Gurus und Gruppen kopieren Traditionen für ihr Geschäft – 26 Aug 08

Guru

Heute war eine Frau zur Heilsitzung da, die für vier Jahre in einer Yogagruppe war, die ‘Weißes Tantra Yoga’ macht. Ich weiß nicht wirklich was das ist. Ich habe nie davon in irgendeiner yogischen oder tantrischen Schrift gelesen. Und ich habe zuvor schonmal angedeutet, dass es für Tantra keine speziellen Farben gibt, aber ich habe hier schon öfter gehört, dass Menschen schwarzes, rotes oder weißes Tantra beschreiben. Doch das ist eine neue Kreation, die nicht aus irgendeiner fundierten und bekannten Quelle oder Schrift stammt.

Wenn du in einer Gruppe bist, gibt es immer einige Regeln, was man machen sollte und was man nicht tun darf, wie eine Kleidungsvorschrift zum Beispiel. Ich kann nicht verstehen, warum diese Gurus oder Meister, die diese Gruppen leiten möchten, dass jeder etwas kopiert. Warum können die Menschen nicht sein, wie sie sind? Auf ihre natürliche Art und Weise. Das war auch das Problem dieser Frau. Sie fragte, warum die Menschen dort sie nicht so sehen wollen wie sie ist, warum wollen sie mich als eine andere Person sehen?

Wenn ich so etwas von jemandem höre, tut es mir immer leid. Jemand kommt in eine Gruppe und findet es vielleicht ein paar Monate oder Jahre schön dort, aber normalerweise erkennen sie, dass sie nach einiger Zeit eigentlich sie selber sein wollen, dass sie ihre Identität ausdrücken wollen. Darum fragte die Frau mich, warum sie nicht sein konnte, wer sie ist. Warum wollen die Gurus und Meister von ihren Anhängern eine bestimmte Tradition, Kleidung und Verhalten? Vielleicht befriedigt das ihr Ego. Vielleicht möchten diejenigen, die teilnehmen, einfach nur irgendwohin gehören, zu etwas gehören. Darum folgen sie dem eine Weile lang. Es gibt ein Gefühl der Sicherheit. Aber du könntest stattdessen einfach erkennen, dass du zu Gott gehorst, du gehörst zur Liebe. Du brauchst nicht zu irgendjemandem oder irgendetwas gehören, das deinen Verstand manipuliert und bei dem du die Freiheit verlierst, du selbst zu sein.

Ich habe gestern erzählt, dass Purnendu ein Zelt aufstellen würde und für die armen Menschen kochen würde und das ist auch, was sie heute gemacht haben. Sie haben viel Essen gekocht und verteilt, warm und frisch. Purnendu hat auch erzählt, dass das Wasser zu sinken begonnen hat, es ist nun von 20 auf 17 Zentimeter über dem Gefahrenlevel gesunken. Jetzt müssen sie mit der Situation hinterher umgehen. Die Sonne scheint nun auf das Wasser und wenn das Wasser weg ist, wird sie den Dreck und Schlamm in den nassen Straßen aufwärmen, also muss jeder wegen Bakterien, Insekten und Krankheiten aufpassen. Man kann sehen, wie viele Menschen ihr Herz geöffnet haben und ihre Hilfe beigetragen haben. Ich danke ihnen von Herzen. Ich bin froh, dass man auch sehen kann, dass diese Hilfe direkt dorthin geht.

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