Ich treffe hier im Westen viele Eltern, die ihren Kindern natürlich zeigen wollen, wie man gut lebt. Sie wollen ihnen Liebe und Frieden lehren, sie wollen ihnen beibringen, wie man Konflikte friedlich löst und sie wollen, dass sie glücklich und zufrieden leben. Sie versuchen oft, ihre Kinder vor dem zu bewahren, was in dieser Welt an Bösem geschieht, weil sie nicht wollen, dass sie mit der Energie der Gewalt und des Hasses leben.
Manchmal jedoch sehen sie, was ihre Kinder den ganzen Tag lang tun und erkennen, dass die Filme, die sie sich im Fernsehen ansehen, voller Kämpfe und Kriege sind. Sie sehen sich genau solche Dinge an, vor denen ihre Eltern sie bewahren wollen! Und noch schlimmer – in Videospielen spielen sie sogar denjenigen, der herumschießt und andere tötet! Sie sehen zu, wie ihr eigenes Kind vorgibt, ein Mörder zu sein, wie ihr Kind beginnt, wie ein Verbrecher zu denken und zu handeln, um das Videospiel zu lösen. Manche Kinder werden sogar süchtig nach diesen Spielen!
Die Eltern sehen diese Gewalt. Es tut ihnen weh, aber sie sehen, dass es ihnen nicht möglich ist, zu helfen und etwas zu ändern. Sie denken darüber nach, wie viel Zeit sie ihren Kindern vor dem Fernseher erlauben sollen und wie viele Videospiele sie sie spielen lassen sollen. Sie wollen es auch nicht völlig verbieten, weil sie wollen, dass ihr Kind wirklich in dieser Welt lebt, wo gewalttätige Videospiele auch existieren. Und selbst wenn sie sie daheim verbieten, wissen sie, dass ihre Kinder das Gleiche auch in den Häusern ihrer Freunde spielen und es sogar besser finden, weil es ihnen zu Hause nicht erlaubt ist!
Warum schaffen diejenigen, die solche Videospiele entwickeln, die Produzenten und Spiel-Entwickler, nicht etwas Schöneres? Warum schaffen sie nicht etwas, das voller Liebe und Frieden ist? Manche Leute nennen mich vielleicht jetzt unrealistisch, auf den Wolken schwebend und mit rosaroten Gläsern vor den Augen. Diejenigen, die mich kennen, wissen es aber besser. Ich spreche nicht von der Vorstellung eines Videospiels, in dem man durch Blumengärten läuft und mit anderen Menschen tanzt und singt, die alle in Liebe und Frieden miteinander leben – kein Teenager würde auch nur zehn Minuten mit diesem Spiel verbringen!
Nein, ich spreche von einem echten Spiel, aber in einer echten Welt, in der Menschen wahre Erfahrungen machen können. Hört auf, Spiele zu schaffen, in denen Menschen in fremden Welten herumballern, die nicht existieren! Ich habe den Gedanken, warum schaffen wir nicht ein Spiel, in dem ein Kind das Leben eines Kindes in Indien erleben kann, wie zum Beispiel eines der Kinder, die bei uns zur Schule gehen? Du wärst das Kind und führst Dialoge mit den Menschen in deiner Umgebung. Du könntest erleben, wie diese Person lebt, wer die Menschen um sie herum sind, könntest mit ihr zur Schule gehen und ihre Freunde treffen. Dieses Kind könnte die Eltern bei der Arbeit besuchen und der Spielende würde dabei enorm viel von der Welt dieses Kindes kennen lernen – eines Kindes, das genau gleichalt ist!
Kinder könnten erleben, dass dieses Kind manchmal Hunger leidet oder nicht genug Kleidung zum Anziehen hat. Sie würden erfahren, wie schwer es der Familie fällt, genug Geld zum Überleben zu verdienen und sie würden sehen, wie viele Leute an manchen Orten in nur einem Raum leben. Was geschieht, wenn der Monsun kommt und das Wasser in dein Haus fließt? Was passiert, wenn dein Vater krank wird und nicht mehr zur Arbeit gehen kann, also auch das Geld für das heutige Essen nicht verdienen kann? Was passiert, wenn deine Mutter bereits Pläne schmiedet, wen du heiraten solltest? Es gibt viele Konflikte, manche Situationen sind aufregend, überraschend oder interessant für Kinder und Jugendliche und sie könnten sie auf diese Weise entdecken! Sie könnten diejenigen sein, die für dieses Kind herausfindet, wie er oder sie dieses Leben verbessern kann und, zum Beispiel durch Bildung, seinen eigenen Weg finden kann.
Kinder und Teenager hätten Freude daran, Neues zu entdecken. Sie würden etwas lernen und dazu noch herausfinden, wie gut sie eigentlich leben. Sie haben ein Zimmer voller Spielzeug und einen Weihnachtesbaum, unter dem sich Dutzende Geschenke zum Auspacken stapeln. Unsere Jugendlichen könnten lernen, diese Dinge nicht für selbstverständlich zu halten. Sie würden sehen, was für ein Privileg es ist, dass sie hier leben können, in diesem Überfluss. In ihrem Herzen können sie Liebe und Mitgefühl für Kinder in anderen Ländern entwickeln. Anstatt Hass und Gewalt zu lernen, würden sie Liebe und Mitgefühl lernen.
Wäre das nicht ein schönes Videospiel?
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