Ich habe über Beziehungen geschrieben und wie Menschen oft das Bedürfnis haben, etwas zu besitzen. Ich erwähne das manchmal in Vorträgen als ein typisches Problem: Besitz und Ego. Natürlich gehört das zusammen, denk nur einmal daran, wie es sich für dich anfühlt zu sagen ‚Das ist meins!‘
Dieses Verhalten hängt so sehr davon ab, wie du aufgewachsen bist. Wenn Kinder aufwachsen, haben sie folgende Art von Gespräch mit ihren Geschwistern: das ist meins und das ist deins. Nein, meins ist kleiner. Das ist nicht wahr, deins ist größer. Okay, aber deins hat schönere Farben, ich will das haben. Nein, ich hatte es zuerst! – Vielleicht kann man sich vorstellen, wovon ich spreche. Wenn du zum Beispiel ein Set Federballschläger für deine Kinder kaufst, denkst du nicht daran, dass das eventuell zum Grund für eine solche Diskussion wird.
Dann ist es die Aufgabe der Eltern, den Kindern zu sagen: Ihr könnt miteinander spielen! Jeder nimmt einen Schläger und nach einer Weile tauscht ihr. Es gehört euch beiden.
Leider sehe ich oft, dass Kinder nahezu dazu trainiert werden, Dinge zu besitzen, weil ihre Eltern das mit ihrem eigenen Verhalten vorleben. Sie sind das Beispiel für ihre Kinder, die das Gleiche tun werden, wenn sie groß sind. Die Form des Gesprächs ändert sich, wenn sie älter werden. Da heißt es dann ‚Das ist mein Zimmer‘, dann sagen sie ‚Das ist mein Auto‘ und am Ende sagen sie ‚Das ist mein Leben!‘
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