Als ich einen sexy Stangentanz ganz für mich allein bekam – 18 Aug 13

Stadt:
Vrindavan
Land:
Indien

Letzte Woche habe ich euch erzählt, wie ich 2005 in einem spirituellen Zentrum in Australien ankam, wo meine Organisatorin mir erzählte, dass sie normalerweise sexuell geladene Tantra-Workshops und Massagen in den Räumen gab, wo sie meine Workshops und Einzelsitzungen für die kommende Woche geplant hatte.

Während sie mir von den Einzelheiten ihrer Arbeit berichtete, fragte sie mich natürlich auch, was meine Einstellung zu Sex war. Ich hatte bereits das Gefühl, dass sie ein gewisses Interesse an mir entwickelt hatte, was mich nicht überraschte – die Erfahrung mit Leuten, die an Tantra interessiert sind, zeigte mir, dass sie oft sehr schnell Partner für sexuelle Begegnungen ohne jegliche Bindung fanden. Ich wollte jeglichen Annäherungsversuchen von ihrer Seite vorbeugen und antwortete, dass ich Sex mochte, dass es für mich aber immer eine Frage des beidseitigen Verständnisses und der Liebe war. Ich erzählte ihr von meinen schlechten Erfahrungen mit Menschen, die Erwartungen hatten, die ich nicht erfüllen konnte. Ich merkte bald, dass dieser Versuch, ihr meinen Mangel an Interesse zu zeigen, nicht sehr erfolgreich war.

Wir unterhielten uns weiter und sie began, mir ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Sie hatte nicht immer in Australien gelebt. Sie holte ein Fotoalbum und zeigte mir Bilder von sich selbst, als sie vor 15 oder 20 Jahren in Europa lebte. Die Bilder zeigten ganz klar und deutlich, mit was sie ihr Geld verdiente: sie war Pole-Dancer, eine Tänzerin an der Stange gewesen!

Sie zeigte mir die Bilder, sagte mir, dass das ihr Beruf gewesen war und sprang gleich darauf auf, rannte aus dem Zimmer und rief ‘Ich würde das liebend gern auch für dich tun!‘, was mich völlig verwirrt zurückließ mit der Frage, was auf diese Ankündigung wohl folgen würde.

Zwei Minuten später kam sie in das Zimmer, spärlich bekleidet mit etwas, das wie glitzernde Unterwäsche aussah und mit einer großen Maske auf dem Kopf, die die obere Hälfte ihres Gesichts bedeckte. Es war die gleiche Art Outfit, die sie auf den Bildern trug und sollte wahrscheinlich sexy aussehen, aber die ganze Situation war einfach so absurd: ich hatte diese Frau gerade zum ersten Mal gesehen, hatte keinerlei Erfahrung mit solchen Tänzen, sie drehte die Musik an und da war nur ich in der großen Halle bei einer privaten Tanzshow einer früheren Pole-Tänzerin, zu der ich mich nicht im Geringsten hingezogen fühlte!

Sie tanzte einige Minuten lang und nahm in Abwesenheit einer Stange einen Stuhl und einen Tisch zur Hilfe, so dass sie etwas hatte, um das sie sich herumwickeln konnte. In der Zwischenzeit fragte ich mich, was ich denn nun tun sollte. Sie würde sich natürlich nicht besonders freuen, wenn ich jetzt ihren so offensichtlichen Versuch, mein Interesse für sie zu wecken, zunichte machen würde, aber wir hatten ja noch die ganze Woche voller Programm vor uns! Andererseits wäre ich nie gekommen, wenn ich gewusst hätte, was für Workshops sie normalerweise anbietet! Ich beschloss, ruhig zu bleiben und zu versuchen, die Situation auf freundliche Weise zu retten, selbst wenn unsere Arbeitsweise nicht wirklich zusammen passte.

Sie beendete ihre Tanzvorstellung und fragte mich, wie es mir gefallen hatte. Ich antwortete mit einem kurzen ‚Nett‘ und einem unverbindlichen Lächeln. Dann gähnte ich und sagte ihr, dass ich nun wirklich zu Bett gehen müssen, um an nächsten Tag für die Einzelsitzungen und die geplante Meditation fit zu sein.

Ich dachte, ich könnte eine weitere Eskalation der Situation verhindern. Wie falsch ich damit lag, könnt ihr nächsten Sonntag lesen.

Mein Leben, Sex, Tantra, Tanz

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