Ist es nicht komisch, wie die Menschen sich selbst und andere nicht nur mit ihrer Familiensituation, sondern auch mit ihrer Arbeit identifizieren? Man hat immer ein bestimmtes Bild im Kopf und der Mensch neigt dazu, sich selbst und andere in bestimmte Kategorien einzuteilen, weil es dann einfacher ist, miteinander umzugehen. Darum gibt es einige Standard-Fragen, wenn man jemanden trifft, den man nicht kennt: Wo kommst du her? Womit verdienst du dein Geld? Wie viel verdienst du?
Du hast deine Antworten bekommen: Er ist aus einem kleinen Dort, lebt jetzt in einer Einzimmer-Wohnung in einer Metropole, ist Informatik-Student und verdient etwas Geld damit, anderen mit ihren Computerproblemen zu helfen. Jetzt hast du ihn bereits in eine Schublade gesteckt, nur beim Lesen dieses Satzes, oder? Ein anderer Fall: Sie ist Kunststudentin an der berühmtesten und schickesten Universität des Landes, ihre Eltern haben ihr zum achtzehnten Geburtstag einen Sportwagen geschenkt und sie arbeitet oder jobbt nicht. Ein weiterer Stereotyp, oder?
Das lustige ist, dass diese Menschen selbst üblicherweise auch versuchen, in diese Kategorie hineinzupassen. Das Mädchen würde nicht mit den Literatur-Studenten im unansehnlichen Studenten-Cafe sitzen. Der Informatik-Junge würde in den Pausen der Computer-Arbeit vielleicht nicht in den Chor zum Singen gehen. Obwohl beide irgendwo in sich vielleicht genau das gerne machen würden! Doch sie sind auch an diese Kategorien oder Schubladen gebunden, weil das Leben einfacher aussieht, wenn man ins Schema passt.
Ich möchte jeden dazu ermutigen, so wenig wie möglich in diesen Schubladen zu denken. Du wirst es wahrscheinlich nicht völlig vermeiden können, da gibt es immer eine Art von Ähnlichkeit, das ist normal. Doch bitte gewöhne dich daran, dass du selbst frei bist und denke auch von anderen als freie Wesen! Tue Dinge, die nicht in ‚deine Schublade‘ passen, wenn du dich danach fühlst und nimm nicht an, das andere das auch tun würden. Vielleicht findest du ja auch ein paar Leute, die auch schon immer genau das tun wollten. Du bist du, du musst deine Identität nicht dem Denken in Stereotypen anderer anpassen. Werde solche Grenzen los und genieße die Freiheit du selbst zu sein!
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