Seit einiger Zeit suche ich nun schon nach jemanden, der mir oder uns bei unserer Computer-Arbeit helfen kann. Zusammensammeln, organisieren, aussortieren und Dokumente finalisieren ist etwas, für das wir, an unserem normalen Tag leider kaum Zeit finden. Heute habe ich endlich jemanden gefunden, der helfen kann!
Ich schreibe über den Tag hinweg immer recht viele Gedanken auf. Natürlich ist da mein täglicher Blog, den ich jeden Tag mit voller Disziplin schreibe. Während ich meine Gedanken jedoch für diese Einträge sortiere, gibt es zwischendurch auch Gedanken ohne Zusammenhänge, die ich meistens auf sozialen Netzwerken aufschreibe. Diese bewahre ich auch separat in Dokumenten auf. Wenn mein Computer ein echter Tisch wäre und diese Dokumente echte Papiere, hätte ich Papiere in Stapeln auf meinem Tisch rumliegen und überall herumfliegen! Deshalb suche ich nach jemandem, der mich unterstützen kann.
Am letzten Wochenende, als so viele Atheisten in unserem Ashram zusammenkamen, meinten mehrere Freunde es wäre toll, meine Gedanken in Buchform zu haben, so dass sie dieses Buch an Leute weiterreichen könnten, die kein Internet haben oder nicht mit mir in Verbindung stehen. Auch daran hatte ich schon einmal gedacht, doch mit all dem, was um uns herum so vor sich ging, mit so vielen Projekten und Ideen in so vielen Bereichen unserer Arbeit konnten wir uns nie wirklich darauf konzentrieren! Eine weitere Aufgabe, die erledigt gehört und für die wir Hilfe bräuchten!
Vor ein paar Wochen hatte ich auf Facebook sogar angekündigt, dass wir für diese Arbeit eine Stelle frei haben! Das sprach sich herum und wir bekamen auch einige Lebensläufe zugeschickt. Ramona und ich sahen sie durch und uns gefiel einer insbesondere. Es wurden Eigenschaften erwähnt, die wir in jemandem schätzen und Erfahrungen, die uns zeigten, dass diese Person unsere Arbeit würde machen können.
Mit der Hilfe des Internets im Allgemeinen und Facebook im Einzelnen, kann man heutzutage ziemlich viel über die Menschen herausfinden, die einem schreiben. So habe ich nachgesehen, wer dieser Bewerber war und fand heraus, dass er an Gott und Religion glaubte. Konnte ich wirklich mit ihm arbeiten?
Versteht mich nicht falsch – wir haben im Ashram gläubige Mitarbeiter, die hier kochen, gärtnern oder saubermachen. Sobald jemand jedoch an meinen Gedanken arbeitet, sie aussortiert und sie zur Veröffentlichung vorbereitet, ist das eine andere Stufe! In dem Fall glaube ich, brauche ich eine Person, die in die gleiche Richtung denkt wie ich! Wenn eine Person an meinen Worten arbeitet, jedoch ganz andere Gedanken hat als ich, entgegengesetzt sogar, kann er meine Worte auch nicht richtig darstellen! Nein, so haben wir die Idee, unsere Arbeit dieser Person anzuvertrauen, wieder aufgegeben.
Am vergangenen Wochenende waren hier nur zwei oder drei Menschen, die ich auf Facebook noch nicht kennen gelernt hatte. Wir wurden bei diesem Treffen Freunde und kamen erst hinterher auf Facebook in Verbindung. Einer dieser Männer war Amit.
Wir hatten damals ein kurzes Gespräch und er erzählte mir, dass er in der Nähe lebte und arbeitete und gerne kommen würde, wenn ich etwas mehr Zeit zum Reden hätte. Ich hieß ihn willkommen – und gestern kam er an. Nachdem wir über verschiedene Dinge gesprochen und herausgefunden hatten, dass unsere Ideen in vielen Bereichen übereinstimmten, sagte ich ihm, er solle für mich auch nach jemandem Ausschau halten, der mir helfen könnte. Ich erklärte ihm die Arbeit und erzählte auch von der Person, die wir schließlich nicht eingestellt hatten.
Ohne auch nur eine Minute lang nachzudenken sagte er, er würde gerne unsere Arbeit machen. Er arbeitete gerade in einer großen Firma und wollte nicht mehr mit seinen Idealen Kompromisse eingehen, nur um eine Arbeit zu haben, um Geld zu verdienen. Es erfüllte ihn nicht. Er wollte mehr intellektuelle Arbeit machen, lesen, schreiben, lernen und etwas Wertvolleres machen.
Und so kommt es, dass Amit nun in unserem Ashram vor einem Computer sitzt, meine Texte liest und sie aussortiert. Ein sofortiges Arbeitsangebot, angenommen und bereit zur Arbeit! Ich freue mich darauf, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der ähnlich denkt und in die Sammlung meiner Gedanken einzutauchen!
Update am 31. August 2015:
Liebe Freunde,
Ich habe nie schlecht über jemanden geschrieben (falsche Gottes-Männer und Politiker ausgenommen) und habe nie Namen erwähnt, wenn ich eine negative Situation erklärte. Das hier wird also das erste Mal sein und ich bedaure, es tun zu müssen.
Ich möchte euch bitten, mit der Person Amit Ranjan vorsichtig zu sein und, wenn ihr meinen Worten vertraut, euch von ihm fern zu halten. Glaubt nicht, was er über mich oder meine Familie schreibt. Er will uns absichtlich schaden und verbreitet mit dieser Absicht Lügen. Er war einen Monat lang hier, weil ich ihm vertraut habe, doch er hat meine Freundschaft und Liebe missbraucht.
Es war eine Abmachung, dass er gegen Unterkunft und Verpflegung hier arbeiten konnte. Um es kurz zu halten und um Lügen keinen Raum zu halten, möchte ich sagen, dass nur einige Stunden in die genannte Arbeit des Copy-Pastings investiert wurden. Den Rest der Zeit nutzte er die Annehmlichkeiten, die wir anboten – einschließlich der Klimaanlage, des Laptops und der Internetverbindung.
Ich weiß nicht, warum er uns schaden will und was seine Absicht dabei ist. Wir stimmten mit seinen extremen Ansichten nicht wirklich überein und ich warnte ihn, dass der Ausdruck dieser uns schadete, doch er machte weiter.
Wir respektieren jeden, egal welche Ansichten er hat, solange er sie für sich behält und in Frieden mit uns und denen um uns herum lebt. Er jedoch hatte damit ein Problem und so baten wir ihn zu gehen. Nun jedoch ist er ganz offensichtlich aufgebracht und schreibt in seinem Ärger diese Dinge und nennt in seinen Beleidigungen und Lügen auch Freunde aus der ganzen Welt. Er behauptet sogar, ich hätte gewollt, dass er ein Buch für mich schreibt. Oben könnt ihr lesen, dass dies absolut nicht das war, was ich vorhatte. Ich brauche keinen Ghostwriter – nur jemanden, der organisiert, was ich bereits aufgeschrieben habe.
Es gibt viele Menschen, die viele Dinge über mich und meine Familie sagen, die nicht wahr sind. Das Problem ist immer ein Meinungsunterschied. Meine Freunde kennen mich und uns sowieso. Ich will nichts erklären – ihr kennt die Wahrheit selbst.
Ich wollte euch das nur wissen lassen, so dass ihr euch nicht daran stört, wenn ihr Lügen lest von jemandem, den ihr für meinen Freund gehalten habt. Seid vorsichtig – in seinem Frust sagt dieser Mann Dinge, um dich nieder zu machen und beschimpft dich, ohne davor zurück zu schrecken, deine Nettigkeit auszunutzen. Wir merkten das, als wir schließlich sein Taxi nach Delhi zahlten – wofür er ganz einfach auch einen Bus hätte nehmen können. Doch wir haben seine Ausgaben schließlich schon einen Monat lang gezahlt und so zuckten wir dir Schultern und zahlten auch das…
Schließlich möchte ich mich also für meinen Fehler, jemandem zu leicht zu vertrauen, entschuldigen. Ich wird in Zukunft darauf Acht geben – doch hier, in unserem Ashram ist zu jeder Zeit jeder willkommen. Und in meinem Herzen schließlich auch.
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