Mein Tag als Kellner – 24 Apr 16

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Es ist wieder einmal Sonntag und Ramona schreibt diese Zeilen, während sie in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant hin und wieder einen Schluck aus einem Glas frischer Limonade nimmt, zwischendurch Bestellungen in den Computer eingibt oder Rechnungen für Gäste ausdruckt, die zum Mittagessen gekommen sind. So arbeiten wir nun – eine große Veränderung in unseren Leben!

Natürlich hat sich auch mein Tag verändert und das eigentlich ziemlich stark, da wir heutzutage in unserem Restaurant ganz anders arbeiten. Es gibt eine Konstante, die ich in meinem Tagesablauf beibehalten habe und das ist meine Yoga-Praxis. Genau wie zuvor stehen Ramona und ich in der Früh auf und machen Yoga. Das ist der beste Start in den Tag und hält uns fit und flexibel. Währenddessen gibt Yashendu unseren Ashram-Gästen normalerweise unseren Ashram-Gästen Yogaunterricht. Purnendu ist der Erste von uns vieren im Restaurant, so dass es in der Früh um acht Uhr dreißig öffnen kann.

Nach unserem Yoga und sobald Apra wach, gewaschen und angezogen ist, treffen wir unsere Hausgäste im Restaurant. So frühstücken zur Zeit alle zusammen dort! Die Teilnehmer unserer Yoga- und Ayurveda-Retreats und auch die unseres Abnehm-Retreats – diese bekommen einen leckeren Früchte-Teller! An Tagen, an denen keine Schule ist, gesellen sich auch unsere Ashram-Kinder zu uns und wir frühstücken.

Ramona nimmt daraufhin ihren Computer mit hinter ins Büro, um dort etwas zu arbeiten und zu sehen, was im Ashram so vor sich geht. Wir drei Brüder kümmern uns derweil um die Gäste im Restaurant und organisieren andere Dinge.

Am Mittag und Nachmittag wechseln Purnendu, Yashendu und wir zwei uns mit unserer Mittagspause ab. Wir hatten nie die Angewohnheit, tagsüber zu schlafen, obwohl das in Indien sehr üblich ist. Ich habe viel Zeit in Europa verbracht und da die meisten Leute dort üblicherweise keinen Mittagsschlaf halten, ist mir das eben nie zur Gewohnheit geworden. Nun jedoch wird es abends spät und so brauchen wir mittags eben einen Mittagsschlaf.

Einer von uns ist jedoch immer im Restaurant, um Gäste willkommen zu heißen. Natürlich haben wir unser Team im Restaurant, doch wir wollen selbst auch dort sein. Gleichzeitig finden die Leute es gut, wenn wir dort sind. Wir heißen Gäste willkommen, wir fragen sie, wie ihnen ihre Mahlzeit schmeckt und wie das Essen war. Das gefällt allen: Feedback geben zu können.

Schließlich sind wir am Abend alle wieder zurück im Restaurant. Und da wird es immer voll! Ein toller Erfolg, den wir nicht erwartet hatten – und natürlich auch jede Menge Arbeit! Ein paar Stunden lang nach unserem eigenen Abendessen sind wir alle sehr mit unseren Gästen beschäftigt. Und ich sage euch: wir lieben es!

Die Abende werden jedoch lang und so fallen wir oft nach Mitternacht ins Bett. Aber: wir lieben unseren neuen Job!

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