Im Jahr 2006 lernte ich jede Menge neue Leute kennen und besuchte auch viele neue Orte. Ein weiterer Organisator, den ich in dem Jahr kennen lernte, zeigte mir ganz deutlich einen Typ Mensch, von dem ich bereits einige getroffen hatte und von dem ich in den kommenden Jahren noch viele treffen würde: jemand, der mit Geld reich ist, den ich jedoch als arm betrachten würde!
Dieser Organisator, der zuvor zu zwei meiner Programme gekommen war und dann beschlossen hatte, meine und Yashendus Workshops und Sitzungen bei sich zu Hause anzubieten, war ein alleinstehender Mann von etwas über vierzig Jahren. Er war geschieden, hatte jedoch keine Kinder. Er hatte zu dem Augenblick auch keine Beziehung. Alles, was er hatte, war Geld.
Obwohl er seiner Exfrau einen guten Geldbetrag hatte zahlen müssen, lebte er in einem großen Haus, fuhr ein teures Auto und hatte gerade genug extra Geld für all seine täglichen Ausgaben, Luxus-Projekte und alles, was das Herz begehrt. Er arbeitete auf einem hohen Posten im Management und hatte zusätzlich auch noch gut geerbt. Doch als ich bei ihm war, sah ich, wie dieses viele Geld auch zum Problem geworden war: er konnte einfach keinen Spaß daran haben! Er war geizig bis zu einem Punkt, an dem sich mir die Frage stellte, ob er überhaupt den Sinn von Geld verstand.
Dieser Mann zögerte sogar bei der kleinsten Ausgabe. Immer, wenn er einkaufen ging, stand er vor einem Regal voller Dinge – sei das Öl zum Kochen, Wasser oder Käse – und wählte die billigste Möglichkeit, egal, welche Qualität das dann war. Immer, wenn er über irgendetwas redete, dachte er zuerst an die Ausgaben, die da vielleicht auf ihn zukamen. Selbst, wenn er aufs Klo musste, würde er lieber noch länger auf der Autobahn fahren, als an einer Haltestelle rauszufahren, an der er zahlen müsste! Alles, jedes kleines Ding, in seinem Tag stand in Verbindung zum Geld!
Ich konnte mir das nicht ohne mich zu wundern ansehen und so fragte ich ihn auch danach. Doch ihm war es so zur Gewohnheit geworden, so zu denken, dass er Schwierigkeiten hatte zu verstehen, was ich ihm sagen wollte.
Ich denke nicht, dass Geld Menschen reich macht. Man muss Liebe und liebevolle Gefühle haben, um reich zu sein! Und wenn man alles mit Geld in Verbindung bringt, ist es unwahrscheinlich, dass man viel Liebe zeigt und fühlt!
Es war eigentlich ein armer Mann. Ich versuchte, etwas wahren Reichtum mit ihm zu teilen – und ich glaube, er hat es auch gespürt!
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