Das Monster Geld trennt Mütter von ihren Kindern – 10 Jul 13

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Ich habe gestern bereits angedeutet, über was ich heute schreiben würde. Ich habe meine Gründe dargelegt, weshalb ich Ganztagsschulen schrecklich und für Kinder überhaupt nicht gut finde. Ich habe erklärt, warum das sogar die Frage aufbringt, warum Eltern überhaupt Kinder haben, wenn sie sie im Alter von ein paar Monaten Fremden geben, die sich dann um sie kümmern. Am Ende jedoch muss man fair sein und auch die wahre Situation der Eltern betrachten, weil die meisten von ihnen darüber auch mehr als nur ein bisschen unglücklich sind!

Ich halte drei oder sechs Monate immer noch für viel zu früh, um ein kleines Baby mehrere Stunden pro Tag von seiner Mutter zu trennen. Trotzdem kann man nicht sagen, dass alle Mütter, die ihr Baby in diesem jungen Alter weggeben, herzlose Monster sind! Man muss nach den Gründen fragen, wieso sie das tun und auch ihre Gefühle berücksichtigen.

Für mich gilt kaum ein anderer Grund als finanzielle Probleme. Wenn jemand sagt, dass Mütter auch etwas Zeit für sich selbst brauchen, dass das Mutter-Sein so viel Stress mit sich bringt, dass sie sich nur gut fühlen, wenn sie ihr Baby einige Stunden pro Tag nicht sehen, so frage ich mich, wo ihre Sensibilität geblieben ist. Vermissen sie ihr Baby nicht und meinen sie nicht, dass es für ein drei-Monate-altes Baby das Beste wäre, an der Brust der Mutter zu schlafen anstatt in einer Wiege in irgendeiner Einrichtung, egal, wie schön diese sein mag? Nein, ich glaube der Hauptgrund und auch der Einzige, den ich verstehe, ist das Geld.

Es ist normal, dass Frauen und Männer beide arbeiten und wenn Mütter daheim bleiben, sind sie vom Einkommen des Vaters abhängig. Das kann für den Vater stressig werden, der unter der zusätzlichen Last der Verantwortung leidet. Er macht vielleicht Überstunden, um sicher zu stellen, dass sie über die Runden kommen, was dann zu Stress für die Mutter führt, die daheim auch gerne etwas Unterstützung hätte. Sie will, dass ihr Mann auch hin und wieder daheim und für die Familie da ist, aber sie sieht auch, dass es mit dem Geld eng wird!

So nehmen sie das Angebot von Kindertagesstätten wahr und kämpfen manchmal erbittert darum, einen Platz für ihr Baby zu bekommen. Mütter haben dann ein zusätzliches Einkommen und die Familie kann sich ein bisschen entspannen, selbst wenn Rechnungen für Arztbesuche, Baby-Kleidung und Baby-Ausstattung eintrudeln.

Es ist eine Lösung, aber das bedeutet nicht, dass sie damit glücklich sind. Es bedeutet nicht, dass sie Spaß daran haben, zur Arbeit zu rennen, zurück in den Stress und die Hektik, anstatt daheim mit ihrem Baby zu spielen! Sie genießen es nicht unbedingt, ihr Baby wegzugeben, damit sie arbeiten können, nur damit sie ihr Leben finanzieren können und das noch nicht mal auf hohem Niveau. Und immer, wenn sie Zeilen wie die meiner letzten zwei Blogeinträge lesen, so fühlen sie sich schuldig und sind traurig wegen ihrer eigenen Situation, obwohl sie wissen, dass es für sie die einzige Möglichkeit war.

Diese Gedanken machen mich wieder einmal dankbar dafür, dass wir uns in einer so wundervollen Situation befinden, dass wir daheim arbeiten können und jederzeit mit unserem Baby spielen können. In unserer großen Ashram-Familie haben wir unsere eigene Kindertagesstätte daheim und sind selbst ein Teil davon.

Liebe Eltern, ich wünsche euch allen, dass ihr einen Weg findet, so viel Zeit wie möglich mit euren Kleinen zu verbringen. Versucht es, so sehr ihr könnt, denn diese Zeit ist so wertvoll – wir sollten sie genießen, so sehr wir können!

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