Reisen mit Kindern in Indien – Flexibilität im Geist – 9 Dec 08

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Hier in Köln sind wir bei Anne, einer unserer Schülerinnen der Yogalehrerausbildung. Sie war in Indien im Ashram und sagte heute zu mir, dass das einen großen Eindruck auf ihr Leben hinterlassen hat und eine herrliche Erfahrung war, die schwer in Worte zu fassen ist. Sie freut sich darauf, morgen ihren acht Jahre alten Sohn für eine Heilsitzung zu bringen. Er ist auch ganz aufgeregt, mich dann zu treffen. Also habe ich ihr gesagt, wie schön das ist und nächstes Mal sollte sie mit ihrem Sohn zusammen nach Indien kommen. Sie war ein wenig unsicher, ob das für ihr Kind nicht zu viel wird, nach Indien zu kommen, ob er denn nicht einen Kulturschock bekommen würde.

Ich antwortete, dass schon viele Kinder im Ashram waren, die auch in diesem Alter waren und sie waren alle glücklich und es ging ihnen gut. Kinder sind sehr unschuldig und offen. Sie sind noch flexible und neugierig. Ihr Verstand und Geist ist in seiner Form noch nicht so hart wie der eines Erwachsenen, sondern weich und in der Lage durch das, was sie sehen geformt zu werden. Viele Erwachsene, die nach Indien kommen, haben so viele Vorstellungen und Eindrücke in ihrem Kopf und bekommen einen Schock. Erwachsene haben diese Vorstellung davon, wie die Dinge sein sollten. Kinder sind in ihrem Geist offener, sie haben nicht die vorgefasste Meinung von richtig und falsch und gut und schlecht. Wenn sie etwas genießen, so sind sie einfach dazu bereit, Spaß zu haben.

Ich weiß, dass Viele ängstlich sind, ihre Kinder mitzunehmen, aber ich glaube nicht, dass es ein Problem oder einen falschen Eindruck für den Geist eines aufwachsenden Kindes geben würde. Eine meiner Freundinnen aus England wird nächstes Jahr mit ihren drei Töchtern im Teenage-Alter nach Indien und in den Ashram kommen. Sie war zuvor schon da, als ihre jüngste Tochter zehn Jahre alt war. Ich habe unserer Gastgeberin dieses Beispiel gegeben und ihr gesagt, sie solle sich keine Sorgen machen. Für einen acht Jahre alten Jungen wird es toll sein, die Welt von gleichaltrigen Kindern in einem anderen Land zu sehen.
 

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