Das Radhashtami Programm von 2003 war wirklich ein großer Erfolg und meine deutschen Freunde waren von der großen Anzahl der spirituellen Leute erstaunt, die sich dort einfanden. Unter den Gästen befand sich eine Familie, die ich von meiner Zeit vor der Höhle kannte und die mich angerufen hatten, bevor sie gekommen waren, um mir zu sagen, dass sie mich wieder für Programm einladen wollen. Wir hatten ein Gespräch und wie sie es schon gesagt hatten, haben sie mich eingeladen, nach Hyderabad zu kommen und dort ein neuntägiges Programm zu geben. Wir legten ein Datum fest und sie gingen los, um ein Kommittee zu gründen und sich auf meinen Besuch dort vorzubereiten.
Bald nach dem Radhashtami Programm flog meine deutsche Freundin wieder nach Hause und auch der deutsche Mann verließ den Ashram, um ein bisschen in Indien zu reisen. Er hatte sich die Adresse und das Datum aufgeschrieben, wann ich in Hyderabad sein würde und erwähnte, dass er dorthin kommen würde und mich treffen würde.
Der Ashram kam also wieder zu seinem normalen Rhythmus zurück. Jeden Tag verbrachte ich etwas Zeit am Computer, chattete, beantwortete Emails und verbesserte so mein Englisch ein wenig und blieb mit denen in Kontakt, die ich auf meinen Reisen getroffen hatte.
Ich freute mich, als mein dänischer Freund eines Tages anrief und mir sagte, dass er plante, nach Indien zu kommen. Er hatte jedoch bereits Pläne für eine bestimmte Zeit gemacht und das war genau die Zeit, in der ich auch das Programm in Hyderabad hatte. Ich sagte ihm, dass ich zur gleichen Zeit neun Tage Programm in Hyderabad hatte und eigentlich erwartete ich, dass er auf diese Information hin seine Pläne ändern und vielleicht zu einer anderen Zeit kommen würde. Ihm schien das jedoch nichts auszumachen. ‚Ich würde gerne noch eine andere Stadt in Indien sehen‘, war seine Antwort. ‚Und ich könnte mir mal ansehen, was du machst, wenn du dort bist!‘
Ich freute mich natürlich, ihn einzuladen mitzukommen, obwohl ich mich gleichzeitig fragte, wie es ihm dort wohl gefallen würde. Und so kam er zuerst einmal nach Vrindavan. Ich hatte es organisiert, dass meine Band und meine Gruppe verschiedener Leute Hyderabad rechtzeitig erreichen sollten und mein dänischer Freund und ich setzten uns auch Ende September in ein Flugzeug und flogen nach Hyderabad.
Als wir in Hyderabad landeten und aus dem Flughafen kamen, wurden wir in großem Stil willkommen geheißen. Da waren in etwa fünfzig Leute zusammengekommen, alle mit Blumengirlanden in der Hand und jeder von ihnen kam zu mir, legte mir die Blumen um und legte sich vor mir auf den Boden. Einer nach dem anderen taten sie dies, während mein dänischer Freund neben mir stand, völlig fasziniert von dem, was da vor sich ging.
Wir wurden dann zu einem Auto gebracht, dass uns zu dem Haus des Gastgebers fuhr, wo wir wohnen würden. Sobald wir etwas Privatsphäre hatten, drehte sich mein dänischer Freund zu mir, sah mich an und fragte ‚Warum waren da 20 Autos, um uns zwei abzuholen? Wir hätten auch in eins gepasst!‘
Ich erklärte ihm, dass so das Leben eines Guru aussah. Ich war eine religiöse Figur mit hohem Status, die Leute hörten sich gerne meine Vorträge an, es gab einfach so viele Menschen, die mich gerne persönlich willkommen heißen wollten.
Mein Freund erzählt diese Geschichte heute noch und ich weiß, er wird dieses Erlebnis am Flughafen nie vergessen.
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