Wie man bei Problemen mit zwischenmenschlichen Beziehungen seine Emotionen handhabt – 27 Okt 15

Emotionen

Nicht jede Schwierigkeit, die uns im Leben begegnet, ist von finanzieller Natur. Im gestrigen Blogeintrag lag mein Augenmerk eher auf Problemen im Geschäft und mit dem Geld, doch natürlich gibt es Themen, die manchmal noch schlimmer sind als jedes finanzielle Problem es jemals sein könnte: Probleme in deiner Beziehung zu anderen Menschen, deinen Freunden, deiner Familie und vor allem deinem Partner. Wie sollen wir mit diesen Problemen umgehen?

Zunächst einmal gilt das gleiche Konzept: beruhige dich, bevor du irgendetwas tust. Es ist klar, dass dich eine Meinungsverschiedenheit, eine Diskussion oder ein Streit mit einem geliebten Menschen völlig erschüttert zurücklassen kann. Vielleicht fühlst du dich aufgebracht und wütend, oder aber am Boden zerstört, vielleicht fließen die Tränen oder du zitterst am ganzen Körper. Du kannst das Gefühl haben, dass du Recht hattest oder bedauern, was du getan hast, aber für jeglichen weiteren Gedanken und jede weitere Handlung musst du dich beruhigen und deinen Kopf frei bekommen!

Das bedeutet nicht, dass es dir nicht mehr Leid tun sollte oder dass du dich nicht mehr ungerecht behandelt fühlen solltest! Es bedeutet, dass du deine Gefühle erkennst und weißt, wo sie herkommen. Analysiere einmal: was genau ist der Auslöser für diese Gefühle? Etwas, was der andere gesagt hat? Etwas, was du getan hast? Was hat dir das Gefühl gegeben, das du jetzt hast? War es eine Handlung oder nur ein Gedanke oder eine Sorge von deiner Seite?

Ich bin selbst eine emotionale Person, doch während es für viele Leute zu sehr nach einem Vorgang im Verstand aussehen mag, glaube ich, dass wir diesen Weg manchmal gehen müssen, um herauszufinden, was das Problem ist. Wenn ich so sehr in der Emotion bin, dass ich nicht mehr genau erkennen kann, warum ich diese Emotionen habe, können meine Handlungen genau das ausdrücken.

Die dümmsten Verbrechen werden begangen, weil Menschen ihre Wut nicht im Zaum halten können. Hinterher wissen sie oft gar nicht wirklich, warum sie so reagiert haben, wie sie es nun eben haben. Sie waren wütend – doch bei klarem Verstand wissen sie selbst, dass ihre Wut ihre Handlungen nicht rechtfertigte. Dass sie von einer inneren Verletzung stammen, für die der andere noch nicht einmal die Schuld tragen mag.

Sobald du also weißt, warum du dich so fühlst, wie du es tust, kannst du an der Lösung des Problems arbeiten.

Wenn es etwas ist, das du falsch gemacht hast und wenn dir das leid tut, so halte ich es nie für zu spät, sich zu entschuldigen. Man kann nicht erwarten, dass der andere die Entschuldigung unter allen Umständen annimmt – doch für dich selbst kannst du diesen Schritt machen und es dir selbst klar machen, dass du dich entschuldigt hast. Selbst, wenn es nicht angenommen wird, hast du es versucht und du kannst weitergehen!

Wenn der andere dir Unrecht getan hat, hast du nun die Möglichkeit herauszufinden, was du deshalb unternehmen möchtest. Du kannst dem anderen deine Gefühle erklären oder du kannst entscheiden, was du als nächstes tun möchtest. Es ist eine Möglichkeit für dich, nach deinen tieferen Gefühlen zu handeln, nicht nur dem vorübergehenden Zorn.

Am Ende ist egal, was geschieht, die Nachricht bleibt praktisch die Gleiche: was auch immer das Problem ist, die Welt wird nicht davon zusammenbrechen. Bleib ruhig und finde heraus, was du tun kannst!

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