Ich habe schon viel über religiöses Drama gesprochen und heute las ich etwas im Internet, das wieder einmal meine Meinung dazu bestätigt hat. Es war ein Interview oder Frage-Antwort Artikel darüber, warum und wie man sich mit Namaskar begrüßt, einem üblichen Gruß in Indien. Diese Geste, mit den Händen vor der Brust ist nicht nur üblich, beim Begrüßen einer anderen Person, sondern auch, um Gott in einem Tempel zu grüßen.
Eine der Fragen zog meine Aufmerksamkeit auf sich:
Warum sollten Männer ihren Kopf während dem Namaskar nicht bedecken, während Frauen dazu angehalten werden, ihren Kopf zu bedecken?
Das Hauptkonzept, das in dem Artikel ausgedrückt wurde, war, dass göttliche Energie durch den Kopf in den Körper eindringt, wenn man Gott auf diese Weise grüßt. Warum sollten Frauen nun ihren Kopf bedecken? Ich habe zuvor nie davon gehört, nie davon gelesen. Hier ist ein Ausschnitt der Antwort:
Das Potential, Kundalini zu aktivieren, ist in Männern größer als in Frauen. Sie werden von dieser negativen Energie also kaum beeinflusst. Im Gegenteil dazu sind Frauen verletzlicher, schädliche Energien beeinflussen sie in größerem Maße und so können sie in Gefahr greaten. Deshalb wird Frauen empfohlen, beim Namaskar ihren Kopf mit dem Ende ihres Saris zu bedecken.
Was für eine großartige Antwort. Muss ich überhaupt irgendetwas dazu sagen? Ja, für diejenigen, für die dieses Tagebuch eine erste Einleitung dafür ist, wer ich bin und an was ich glaube. Warum auf Erden soll eine Frau verletzlicher sein und bitte sage mir, welche Art von negativer Energie von einem Sari gefiltert wird? Nein wirklich, ich glaube, dass das Namaskar nur ein anderer Weg des Grüßens ist, ein Brauch. Im Westen wurde es zur Norm, sich die Hände zu schütteln und in anderen Ländern küsst man sich auf die Wange. Und hier neigt man den Kopf und bringt die Hände vor der Brust zusammen. Ich bin vollkommen dagegen, auf diese Weise einen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu machen. Es macht für mich einfach keinen Sinn. Grüßt einander und Gott in Liebe. Das ist das einzige, das wichtig ist.
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