Heute, an diesem Sonntag, sind wir nur drei Tage vom Beginn des neuen Schuljahrs entfernt! Wie immer ist es eine Zeit voller Arbeit und Vorbereitungen und natürlich freut sich jeder auf den 1. Juli, wenn nicht nur unsere alten Schüler wiederkommen werden, sondern auch sechzig neue Schüler, die zum ersten Mal an unsere Schule gehen werden!
Wir hatten beinahe zwei Monate lang Schulferien, während der heißesten Zeit des Jahres. So war es schon immer, bereits in meiner Kindheit, und so ist es noch heute, obwohl in manchen Schulen die Ferien immer kürzer zu werden scheinen und Kinder immer mehr Zeit in der Schule verbringen. Vielleicht ist das die Folge des wachsenden Wettbewerbs und dem Streben nach der bestmöglichen Bildung. Auf jeden Fall weiß ich, dass die Kinder sich darauf freuen, wieder zur Schule zu kommen!
Pawan, der etwas mehr als zwei Wochen daheim war, kam heute früh zusammen mit Guddu, seinem jüngeren Bruder, der bereits zuvor ein Jahr bei uns war, wieder in den Ashram. Pranshu, ein weiterer Junge, der bei uns wohnt, kommt heute Abend und bringt wahrscheinlich auch einen Cousin mit, dann ein völlig neues Mitglied unserer Familie.
In der Schule wird saubergemacht, die Lehrer waren bereits da, um ihre Vorbereitungen zu beginnen und Ramona, Purnendu und Yashendu haben die Häuser aller neuen Schüler besucht. Diese warten auch bereits aufgeregt auf den Schulbeginn.
Unter ihnen sind diejenigen, die noch nie zur Schule gegangen sind, die meisten von ihnen fünf Jahre alt, aber auch einige älter als das. Sie sind gespannt darauf, wie es in der Schule überhaupt ist, worüber ja ihre älteren Geschwister und Nachbarn immer reden: der Spaß, die Freunde, die Lieder und Spiele! Und dann sind da noch diejenigen, die schon auf anderen Schulen waren und die sich auf eine ganz andere Schule freuen, eine, von der sie gehört haben, dass da kein Lehrer schlägt und dass es Spaß macht, hinzugehen!
Die Glücklichste von allen ist, glaube ich, Apra! Die Jungs sind endlich zurück nach einem Sommer, in dem wir ihr hier im Ashram Unterhaltung geboten haben! Die Schulkinder werden wieder zum Mittagessen kommen, endlich sind dann wieder mehr als nur die etwa zwanzig Leutchen da, die wir im Sommer eben nur sind! Unsere Kleine braucht eine Menschenmenge um sich herum!
Ich erinnere mich noch gut daran, wie meine Geschwister und ich uns immer auf das Ende der Sommerferien freuten! Wie sehr wir unsere Freunde wiedersehen wollten, die den Sommer über unterwegs gewesen waren, zu Besuch bei Verwandten in anderen Teilen Indiens. Wie wir uns langweilten mit der Freiheit, nach der wir uns zu Ende des Schuljahres so gesehnt hatten!
Nach einem ruhigeren Sommer fühlt es sich an, als würde ein weiterer Lebenskreis diese Woche wieder beginnen. Es fühlt sich lebendig an!
Related posts
Als mein Vater lebte… und doch nicht meiner war
Meine Beziehung zu meinem Vater
Neues Kapitel im Leben, Herausforderungen und Lektionen
Sexuell missbrauchte elfjährige Schwester und mein Schuldgefühl, dass ich sie nicht retten konnte!
Ich wurde von meiner Familie in Indien in den Rücken gestochen
Herausforderungen mit überwältigender Resonanz auf Ammaji’s Restaurant – 1 Mai 16
Mein Tag als Kellner – 24 Apr 16
Ramonas erster Geburtstag als Restaurant-Besitzerin – 20 Mär 16

