Als ich in Deutschland Zeuge einer wahren Geistergeschichte wurde – 10 Feb 13

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Ich habe euch bereits erzählt, dass ich im Jahr 2005 recht viele esoterische Menschen kennen gelernt habe – westliche Gurus, Hellseher, Channels, Schamanen und viele mehr. Mehrere Male war ich überrascht über die vielen seltsamen Dinge, an die Menschen glauben konnten. Ich wusste, dass viele Inder abergläubisch waren und an Geister und ähnliche Fantasiewesen glaubten, aber bis zu dem Punkt hatte ich gedacht, dass es eher wenige Westler mit einer solchen Einstellung geben würde. Ich traf jedoch eine überraschende Anzahl gebildeter Westler, die an solchen Unsinn glaubten. Und dazu noch viele Menschen, die solche Gedanken unterstützten und manchmal sogar damit Geld verdienten. Bis zu einem bestimmten Grad machte mir das nicht viel aus – schließlich darf jeder glauben, an was er will – doch dann war da dieser eine Vorfall, nach dem ich meine Zweifel hatte für wie leichtgläubig die Menschen mich hielten.

An einem Abend saß ich mit einer Gruppe von Leuten zusammen, die nach einer Veranstaltung noch da geblieben waren. Ich glaube, es war eine Meditation gewesen. Sie waren alle bereits zum zweiten oder dritten Mal in meinen Veranstaltungen und hatten ein großes Interesse an Indien, meiner Philosophie und einfach daran, mit mir Zeit zu verbringen, also hatte ich sie dazu eingeladen, etwas länger zu bleiben, damit wir uns etwas unterhalten konnten. Das Zentrum, in dem die Meditation stattgefunden hatte, war neben dem Haus meiner Organisatorin, bei der ich auch wohnte, also bestand keine Eile, wieder zurück zu fahren. Meine Organisatorin hatte sich bereits in ihr Haus zurückgezogen, doch da wir nicht weit weg waren, konnten wir noch sitzen bleiben und den Abend genießen, solange wir wollten.

Die sanfte Musik, die wir zur Meditation angemacht hatten, spielte noch im Hintergrund und wir hatten Spaß daran, uns über unterschiedliche Philosophien zu unterhalten, als plötzlich Lichter und Musik ausgingen. In der nächsten Sekunde war alles wieder an. Wir sahen einander überrascht an. In Indien wäre das nichts gewesen, worüber man sich hätte wundern müssen – da fällt der Strom die ganze Zeit aus. In Deutschland jedoch hatte ich noch nie so viel wie ein Flickern erlebt und es gab ohne Unterbrechungen den ganzen Tag Strom. Meine Freunde sagten naja, es kann vielleicht manchmal passieren, ganz selten, wenn es ein größeres Problem gibt. Wahrscheinlich war etwas kaput gegangen und sie hatten von einer Leitung auf die andere umgestellt. Das war die Erklärung, die uns für den Augenblick zufrieden stellte.

Wir führten unsere Unterhaltung fort, aber nach zwei Minuten geschah es wieder! Wir sahen einander an und warteten. Da – noch ein drittes Mal ging alles aus. Das war nicht mehr normal. Wir standen auf um zu sehen, was los war und vielleicht meine Organisatorin zu fragen, ob sie so etwas schon einmal bemerkt hatte. Doch als wir aus dem Meditationszimmer kamen, hörten wir, wie sich die Haustür schloss. Als ich aus dem Fenster sah, sah ich eine dunkle Gestalt davonlaufen. Ich sah genauer hin und dachte, ich hatte die Form im Dunkeln erkannt, diese Art sich zu bewegen – hey, das war meine Organisatorin, die quer über die Wiese zu ihrem Haus rannte! Und ja, da öffnete sie die Tür und das Licht aus dem Zimmer beleuchtete ihr Gesicht, was mir die letzten Zweifel nahm.

Natürlich war ich nicht der Einzige gewesen, der sie gesehen hatte und so herrschte im Raum eine sehr merkwürdige Atmosphäre. Alle blickten vom Fenster zur Tür und dann zum Sicherheitskasten daneben, dessen Tür immer noch leicht offen stand. Was sollte man denn seinen Gästen in einer solchen Situation sagen? Wir beschlossen, für heute Schluss zu machen und verabschiedeten uns voneinander.

Als alle gegangen waren, ging ich zum Haus hinüber. Ich fand sie, ganz offenbar tief in die Lektüre eines Magazins versunken. Sie begrüßte mich und gab vor, ganz erstaunt zu sein, dass ich so schnell gekommen war. Ich fragte sie geradeheraus: „Warum hast du mit dem Hauptschalter den Strom ausgeschaltet?“ Ein weiterer falscher Blick voller Erstaunen: „Nein, das war ich nicht! Ich war die ganze Zeit hier! Aber ich weiß,“ – und sie senkte die Stimme – „das passiert hier manchmal. Ich glaube, ein paar Seelen haben ihren Weg ins Licht noch nicht gefunden!“

Ich nehme an, mein Blick muss ein ungläubiges Starren gewesen sein und ich fragte mich, ob es überhaupt Sinn mache, darüber zu diskutieren. Ich beschloss, dass es sinnlos war. Wenn sie in der Lage war, eine solche Show abzuziehen, würde sie nicht einfach aufgeben und zugeben, dass sie es gewesen war. Warum sollte ich also mit ihr streiten? Ich beschloss, das Thema einfach sein zu lassen, machte aber ganz deutlich, dass ich an solche Dinge nicht glaubte. Ein seltsames Gefühl, eine komische Situation. Eine weitere Lektion für mich: Es gibt nicht nur abergläubische Menschen, sondern auch diejenigen, die Tricks dazu verwenden, diesen Aberglauben noch weiter zu schüren!

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