Selbst in den nächsten Tagen war der Ashram noch voller Menschen. Viele von ihnen blieben, um in einer kleineren Gruppe oder allein etwas Zeit mit mir verbringen zu können. Ich traf viele alte Freunde wieder, aber auch viele andere Leute, Anhänger und Bekannte. Die meisten Menschen kannte ich auch, aber einige, mit denen ich nicht näher bekannt war, hatte ich einfach aus meinem Gedächtnis gelöscht.
Diese ersten Tage nach dem Verlassen der Höhle waren nicht wirklich leicht und ich musste mich an viele Dinge gewöhnen. In der Höhle war es dunkel gewesen und die sonne blendete mich jedes Mal, wenn ich rausging, so dass ich anfing, eine Sonnenbrille zu tragen. Mehr als drei Jahre lang hatte ich keine Kleidung getragen und mochte das Gefühl nicht mehr, wenn etwas meinen Körper einhüllte. Immer, wenn es nötig war, habe ich also kurze Pausen der Dunkelheit und Nacktheit in meiner Höhle eingelegt.
Ich habe auch meine Ernährung geändert. 12 Jahre vor dem Retreat in der Höhle hatte ich nur Gemüse und Früchte gegessen, keinerlei Getreide. Das ist eine traditionell indische Ernährung und jeder, der so ist, wird ‚Falahari‘ genannt. Während meiner Zeit in der Höhle behielt ich diese Ernährung bei, hörte dann jedoch sogar mir Früchten und Gemüse auf. Das letzte Jahr langa trank ich nur Milch, Buttermilch unr Wasser. Jetzt begann ich aber wieder damit, vollständige Mahlzeiten zu mir zu nehmen.
Viele Menschen wollten mit mir sprechen, aber weil ich es gewohnt war, allein zu sein, vergaß ich manchmal das Gespräch und antwortete nicht. Das alles waren Veränderungen im Äußerlichen. Doch innen, in mir, hatte sich auch sehr viel verändert und ich brauchte Zeit, um genau zu entdecken, wie ich mit den Veränderungen genau umgehen sollte.
Für alle um mich herum war ich immer noch ihr Guru. Mehr als das, nach diesem Retreat war ich einen Schritt höher als zuvor, eine Ikone, wie ein Gott. In mir jedoch hatte ein Prozess stattgefunden, der mich von diesem Weg weg geführt hat. Ich spürte all diese Erwartungen und begann ernsthaft über meine Rolle nachzudenken. Ich fragte mich, ob ich in der Lage war, ihre Erwartungen zu erfüllen. Wollte ich sie überhaupt erfüllen? Würde ich wieder zu dem zurückkehren, was ich zuvor getan hatte? Hatte sich nichts verändert, außer, das ich es jetzt in größerem Stil, mit ein paar Tausend Leuten mehr machen würde?
Ich wusste irgendwo in mir, dass ich das nicht mehr wollte. Es war mir noch nicht ganz klar, was genau mich davon abhielt, so weiterzuleben wie zuvor. Also habe ich den Menschen zugehört, geredet und geantwortet und mich irgendwie gefragt, was ich denn jetzt tun sollte. Ich habe viele Einladungen bekommen, in verschiedenen Teilen des Landes zu predigen, hatte aber keinen Wunsch, irgendwohin zu gehen. Ich hatte auch nichts anderes zu tun. Das Guru-Dasein war auch mein Beruf und ich hatte nichts anderes gelernt. Ich erkannte bereits, dass das jetzt weit von meiner Vorstellung weg lag, wie ich leben wollte, aber ich hatte noch keine Alternative.
Ich habe vielleicht angefangen, mich von der Idee zu entfernen, dass ich ein Guru war, aber ich war trotzdem immer noch eine spirituelle Person. Jeden Morgen, bevor ich Essen oder sogar Wasser berührte, führte ich eine Feuerzeremonie durch. Ich lebte streng nach den Regeln des Hinduismus und machte alle Rituale, Gebete und Verehrungen. Das war ich, aber zudem war ich noch ein Guru. Und diese Rolle schien nun nicht mehr zu mir zu passen.
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