So, wie ich euch bereits von einigen Leuten erzählt habe, die 2007 in Australien für Einzelsitzungen zu mir gekommen waren, möchte ich gerne noch eine weitere erwähnen. Eine, die ich recht interessant war. Wie und warum? Das erzähle ich euch heute.
Diese Frau kam und erzählte mir, dass sie und ihr Freund seit einem Jahr zusammen sind. Alles war in Ordnung. Nein, besser als ‚in Ordnung‘ – alles lief wirklich herrlich. Außer einer Einzelheit: ihrem Sex.
Wenn jemand so beginnt, ist das für mich normalerweise ein Zeichen, dass diese Beziehung ernsthafte Probleme hat. Wenn es im intimen Liebesleben Probleme gibt, in der engsten Zeit, die zwei Menschen miteinander verbringen, kann das ein riesiges Problem sein. Doch als ich von der Wurzel des Problems erfuhr, konnte ich nicht anders als es in diesem Fall nicht wirklich für ein Problem zu halten.
Die Frau erzählte mir, dass ihr Freund nach vier oder fünf Monaten zu ihr sagte, er hätte ihr etwas über seine Vorlieben im Bett zu sagen. Bis dahin hatten sie Zeit gehabt, sich miteinander sehr gut vertraut zu machen, sie hatten miteinander geschlafen – und sie hatte es für ziemlich guten Sex gehalten. Aber er erklärte ihr, langsam und vorsichtig, dass er es auch ein bisschen anders gern mochte. Ein bisschen härter, mit Spielchen und so. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Schwierigkeiten es ihr bereitete, mir davon zu erzählen. Ihr Gesicht war tiefrot und sie versuchte, es so schnell wie möglich herauszubekommen: „Manchmal mag er es, wenn ich ihn, naja, haue und manchmal haut er auch mich gerne!“ Also machten sie praktisch Experimente mit ihrem Vorspiel und Liebesspiel, fesselten einander und hauten auch mal zu.
Zuerst dachte sie, ihr Freund sei etwas pervers, aber trotzdem ließ sie sich auf einige kleine Spiele ein – und Stück für Stück fand sie heraus, dass ihr gefiel, was er da machte! Manches mehr als anderes, aber sie sagte, der Sex sei sogar noch besser geworden! Der Beste, den sie jemals hatte!
Nachdem ich mir all das ganze angehört hatte, fragte ich sie „Was genau siehst du denn daran als Problem?“
Und ich fand heraus, dass sie Schuldgefühle hatte wegen der Art, auf der sie miteinander intim waren. Sie fühlte sich während dem Sex toll – aber danach fühlte sie sich schlecht, weil sie sich fragte, warum sie es genoss, den man, den sie liebte, zu fesseln, ob es sie nicht herabsetzte, wenn es ihr gefiel, dass er sie bei ihrem Liebesspiel herumkommandierte. Sie fügte schnell hinzu, dass sie beide nie wirklich fest zuschlugen und es war ihr wichtig, dass ich wusste, dass sie sich nicht von ihm zum Sex gezwungen fühlte, sondern wirklich auch selbst aktiv war. Aber genau das war das Problem für sie – wie konnte ihr das nur gefallen? War das nicht krank?
Ich sagte ihr, sie solle sich nicht so viele Gedanken machen. Wenn ihr nur spielt und eure Fantasien auslebt, den Körper des jeweils anderen genießt, so sehe ich daran nichts Falsches. Im Gegenteil, eigentlich ist das ein Zeichen einer gesunden Beziehung: wenn du deinem Partner von deinen tiefsten Wünschen und Fantasien erzählen kannst und er mit dir an diesen Ort gehen und sie mit dir genießen kann! Niemandem wird Schaden zugefügt, ihr zwei habt Spaß daran – warum also sollte man sich das mit Schuldgefühlen verderben?
Ich erzählte ihr, dass ich in Europa Erotikläden gesehen hatte, die Sexspielzeug verkauften, mit dem man sich solche Fantasien verwirklichen kann und ich dachte, dass sie diese sicher auch in Australien hatten. Natürlich war das, was sie in ihrem Schlafzimmer machten, das Geheimnis des Paares selbst, aber sie brauchte nicht meinen, dass sie da die einzigen seien.
Ich glaube, dass Menschen in Ländern wie Indien da mehr urteilen würden und es für seltsam halten würden, weil sie von so etwas noch nicht gehört oder gelesen haben.
Ich ermutigte sie dazu, den Sextrieb als natürlich anzusehen und aufzuhören, dagegen anzukämpfen. Sie kuschelten auch und liebten einander manchmal auch einfach nur im Bett ‚traditionell‘, wie sie sagte – also ist da kein Grund zu meinen, sie sei krank oder irgendwie falsch.
Wenn du dein Sexleben genießt und dein Partner auch, sehe ich nicht, warum du dich dafür schlecht fühlen solltest, dass ihr einander glücklich macht.
Sie ging, die Schultern gerade, ein Lächeln im Gesicht und mit viel größerem Selbstvertrauen, als das, was sie mit reingebracht hatte!
Und ich lächelte auch – ist es nicht herrlich, wie viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben es hier auf dieser Welt gibt? Und sie alle finden eines Tages jemanden, den sie lieben können!
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