Im Dezember 2003 habe ich meine große Reise angetreten an einen Ort der Welt, den ich zuvor noch nie gesehen hatte. Mein Flug ging von Delhi nach Bangkok, dann von Bangkok nach Sydney und von Sydney nach Auckland. In Neuseeland angekommen war ich jedoch noch immer nicht an meinem Endbestimmungsort.
Am Auckland Flughafen habe ich den Mann getroffen, der in den Ashram gekommen war und der mich auch zu ihnen nach Hause eingeladen hat. Ich hatte ihm gesagt, dass ich einige Stunden Zwischenstop hatte und so war er zum Flughafen gekommen, um mich vor meinem Flug nach Blenheim zu treffen.
Wir haben zwei oder drei schöne Stunden miteinander verbracht und uns dann voneinander verabschiedet. Ich habe ich gesagt, ich würde zu ihnen kommen, wenn ich Zeit hätte und ihn vorher anrugen. Daraufhin ging ich zum inländischen Flughafen und stieg in den Flug nach Blenheim, der letzte Flug an diesem Tag. Blenheim liegt auf der südlichen Insel von Neuseeland während Auckland auf der nördlichen Insel ist. Es war ein kurzer Flug und am Flughafen holte mich die Frau an, die ich über Chat kennen gelernt hatte.
Ich hatte keine Ahnung davon, wie sie aussah, doch natürlich erkannte sie mich und kam zu mir, um mich willkommen zu heißen. Vom Flughafen fuhren wir zu ihr nach Hause und so kam ich endlich an nach dieser wahnsinnig langen Reise. Wir hatten etwas Abendessen und dann ging ich ins Bett. Ich war schrecklich müde von den vier Flügen und hatte Jetlag und so schlief ich tief und fest und dazu noch sehr land – ich wachte etwa 18 Stunden später auf, am Mittag des nächsten Tages. Ich war einfach nur erstaunt. Das war und ist immer noch der längste Schlaf, den ich in meinem Leben je hatte.
Die Frau hatte für mich einige Vorträge organisiert und auch die örtlichen Medien informiert. Von der Zeitung kam jemand für ein Interview und so traf ich in den nächsten Tagn wirklich einige Leute, gab Vorträge und auch individuelle Heilsitzungen.
Natürlich hatte ich auch immer noch etwas freie Zeit und eines Tages gingen wir im Ort spazieren, als uns ein Mann ansprach. Er war Inder und kam mit einem Lächeln im Gesicht auf uns zu und beugte sich herunter, um meine Füße zu berühren, der indische Weg, eine Person, die man respektiert, zu begrüßen. Er freute sich einfach sehr, mich dort zu treffen. Er sagte ‘Oh, es ist so toll, dich hier zu treffen! Ich hatte nie gedacht, dass jemals ein Inder in diese Stadt kommen würde und jetzt bist du da, ein Swami!‘
Er hatte eine Firma, die Weinberge besaß und deswegen lebten er und seine Familie dort. Er lud mich zu sich nach Hause ein und ich stimmte zu. Wir machten aus, dass wir uns in den nächsten Tagen treffen würden und so ging ich hin, traf seine Familie und aß dort zu Abend. Er gab mir auch eine Spende für meinen Ashram und wir beide hatten Spaß und er freute sich, dass ich bei ihm zu Hause war.
Ich hatte mit Indern diese Art von Erfahrung schon zuvor gemacht und ich kannte die Gastfreundschaft der Inder genauso wie ihre Spiritualität und ihre Freude darüber, eine Person zu treffen, die offensichtlich spirituell ist. Meine Gastgeberin staunte jedoch über die Offenheit und Freundlichkeit dieses Mannes. ‚Er kennt dich nicht und hat dich noch nie getroffen! Er lädt dich einfach so zu sich nach Hause ein! Das ist unglaublich!‘ Es ist jedoch wahr, dass man auf der ganzen Welt Inder trifft und für mich war es fast immer eine schöne Erfahrung, sie zu treffen – sie freuten sich auch, uns zu treffen!
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