Jetzt sind es also nur noch zwei Tage bis Weihnachten. In manchen Ländern findet die größte Feier am Heiligen Abend, am 24. Dezember statt, in anderen am 25. Dezember und viele Länder haben auch am 26. Dezember Feiertag. Die Menschen kommen zusammen und feiern diese Tage traditionell zusammen mit ihren Familien. Dieser Gedanke gibt jedoch manchen Menschen nicht das Gefühl der Freude und des Glückes, das sie haben sollten. Stattdessen fühlen sie sich schon bevor der Urlaub überhaupt losgeht gestresst und unter Anspannung. Wo kommen solche Gefühle her und was kann man dagegen tun, so dass man endlich einmal ein friedvolles Weihnachtsfest mit seiner Familie verbringen kann?
Das ist es, was jeder möchte: eine ruhige, entspannende und frohe Zeit mit den Menschen, die sie lieben. Das Problem entsteht mit der Vorstellung davon, wie diese ‚frohe Zeit‘ aussehen sollte und der Erwartung, dass sich jeder das Gleiche vorstellt. Um diese Zeit zu etwas Besonderem und einfach perfekt zu machen, machen sich viele Leute viel Stress.
Ich habe von vielen meiner Freunde, besonders von den weiblichen, gehört, dass sie im Haus und in der Küche so viel zu tun hatten, um eine schöne Feier zu haben, dass sie sie nicht wirklich genießen konnten. Sie wollen es für jeden ein schönes Fest machen. Es muss ein riesiges Weihnachtsessen geben, dessen Zubereitung natürlich Stunden dauert, da es etwas Besonderes sein soll und die ganze Familie zum Essen kommt, oft mit Tanten, Counsins, sowie Nichten und Neffen. Das Haus sollte dekoriert werden, der Weihnachtsbaum sollte am richtigen Ort stehen, mit den Lichtern an und den Geschenken darunter und die Kinder sollten alle gewaschen und gut angezogen sein und, wenn möglich, sich um ihre Verwandten herum auch ordentlich verhalten.
Neben all diesen Dingen, die sie tun müssen, sind da dann noch die Verwandten, um die man sich kümmern muss und die ihre eigenen Erwartungen für die Feiertage mitbringen. Das ist der Punkt, an dem die Leute üblicherweise wirklich viel Stress aufbauen. Es ist nicht so sehr die Anforderung, dass sie ein gutes Abendessen kochen sollen – das würden sie mit Freuden tun –aber da ist noch die Erwartung der Schwiegermutter, die weiß, was sie selbst immer gekocht hatte, als sie an der Reihe war. Du würdest liebend gerne das Haus oder den Baum dekorieren, aber da ist auch noch dein Cousin, der im letzten Jahr ein perfekt dekoriertes Haus hatte und der sowieso in jeder Hinsicht perfekt ist – du musst also deine Arbeit mindestens so toll machen wie er! Und dann sind da noch die Verwandten, zu denen du eigentlich keine gute Beziehung hast und von denen du nicht einmal weißt, ob du sie einladen solltest, oder ob du überhaupt eine Karte schicken solltest.
Am Ende, und auch solche Geschichten habe ich schon oft gehört, ist da einer, der völlig gestresst ist wegen all der Arbeit, die er zuvor getan hat, um alles fertig zu machen, ein weiterer, der beleidigt ist, weil ein anderes Familienmitglied seine Arbeit kritisiert hat, ein Familienmitglied, das aus unerfindlichen Gründen überhaupt keinen Spaß hat, dein Partner, der sich um seinen Schwiegervater herum plötzlich ganz formell und anders verhält, Kinder, die quengeln, weil sie Geschenke haben wollen, während die Älteren einfach nur eine friedvolle Zeit haben wollen und das eine oder andere Paar, das eine unangenehme und überhaupt nicht weihnachtliche Diskussion über ihre Beziehung und ihre Beziehung zu ihren Verwandten beginnt. Das ist eine Weihnachtsfeier, die genau das Gegenteil von dem ist, was du dir gewünscht und was du erwartet hattest.
Wenn du das vermeiden willst, verringere Stress, Anspannung und Druck. Du musst wissen, wie du Weihnachten erleben willst und du kannst nicht jeden glücklich machen. Sollte es jemanden geben, zu dem du nicht wirklich eine Verbindung hast, akzeptiere die Situation, wie sie ist. Vielleicht meinst du, dass du noch nicht einmal offen Frohe Weihnachten wünschen kannst, weil der andere – zum Beispiel wegen einem vorherigen Streit – deine Wünsche nicht so auffassen würde, wie du sie meinst. Wenn du dich trotzdem danach fühlst, tue es. Wenn nicht, sende einfach von deinem Herzen Wünsche und nicht mit der Post. Es ist wunderbar, mit denen zu feiern, zu denen man eine liebevolle Beziehung hat und wenn das nicht der Fall ist, bleibt die Anspannung bestehen.
Lass auch die Vorbereitungen nicht stressig werden. Wenn du nicht alle Arbeit alleine tun willst, bitte andere, dir beim Kochen oder Dekorieren zu helfen. Erkläre deiner Familie dein Gefühl, so dass sie dich verstehen, anstatt dass du darüber wütend wirst, es alleine tun zu müssen. Du musst nicht perfekt sein! Die Hauptsache ist, den Sinn dieses Zusammenkommens zu verstehen: die Liebe zueinander zu feiern. Ihr liebt einander und deswegen feiert ihr, nicht um ein anderes Familienmitglied zu beeindrucken oder um seine Fähigkeiten zur Schau zu stellen. Spiele keine Rolle, sondern sei einfach nur du selbst. Nimm jegliche Maske ab, die du vielleicht wegen der Erwartung anderer getragen hast. Entspanne dich, freie dich auf die Zeit zusammen und plane mit den anderen, so dass es für alle eine entspannte Feier wird.
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