von den meisten Eltern, aber es zeigt, dass das, was wir tun, benötigt wird. Es ist so viel wert, dass die Menschen noch mehr davon benötigen. Egal, wie klein unser Projekt sein mag, wir tun etwas. Für diejenigen, die sonst nichts lernen würden. Die Analphabeten bleiben würden. Für eine Zukunft, in der sie mehr tun können als ihre Eltern, in der sie ihre Familien gut ernähren können und keine Angst haben müssen, nicht genug zu essen zu haben. Es ist unser Beitrag und es ist wahr: auch nur das Lächeln eines Kindes ist für uns eine Belohnung!
Related posts
Als mein Vater lebte… und doch nicht meiner war
Meine Beziehung zu meinem Vater
Neues Kapitel im Leben, Herausforderungen und Lektionen
Sexuell missbrauchte elfjährige Schwester und mein Schuldgefühl, dass ich sie nicht retten konnte!
Ich wurde von meiner Familie in Indien in den Rücken gestochen
Herausforderungen mit überwältigender Resonanz auf Ammaji’s Restaurant – 1 Mai 16
Mein Tag als Kellner – 24 Apr 16
Ramonas erster Geburtstag als Restaurant-Besitzerin – 20 Mär 16

