Keine guten Tomaten in einem Land voller Tomaten – 9 Jul 14

Geld

Nachdem wir nun schon mehr als eine Woche lang in Deutschland waren, denken wir immer noch an unseren Besuch auf den kanarischen Inseln und erzählen natürlich auch unseren Freunden noch von den unterschiedlichen Dingen, die wir gesehen, gemacht, gekauft und gegessen haben! Natürlich hat auf dieser sonnigen Insel jede Frucht und jedes Gemüse, das zum Reifen Sonne braucht, einfach nur herrlich geschmeckt. Mit einer seltsamen Ausnahme: den Tomaten. Und ja, es war wirklich so auffällig, dass ich heute darüber schreiben möchte!

Als wir zum Einkaufen auf den Früchte- und Gemüsemarkt gingen, sahen wir die tollsten Bananen und kauften die süßesten Pfirsiche, die wir jemals gegessen haben! Jeden Tag kauften wir frische Orangen und machten herrlich süßen Saft daraus! Wir kauften nach Herzenslust von den Inselbauern ein und freuten uns darauf, mit all dem Gemüse in prächtigen, frischen Farben zu kochen.

Schließlich suchten wir noch Tomaten. Das Gemüse, das für viele leckere Gerichte notwendig ist und in Soßen und auch Linsengerichten appetitanregend wirkt. Das Gemüse, das rot, wunderbar süß und unglaublich aromatisch ist, wenn es in der warmen Sonne eines südlichen Landes gereift ist. Wie zum Beispiel auf Gran Canaria.

Wir haben keine guten Tomaten gefunden. Nicht eine einzige. Sie waren grün, sie waren orange, halb-rot, aber sie waren nicht so dunkelrot, dass man hätte sehen können, dass sie wundervoll schmecken! Wir kauften am Ende einfach einige von denen, die schlimmer aussahen, als die Tomaten, die wir in Deutschland mitten im Winter kaufen, wenn alles, was rot oder grün ist, importiert ist! Das Ergebnis war vorhersehbar: die Haut war so hart, dass sie sich nicht wirklich weichkochen ließ und man schmeckte sie nur minimal, also merkte man gar nicht, dass da überhaupt Tomaten im Essen waren.

Der Grund für ein solches Tomatendebakel? Wir sehen Tomatenplantagen auf der ganzen Insel verteilt! Wo auch immer Platz war, waren entweder Bananen oder Tomaten auf den Feldern, wobei die Tomaten als Schutz vor direkter Sonne bedeckt waren. Warum also haben wir so leckere Bananen bekommen, aber keine Tomaten?

Weil sie – wenn man unseren kanarischen Freunden Glauben schenken kann – alle gute Tomaten in andere Länder exportieren!

Naja, das ist schon verrückt! Ihr habt das beste Wetter, pflanz die besten Tomaten an und verschifft sie dann alle ins Ausland und die örtliche Bevölkerung hat nur noch etwas, das nach nichts schmeckt!

Leider passiert das nicht nur mit den Tomaten auf Gran Canaria, es ist ein globales Problem – aber mehr dazu morgen.

Wir vermieden für den Rest unseres Aufenthalts frische Tomaten und kochten unsere Gerichte entweder ohne Tomaten oder mit Tomatenpüree. Um zumindest einen Hauch Tomate zu schmecken!

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