Film-Figuren auf Kleidung – nicht für die Kinder, sondern für die großen Unternehmen! – 21 Mai 16

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Vor ein paar Tagen habe ich euch erzählt, wie viel Spaß Apra in Deutschland hatte, als sie Regentropfen auf unserem Auto sah! Als wir dort waren, sah ich Deutschland mit den Augen eines Vaters einer vierjährigen. Während es so viele Dinge gibt, die für die Kleinen wirklich toll sind, gibt es andere, die meiner Meinung nach eher für den Gewinn Erwachsener gemacht wurden, nicht für Kinder! Eines dieser hat etwas mit der Geschichte zu tun, von der ich euch gestern erzählt habe: Elsa und Rosa.

Wir gingen mehrmals für unterschiedliche Dinge einkaufen. Eines davon war Unterwäsche für Apra. Bereits auf unserer letzten Reise nach Deutschland gingen wir für sie Unterwäsche kaufen und als wir an dem Stockwerk ankamen, auf dem Unterwäsche verkauft wurde, gab es eine Überraschung für Apra: Unterwäsche mit Bildern von Elsa und Rosa! Wow!

Wir kauften sie damals und als wir nun wieder Unterwäsche brauchten, fragte Apra ganz aufgeregt: ‚Kann ich wieder welche mit Elsa und Rosa haben?‘ Also gingen wir mit Apras deutschen Großeltern einkaufen. Und ihr könnt es nicht glauben, wie viel Elsa und Rosa wir in den Läden überall fanden! Es war nicht nur Unterwäsche, sondern auch Shirts, Hosen, Röcke, Taschen, Hüte, Handschuhe, Haarbänder, Socken, Badeanzüge und grundsätzlich alles mit Bildern von Elsa und Rosa drauf!

Wir schafften es, nur mit der Unterwäsche rauszugehen, die wir auch wirklich haben wollten. Das klappte hauptsächlich deswegen, weil Apra selbst ein bisschen überwältigt war von all den Dingen, die sie in dem großen Einkaufszentrum in dem wir waren, sehen konnte. Ramona jedoch meinte, als wir den Laden verließen: ‚Würden wir in Deutschland leben, würde ich Apra wahrscheinlich sagen, dass wir nichts mit Gesicht drauf kaufen!‘ Da wir die meiste Zeit weg von diesem riesigen Angebot und überwältigendem Marketing verbringen, ist es in Ordnung, wenn sie hin und wieder solche Dinge bekommt.

Hier sehe ich wirklich die Vorteile des Lebens in Indien und in einer Stadt wie Vrindavan: wir haben diese Übermacht an Angeboten gar nicht! Man mag sagen, dass wir keine Auswahl haben, aber wenn es um diese Art des Marketings rund um die Kleinen geht, ist das ein riesiger Vorteil!

Marken, Bilder und Film-Figuren werden nicht hauptsächlich dafür beworben, um unseren Kindern eine Freude zu bereiten. Das Hauptziel ist, sie dazu zu bringen, mehr und mehr zu wollen, so dass sie ihre Eltern nerven, die sich dann dazu verpflichtet fühlen, immer mehr zu kaufen – was am Ende die Taschen großer Unternehmen füllt.

Nein, da steht nicht die Freude der Kinder im Vordergrund. Und bin ich sehr froh, dass Apra nicht diese ‚Ich will alles haben‘-Einstellung entwickelt hat, wahrscheinlich, weil wir in einer kleinen indischen Stadt wohnen!

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