Radhashtami 2001 – Gefühl der Einsamkeit inmitten von Menschen – 17 Apr 11

You are currently viewing Radhashtami 2001 – Gefühl der Einsamkeit inmitten von Menschen – 17 Apr 11

In der dritten Augustwoche freute ich mich, wieder zurück in Vrindavan zu sein. Wie erwähnt, hatte ich Krishnas Geburtstag im Hindu Tempel in Thailand gefeiert, war aber rechtzeitig für Radhas Geburtstag zurück in Vrindavan. Radhashtami ist in Vrindavan, der Stadt, in der Radha und Krishna einander getroffen haben, sowieso ein besonderer Feiertag. Und Radhashtami ist auch der Geburtstag von Swami Haridas, einem großartigen Musiker, Dichter und spirituellen Mann, der im 16. Jahrhundert gelebt hat.

Radhashtami war also schon in meiner Kindheit immer ein besonderer Tag und das nicht nur wegen den Feiern in unserer Stadt, sondern, weil es auch ein besonderer Tag für meine Familie war, da es auch der Geburtstag meines Großvaters Sri Bindu Ji ist. Seit mein Großvater am 1.Dezember 1964 seinen Körper verlassen hat, hat mein Vater jeden Tag seinen Geburtstag gefeiert. Wir sind also damit aufgewachsen, dass dieser Tag eine der größten Feiern des Jahres war und die Monate davor waren immer mit den Vorbereitungen erfüllt.

Wir gaben schon Monate zuvor den Auftrag, große Poster, Plakate und Einladungskarten zu drucken. Ich erinnere mich daran, wie ich als Teenager mit meinen Brüdern und Freunden in Vrindavan durch die ganze Stadt gegangen bin, um überall Plakate aufzuhängen. Wir fuhren auf unseren Fahrrädern und ich erinnere mich sogar daran, dass ich einmal eine Riksha gefahren bin, vollgeladen mit Plakaten und Kleber. Es war unsere Ausrede, bis spät draußen zu bleiben und wir waren stolz auf unsere Arbeit. Ich erinnere mich auch daran, wie wir mit Freunden zusammen saßen und per Hand die Adressen auf Einladungskarten geschrieben haben, die wir dann zu spirituellen Menschen in der ganzen Stadt schickten.

Unter unseren Gästen befanden sich große Gurus und bekannte spirituelle Persönlichkeiten, die stolz waren, zu diesem Anlass eingeladen worden zu sein. Sie kamen, um meinen Großvater zu ehren und natürlich freuten sie ich auch, dass sie in dieser festlichen Zeit nach Vrindavan kommen konnten. Sie kamen gerne und wir luden sie gerne ein. Diese Art von Feier ist wie eine Konferenz. Die wichtigsten eingeladenen Gäste bekommen jeder ein paar Minuten auf der Bühne, um dort zu sprechen und so gibt es täglich fünf oder sechs Stunden Programm. Nach all unserer Werbung waren immer viele Menschen da und wir hatten viele Feiern.

Ich hatte diesen besonderen Tag gewählt, um 1997 in die Höhle zu gehen. Bei den darauffolgenden drei Radhashtami Feiern war ich in der Höhle und nachdem ich am 24. Dezember 2000 aus der Höhle gekommen war, sollte dieses Radhashtami der erste Jahrestag des Betretens der Höhle sein, an dem ich wirklich in Person teilnehmen würde.

Wir stellten im Garten des Ashrams eine große Bühne auf. Natürlich wollten alle von mir hören, was ich in der Höhle und danach aud meinen Reisen außerhalb Indiens erlebt hatte. Ich hielt also eine Rede auf der Bühne und hatte dann auch offstage weniger förmliche Gespräche mit meinem Anhängern. Sie wollten mehr über meine Vorstellungen für die Zukunft wissen und ob ich weiter reisen würde.

Es war schön, Leute zu treffen, die ich lange nicht gesehen hatte und so hatte ich mich auch schon auf diese Feier gefreut. Während ich in Thailand war, etwas gelangweilt und einsam, dachte ich an Radhashtami und stellte mir vor, wie schön die Feier sein würde und wie viele Leute da sein würden.

Nach der Zeit in der Höhle hatte ich jedoch eine andere Sichtweise auf all die religiösen Zeremonien Rituale und alles darum herum erlangt. Es war, als wäre ich früher in der Mitte all dieser Dinge gestanden und wäre jetzt zur Seite gerückt, um es zu beobachten. Ich war zum Beobachter geworden, während andere dachten, ich wäre noch ein Teil davon. Und von diesem Sichtpunkt aus, erschienen mir die Handlungen vieler dieser hoch geschätzten spirituellen Menschen ein bisschen wie ein Schauspiel. Ich war ein Teil von all diesem gewesen und war es zu dem Zeitpunkt immer noch, doch gleichzeitig fühlte ich mich etwas am Rand dieser Menschen gruppe, als ob meine Zeit in der Höhle diese Verbindung etwas gelockert hätte. Es war, als wäre ich allein in einer Masse von Menschen und jedes Mal, wenn ich dieses Gefühl erkannte, verwirrte es mich. Ich spürte es, doch ich konnte noch nicht ganz analysieren, warum ich dieses Gefühl hatte.

Es war jedoch eine großartige Feier und wir hatten viel Spaß. Ich habe so viele Menschen getroffen,die ich das letzte Mal an genau diesem Tag vor vier Jahren das letzte Mal gesehen hatte, als ich in die Höhle ging.

Related posts

Als mein Vater lebte… und doch nicht meiner war

Als mein Vater lebte… und doch nicht meiner war

Eine Vater-Sohn-Beziehung, die schon zu Lebzeiten gestorben ist Mein Vater ist gestorben. Ich erfuhr es von meinen Nachbarn in Indien ...
Meine Beziehung zu meinem Vater

Meine Beziehung zu meinem Vater

Wenn Vater sagt, dass ich für dich tot bin! Stellen Sie sich meinen Geisteszustand vor, als ich Waise wurde, als ...
Neues Kapitel im Leben, Herausforderungen und Lektionen

Neues Kapitel im Leben, Herausforderungen und Lektionen

Ich gehöre auch zu denen, die Indien vor sieben Jahren verlassen haben. Früher habe ich dort Geschäfte gemacht und Steuern ...
Sexuell missbrauchte elfjährige Schwester und mein Schuldgefühl, dass ich sie nicht retten konnte!

Sexuell missbrauchte elfjährige Schwester und mein Schuldgefühl, dass ich sie nicht retten konnte!

Ich hatte nur eine jüngere Schwester, Para. Sie hat uns vor 17 Jahren für immer verlassen, bei einem Autounfall auf ...
Ich wurde von meiner Familie in Indien in den Rücken gestochen

Ich wurde von meiner Familie in Indien in den Rücken gestochen

Balendu schreibt, warum er aus der Wohltätigkeitsorganisation ausgetreten ist und seine Familie ihn wegen Geld und Eigentum betrogen hat ...
Herausforderungen mit überwältigender Resonanz auf Ammaji’s Restaurant - 1 Mai 16

Herausforderungen mit überwältigender Resonanz auf Ammaji’s Restaurant – 1 Mai 16

Swami Balendu erzählt von Schwierigkeiten, die sie nach ihrer Restaurant-Eröffnung hatten – aufgrund ihres unterwarteten Erfolgs! ...
Mein Tag als Kellner - 24 Apr 16

Mein Tag als Kellner – 24 Apr 16

Swami Balendu erzählt, wie sein Tag aussieht, jetzt, da er und seine Familie in ihrem eigenen Restaurant arbeiten ...
Ramonas erster Geburtstag als Restaurant-Besitzerin - 20 Mär 16

Ramonas erster Geburtstag als Restaurant-Besitzerin – 20 Mär 16

Swami Balendu erzählt von Ramonas Geburtstag und davon, wie sie dieses Jahr ein bisschen anders gefeiert haben – aufgrund ihres ...
Eine Woche im Krankenhaus - 13 Mär 16

Eine Woche im Krankenhaus – 13 Mär 16

Swami Balendu erzählt von seiner vergangenen Woche, die er in Gurgaon verbracht hat, um nahe am Krankenhaus zu sein, wo ...

Leave a Reply