Gestern erwähnte ich, dass ich in meinem Eintrag über den Stress des Aufziehens der Kinder nicht von Single-Müttern sprach. Einige meiner Freundinnen, die alleinerziehende Mütter sind, fragten mich, warum ich sie von dem Geschriebenen ausschloss. Ich versichere euch alle, liebe Freunde, dass das nicht meine Absicht war und ich sehr gerne noch einen weiteren Tagebucheintrag schreibe, den ich diesmal euch allen, hart arbeitenden, liebevollen Müttern widme! Oh, und bevor sich nun die alleinerziehenden Väter ausgeschlossen fühlen, ich schreibe auch für euch – nur gibt es so viele mehr des weiblichen Geschlechts, dass es verallgemeinern und nur über Mütter schreiben werde – ich hoffe, es macht euch nichts aus!
Es gibt viele unterschiedliche Gründe für Frauen, eine Familie außerhalb der traditionellen Situation zu führen. Manche Kinder waren nicht geplant und in einer spontanen, intimen Nacht mit jemandem empfangen, den sie nicht kannten oder mit dem sie nicht auf lange Zeit zusammen sein wollten. In seltenen Fällen wurde das Kind bei einer Vergewaltigung empfangen und sie beschloss, das Baby trotzdem auszutragen. Die Väter mancher Babys haben durch Krankheit oder Unfall einen frühzeitigen Tod erlitten. In den meisten Fällen jedoch glaube ich, haben die Eltern beschlossen, dass es besser ist, wenn sie das Kind nicht gemeinsam großziehen, weil ihre Ehe zu einem Punkt gekommen ist, an dem keine Liebe mehr füreinander da ist.
Ob es nun eine bewusste Entscheidung war, das Kind allein großzuziehen oder nicht, alleinerziehende Mütter haben jede Menge Aufgaben und schultern sie alle allein. Es ist beeindruckend, wie diese Mütter es schaffen, ihre Kinder großzuziehen und gleichzeitig selbst emotional und mental ausgeglichen bleiben! Wenn sie zur Toilette müssen, müssen sie den Laufstall ins Bad stellen, so dass ihr Kind sie sieht und in einer sicheren Umgebung spielen kann! Das Gleiche gilt fürs Duschen – du kannst das Baby ja nicht einfach in einem anderen Zimmer spielen lassen, während du duschen gehst! Selbst wenn das Kind schläft, müssen sie richtig schnell sein und das Babyfon in der Nähe haben – so dass sie es hören, wenn ihr Kleines aufgewacht ist!
Sie müssen sich natürlich auch noch mit weniger Schlaf zurechtfinden, da sie nachts nicht die Unterstützung eines Ehemanns haben! Viele Babies brauchen wirklich lange, bis sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus gefunden haben, bei dem sie nicht mehrmals mitten in der Nacht aufwachen! Immer müssen sie dabei aufstehen! Ja, ich muss wirklich sagen, dass die Arbeit dieser Frauen bewundernswert ist und respektiert werden sollte!
Gleichzeitig muss ich jedoch sagen, dass es mir leid tut, wie wenig Unterstützung sie oft haben, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie viel entspannter das Leben ist, wenn man diese Verantwortung teilt! Natürlich müssen sie, sobald sie wieder zur Arbeit gehen, eine Kindertagesstätte, eine Krippe oder einen Kindergarten finden, so dass ihr Kind gut untergebracht ist. Selbst für andere wichtige Erledigungen, zu denen sie kein Kind mitnehmen können, müssen sie wohl einen Babysitter finden – weil sie nicht an zwei Orten gleichzeitig sein können. Da besteht jedoch noch ein Unterschied darin, die Verantwortung mit einem Familienmitglied zu teilen oder mit einer bezahlten Hilfskraft, die das Baby vielleicht ein- oder zweimal gesehen hat – jeder, der diese Erfahrung einmal gemacht hat, kennt den emotionalen Unterschied!
Das bestätigt mich wieder einmal in dem Gefühl, dass es doch viel besser ist, in Familie zu leben! Wenn man seine Verwandten hat, die einen unterstützen, helfen und die einfach da sind. Sie haben auch Freude an der Zeit mit dem Baby und so ist es eine gewinnbringende Situation für alle Seiten, sogar für das Kind! Selbst, wenn ihr euch nicht immer einig ist, so ist es doch so viel mehr wert, dass man füreinander da ist, wenn man einander braucht! Egal, wie deine Familienkonstellation aussieht – wenn es eine Möglichkeit gibt, mit deinen Verwandten zusammenzukommen, tu es, es ist gut für dich, für sie und für das Baby!
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