Ein paar Tage nach unserem Vortrag in Frankfurt im Juni 2003, verließ mein dänischer Freund Mainz wieder und fuhr in seinem Wohnwagen zurück nach Kopenhagen. Ich hatte noch an einigen weiteren Orten Programm. Für mich war es üblich, an Radhashtami daheim zu sein und so flog ich zurück, um Anfang September zu dieser Feier in Vrindavan zu sein.
Im Ashram hießen wir dann auch glücklich zwei Besucher aus Deutschland willkommen. Es war die Frau, die mein erstes Programm in Frankfurt organisiert hatte und der Direktor jenes Yogazentrums. Sie kamen und schlossen sich uns in der Radhashtami Feier an.
Wir hatten an Radhashtami schon immer große Programme gehabt, weil es der Geburtstag meines Großvaters war und wir ihn mit spirituellem Programm und Treffen ehren wollten. In dem Jahr hatten wir den nun verstorbenen Gouverneur unseres Bundesstaates, Vishnukant Shastri und den Innenminister Swami Chinmayananda eingeladen.
Sie und einige weitere bekannte und wichtige spirituelle und religiöse Leute waren zu dem Programm gekommen. Wir hatten eine große Bühne, viel Dekoration und hatten für den Tag viel vorbereitet. Wichtige Leute und Redner waren eingeladen worden und natürlich war es ein öffentliches Programm für jeden anderen, der kommen und zuhören wollte. Der ganze Ashram war voll, die Leute saßen bis vor zum Tor, um uns und diese Leute reden zu hören.
Diese VIPs zum Programm anwesend zu haben bedeutete jedoch auch, jede Menge Sicherheitspersonal hier zu haben. Ich war das gewöhnt, weil ich diese Art von wichtige Leute schon oft in meinen Programmen gehabt hatte, zum Beispiel den nun verstorbenen Präsidenten Giani Zail Singh oder Ministerpräsidenten.
Meine deutschen Freunde waren doch überrascht, als sie die Sicherheitsmaßnahmen sahen. Als sie über ihr Staunen über die Sicherheit hinwegkamen, waren sie noch mehr überrascht, Politiker bei einem spirituellen Programm zu sehen. Ich sagte ihnen, dass das in Indien ganz normal war. Diese Politiker waren selbst spirituelle Menschen. Die Leute in Indien sind im allgemeinen spirituelle, das ist normal. Ein weiterer Punkt ist, dass Politiker immer dorthin gehen, wo viele Leute sind. Sie gehen dahin, wo die Öffentlichkeit zusammenkommt, um mit möglichen Währlern in Kontakt zu sein.
Als das Programm begann, bekam jeder ein bisschen Zeit, um einige Worte zu sagen. Es ist ein bisschen wie eine Konferenz. Es gibt viele Menschen die gerne etwas sagen möchten oder die geehrt werden, in dem sie Zeit zum reden bekommen, also hatten wir einen ungefähren Zeitplan und jeder bekam etwa zehn Minuten für seine eigene kleine Rede. Ich sprach, mein Vater, Swami Chinmayananda, Vishnukant Shastri und viele mehr.
Die Zuhörerschaft liebte es und es war ein schönes und erfolgreiches Programm. Nach den Reden hatten wir eine große Bhandara und jeder, der gekommen war, bekam etwas zu essen. Ihr könnt euch die Atmosphäre vorstellen – es war toll!
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