Der Beginn einer tollen Freundschaft im Flugzeug – 13 Feb 11

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Mein Freund hat mich in Hamburg zum Flughafen gebracht. Als ich für meinen Flug nach Mallorca eincheckte, erfuhr ich, dass der Flug zwei Stunden Verspätung hatte.
Nach dem Check-in lief ich im Flughafen hin und her und verbrachte einfach nur die Zeit, bis wir endlich ins Flugzeug einsteigen konnten. Nach dem Abflug traf ich an Bord meinen lieben Freund, den Arzt, mit dem ich heute immer noch befreundet bin.

Ich habe beschlossen, in dieser Geschichte meines Lebens keine Namen zu nennen, denn in meiner Erzählung gibt es viele Leute, die vielleicht nicht gerne mit Namen aufgeführt werden würden. So habe ich beschlossen, keinen einzigen Namen zu erwähnen, doch jeder, der mein Tagebuch schon länger liest, kennt meinen Freund sehr gut. Er hat auch über unsere erste Begegnung geschrieben.

Nachdem ich im Flugzeug eine Weile lang auf meinem Platz gesessen war, stand ich auf und ging zur Toilette. Auf meinem Weg zurück hörte ich eine Stimme, die ‚Swami!‘ rief. Ich drehte mich um und sah, wie mich ein Europäer anlächelte. Ich wunderte mich nicht darüber, dass er mich anrief. Meine ganze Erscheinung, meine Kleidung und die hölzernen Schuhe, im Sanskrit ‚Paduka‘ genannt, verliehen mir ein anderes Aussehen als alle anderen. Während der Tage, die ich in Deutschland verbracht hatte, hatte ich mich schon daran gewöhnt, dass mich die Menschen anstarrten und mit mir in Kontakt treten wollten. Als ich hörte, dass er mich ‚Swami‘ rief, merkte ich auch, dass dieser Mann bereits Erfahrungen mit Indien gemacht hatte und mich als spirituelle Person erkannte.

Neben dem Mann, am Fensterplatz, saß ein Kind und schlief. Er bot mir den Gangplatz auf seiner anderen Seite an und ich setzte mich.

Er fragte mich ‚Wohin bist du unterwegs?‘ Ich sah ihn eine kleine Weile lang an und fragte mich, ob er wirklich nicht wusste, wo dieses Flugzeug hinflog. Nach einer kurzen Pause sagte ich ‚Mallorca‘ und sah, dass er selbst gemerkt hatte, warum ich das eine lustige Frage fand.

Als er mich fragte, was ich in Mallorca tun würde, antwortete ich ihm ‚Satsang, Meditation, Predigen‘ und spürte, dass ihm diese Worte vertraut waren und sie sein Interesse noch verstärkten. Auf seine nächste Frage, wo auf Mallorca ich denn wohnen würde, hatte ich keine Antwort. Ich wusste nicht, wo ich wohnen würde, ich wusste nur, dass meine Gastgeber mich am Flughafen abholen würden. Ich hatte ihre Nummer und reichte sie an ihn weiter. Im Austausch gab er mir seine Visitenkarte und erzählte mir, dass er ein Arzt aus Deutschland war. Das stand auch auf seiner Karte und ich sah ihn mir noch einmal genau an, dachte aber immer noch ‚Er sieht nicht wirklich aus wie ein Arzt‘.

Mein Englisch in der Zeit beschränkte sich auf das Grundlegendste und so beschränkte sich auch unsere Unterhaltung auf eine grundlegende Vorstellung. Er erklärte mir, dass der Junge neben ihm sein Sohn war und sie auf dem Weg in den Urlaub nach Mallorca waren. Vor der Landung kehrte ich wieder auf meinen Platz zurück.

Ich wusste, ich würde am Flughafen abgeholt werden, aber ich hatte diese Familie noch nie zuvor getroffen. Ihre Verwandten waren Schüler meines Vaters in Indien. Es war also ihre Verantwortung, mich am Flughafen zu erkennen. Wie erwartet taten sie das auch. Als ich am Flughafen aus dem Ausgang herauskam, kamen sie zu mir, berührten meine Füße und hießen mich willkommen. In ihrem Auto brachten sie mich zu sich nach Hause, wo ich die nächsten Tage wohnen würde.

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