Heute hatten wir wieder einen Spender für das Mittagessen der Kinder, weil jemand beschlossen hat, auf diese schöne Weise mit den Kindern in Indien zu feiern. Wenn die Kinder der Schule zum Ashram-Gebäude zum Essen kommen, warten die Jungs, die im Ashram lernen, immer schon mit Schüsseln voll Essen und Kannen voller Wasser auf sie.
Kanu, der jetzt vier Jahre alt ist, war während der Mittagszeit da und beschloss, dass der auch bei der Verteilung helfen wollte. Er nahm also einen Krug und begann, die Gläser der Kinder zu füllen. Er machte seine Sache gut, obwohl er natürlich etwas langsamer war, als die älteren Jungs und obwohl manchmal ein Schluck Wasser neben einem Glas landete.
Als Suraj, Kanus dreijähriger Bruder das sah, ging er sich auch einen Krug holen, um Wasser auszuteilen. Die Jungs wollten ihm den ganzen Krug aber nicht geben, weil sie wussten, dass die Hälfte des Inhalts auf dem Boden sein würde, bevor Suraj das erste Glas auch nur erreicht hatte.
Natürlich fing Suraj darauf an zu weinen und wollte sich die Idee des Wasser-Verteilens nicht aus dem Kopf schlagen. Doch dann gab ihm jemand eine andere Idee: er sollte gehen und nachfragen, wer noch Wasser braucht oder mehr wollte. Und so ging Suraj schließlich durch die Reihen und fragte und Kanu lief gleich hinter ihm und füllte die Gläser auf. Und wie stolz sie waren!
Schon für unsere Kleinen ist es wichtig, eine Aufgabe zu haben, etwas zu tun, etwas zu helfen. Niemand sagte ihnen das, Kanu hat einfach von selbst begonnen. Das Leben ist dazu da, dass man etwas tut und das ist es, was wir tun können. Wenn du an Weihnachten mit deiner Familie zusammen bist, tut etwas zusammen. Macht nicht einfach nur den Fernseher an und setzt euch davor, das könntet ihr allein daheim auch tun. Seit zusammen, tut etwas zusammen und genießt das Leben, genießt es, zu leben, zu sein und etwas zu tun!
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