Letzte Woche habe ich euch erzählt, wie meine Freunde und ehemaligen Anhänger mit der Zeit von den Veränderungen meines Denkens und meiner Philosophie erfuhren. Ich war kein Guru mehr und 2005 waren sich die meisten Leute in meiner Umgebung dessen bewusst, zumindest teilweise. Natürlich merkte auch meine Familie, was los war – und ich wollte meine Gefühle mit ihnen teilen! Ich war mir jedoch nicht sicher, was sie sagen würden, besonders mein Vater, der sein ganzes Leben als Guru verbracht hatte.
Meine Übergangsphase vom sehr religiösen Guru zur unreligiösen, normalen Person, die ich heute bin, dauerte eine geraume Zeit. Das ist normal – ich hatte dreißig Jahre meines Lebens der Religion und dem Guru-Leben gewidmet! Die Veränderung kam nicht von einem Tag auf den anderen, aber da gab es einen Punkt im Jahr 2005, als ich zurückblickte und erkannte, wie sehr ich mich bereits verändert hatte und dass die Veränderungen immer noch vor sich gingen! Da waren so viele Gefühle und Erfahrungen – und ich wollte meiner Familie davon erzählen!
Ich hatte schon in sehr jungem Alter begonnen, mit meinem Vater zu reisen. Bereits, als ich sehr klein war, kam ich mit zu seinen Programmen und im Alter von neun Jahren, teilte ich die Bühne mit ihm, durfte Mantras rezitieren und zu seinem Programm beitragen. Er brachte mir alles bei, gab mir Raum für meine eigenen Interpretationen, ermutigte mich dazu, neue Wege zu gehen und meine eigenen Ideen zu verwenden, als ich den uralten Inhalt der religiösen Schriften vortrug. Er war nicht nur ein Guru für Tausende Menschen, sondern auch mein persönlicher Guru, derjenige, von dem ich alles lernte.
Als ich dreizehn Jahre alt war, begann ich, meine eigenen Vorträge zu geben und fing bereits als Teenager an, selbst zu reisen. Ich wurde schnell bekannter und ich war mir immer bewusst, dass dieser Erfolg auf dem beruhte, was mein Vater mir beigebracht hatte. Was würde er sagen, wenn ich ihm erklärte, ich würde das alles hinter mir lassen? Dass ich mich nicht nur davon entfernte, sondern, dass ich bereits eine gute Strecke zwischen dieses vergangene Guru-Leben und mich selbst gebracht hatte?
Nachdem ich 2000 aus der Höhle gekommen war, verbrachte ich viel Zeit im Ausland und obwohl sie deshalb mein Alltagsleben nicht allzu oft mitbekamen, hatten meine Familienmitglieder definitiv einige der Veränderungen bereits gespürt und gesehen. Sie wussten, dass ich meine tägliche Feuerzeremonie nicht mehr machte, seit ich mir das Bein gebrochen hatte. Sie wussten auch, dass ich in Indien keine Programme mehr gab. Sie wussten, dass ich kaum mit den Anhängern in Kontakt stand, die vor und sogar während meiner Zeit in der Höhle oft bei uns zu Besuch gewesen waren.
In unserer Familie waren wir immer sehr offen miteinander und deshalb machte ich mir keine Sorgen – trotzdem, ich wusste nicht genau, was mein Vater sagen würde. Wäre er enttäuscht? Würde er mich verstehen? Welche Gefühle würden diese Veränderungen in ihm hervorbringen?
Nächste Woche werde ich euch von unserem Gespräch erzählen.
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