Ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht ein paar Leute mit dem gestrigen und vorgestrigen Blogeintrag verwirrt habe. Vielleicht haben manche den Eindruck bekommen, dass ich zuerst mein Leben als Guru hinter mir gelassen habe, dann die Religion verlassen habe, meinen Glauben an Gott verloren habe und nun schließlich auch noch begonnen habe, gegen Meditation zu schreiben! Ihr könnt beruhigt sein, das ist absolut nicht der Fall! Ich bin nur gegen die Art und Weise, auf die Meditation dieser Tage propagiert wird, wie sie als Praxis der Elite spiritueller Menschen dargestellt wird, aber ich liebe Meditation und werde auch immer jedem nahelegen zu meditieren – wahrscheinlich jedoch habe ich eine völlig andere Definition für Meditation! Ich habe bereits einige Blogeinträge zu der Frage geschrieben, was Meditation für mich ist. Morgen wird noch ein weiterer folgen.
Zunächst will ich versuchen, euch eine Definition in einem Satz zu geben: Meditation oder Dhyan, wie es auf Hindi und Sanskrit heißt, ist, wenn man völlig in der Gegenwart ist, sich zu 100% dessen bewusst ist, was man gerade macht.
Ich sage nie, dass das Ziel der Meditation Gedankenlosigkeit ist. Ich glaube, dass man zum Meditieren nicht einmal eine besondere Stellung, Atemtechnik oder irgendetwas anderes braucht. Man kann meditieren, während man arbeitet, redet, malt, spielt oder sogar beim Sex – vielleicht wäre es gerade da am wichtigsten! Man muss nur da sein, in genau diesem Augenblick, nicht in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Einfach nur da – das ist für mich Meditation.
Das Wichtigste ist dabei, dass es wirklich jeder kann! Du musst nicht besonders sein! Es ist jedem jederzeit möglich. Zum Meditieren braucht man keine jahrelange Praxis, noch braucht man dafür künstlerisches Talent! Es ist nicht kompliziert und man muss keine Lastwagen an den Zähnen hinter sich herziehen oder Eisenstangen mit bloßen Händen verbiegen können! DU, ja genau, du kannst es!
Würde es sich für dich besser anfühlen, wenn du es könntest und deine Nachbarn nicht? Wäre es interessanter, wenn da irgendein Geheimnis dahinter stecken würde? Das ist die Vorstellung, die Gurus und Geschäftsmänner lieben und mit der sie ihr Geld verdienen! Sie wollen dir nicht nur das Gefühl geben, dass du etwas Besonderes bist, sondern, dass du auch noch besser bist als alle in deiner Umgebung – also stellen sie Meditation als etwas Kompliziertes dar!
Diese Einstellung scheint eher eine Art zu sein, dein Ego weiter zu schüren, als es zu verringern! Also befindest du dich in den fünfzehn Minuten, die du täglich meditierst in einer höheren Bewusstseinsebene? Also musst du zuerst dorthin gelangen und dann kannst du das nur dann erreichen, wenn du in der richtigen Stellung sitzt und die richtige Atmosphäre herrscht, was das Ganze auf maximal eine Stunde pro Tag beschränkt? Wo liegt denn dein Bewusstsein während der übrigen 23 Stunden des Tages – unten auf der langweiligen, niedrigen Ebene bei uns übrigen? Du fühlst dich also in dir selbst wie etwas Besonderes während dieser kurzen Zeit, fühlst dich in Frieden und eins mit der Welt – aber warum kannst du dich nicht jederzeit in diesem Zustand des Glücks befinden?
Ja, du solltest arbeiten, spielen, lesen und alles andere, was man so in 24 Stunden macht, in einem Zustand der Meditation machen können. Du solltest mit einem andauerndem Glücksgefühl leben, ohne an einem Ort zu sitzen und absolut gar nichts zu denken!
Natürlich würde kein Guru gerne dieses größte Geheimnis verraten, das würde die Bewunderung, die sie bekommen, ruinieren, sowie ihr Geschäft, aber die Wahrheit ist: DU kannst es tun. Einfach nur, indem du bewusst handelst!
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