Vor Kurzem habe ich einen Kommentar auf einen Blogeintrag bekommen, der eigentlich gar nichts mit dem zu tun hatte, was ich geschrieben hatte, sondern mit dem, wer ich bin. Oder mit dem, was diese Person von mir denkt. Und das war sehr deutlich. Hier ist dieser sehr kultivierte Kommentar:
“Du bist pervers, eine verheiratete Person hat kein Recht, sich selbst Swami zu nennen, warum verwendest du ‚siyaram‘ im Namen deiner Internetseite? Es ist irreführend, die meisten deiner Artikel sind über Sex“
Während ich solchen Versuchen, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen, keine unnötige Aufmerksamkeit schenken möchte, musste ich über diesen Lachen und wollte gerne meine Gedanken mit euch teilen.
Lasst uns diesen Kommentar einmal analysieren: warum bin ich in den Augen dieser Person pervers? Ich bin verheiratet und werde Swami genannt, etwas, zu dem ich laut dieser Person kein Recht habe.
Wenn ich also verheiratet wäre und nicht Swami genannt würde, wäre das in Ordnung? Das nehme ich mal an, schließlich wäre ich wohl ein ganz normaler Ehemann, der seinen Blog schreibt.
Wenn ich Swami genannt würde und nicht verheiratet wäre, wäre das auch in Ordnung? Ja – dann würde ich wahrscheinlich genauso leben, wie viele andere Swamis das tun: sie haben Hunderte Freundinnen, schlafen überall mit ihren weiblichen Anhängern und zwingen oder erpressen sogar diejenigen, die freiwillig nicht in ihr Bett kommen. Sie tun all das, haben aber trotzdem Hunderte und Tausende Anhänger, die all das wissen und es einfach so akzeptieren, wie es ist. Sie können also wegen Vergewaltigung angeklagt werden und trotzdem heilige Gurus sein, während ich pervers genannt werde, weil ich eine Frau liebe und sie geheiratet habe? Großartige Logik, das muss man schon sagen!
Ich habe in meinem Blog bereits vor langer Zeit darüber geschrieben, dass ich ein Swami bin und meine Internetseite ‚Jaisiyaram‘ heißt. Ich habe diese Frage auch so schon oft beantwortet. Die Kurzversion ist, dass das Wort ‚Swami‘ einfach nur ‚Besitzer‘ heißt. Ich habe diesen Titel aufgrund meiner persönlichen Vergangenheit und ich glaube, dass ich ihn behalten kann, da ich wirklich mein eigener Herr bin. Niemand sonst – ich bin ich und mein!
Und dann wage ich es noch dazu, über Sex zu schreiben!
Ich glaube, dass ist das größte Problem für diese Person. Ja, ich liebe Sex und ich schreibe liebend gerne darüber. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich eine gewisse Verantwortung habe, darüber mit Kindern und anderen Menschen dieser Gesellschaft zu sprechen, in der Sex ein Tabu-Thema ist. Eine Gesellschaft, in der Swamis überall Sex haben können, es ihnen aber nicht erlaubt ist, offen über Sex zu sprechen.
Ich schreibt jedoch nicht, wie er meint, die meisten meiner Einträge über Sex! Und das ist es auch, womit ich diese Antwort auf den Kommentar beenden möchte: ich glaube, dass der wahre Perversling hier nicht ich bin. Der Perversling ist derjenige, der überall Sex sieht und liest und meint, dass es in den ‚meisten‘ meiner Einträge um Sex geht, während eigentlich nur 60 der insgesamt 2694 Einträge in der Kategorie ‚Sex‘ stehen!
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