Gestern habe ich über das Ende von Beziehungen geschrieben und darüber, wie es recht hässlich werden kann. Ich habe insbesondere Scheidungen erwähnt und die Kämpfe, die die Leute vor Gericht austragen. Leider ist das keine Seltenheit mehr. In vielen westlichen Ländern liegt die Scheidungsrate bei 40% bis 50%! Das bedeutet, dass fast jedes zweite Paar, das seine Ehe vor dem Standesamt beginnt, einige Jahre später vor einem Scheidungsanwalt steht. Als ich diese Zahlen las, hatte ich einen Gedanken, dem ich im heutigen Blogeintrag folgen möchte: Was sind die Folgen?
Das offensichtliche Ergebnis ist, dass junge Menschen zweimal überlegen, bevor sie heiraten. Sie sehen überall um sich herum, wie Ehen zwebrechen und das wollen sie nicht selbst erleben! Sie sehen, wie die Leute um sie herum unglücklich, gestresst und voller Probleme sind, weil sie sich scheiden lassen. Anwälte und Gerichte müssen bezahlt werden und manchmal dauert es Jahre, bis die Dinge schließlich geregelt sind – und vielleicht nicht zur Zufriedenheit beider Parteien. Für die Beobachter bedeutet das Heiraten, dass man bei der Scheidung Probleme hat – und die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung ist ziemlich hoch! Warum also heiraten?
Und so beschließen immer weniger Paare wirklich zu heiraten. Natürlich trägt der immer geringere religiöse Einfluss, was ich sehr schätze, auch dazu bei. Früher war es undenkbar, dass ein junges Paar zusammenlebt und Kinder hat, ohne zu heiraten. Heutzutage ist das nicht mehr ungewöhnlich und niemand hat Angst, dass er dafür in die Hölle muss. Angst vor Scheidung, ja, aber keine Angst vor der Hölle.
Natürlich gibt es auch viele Kinder, die erlebt haben, wie ihre Eltern sich haben scheiden lassen. Sie haben hautnah die Erfahrung gemacht, was das bedeutet und wie viel da im Spiel ist, nicht nur finanziell und offiziell, sondern auch emotional. Wenn die Scheidung ihrer Eltern sie traumatisiert hat, ist für sie vielleicht nicht das Heiraten schwer vorstellbar, sondern sogar eine ernsthafte Beziehung – weil sie immer Angst haben, ihre Herzen zu öffnen und jemanden hinein zu lassen. Er könnte sie ja verletzen.
Ich glaube, dass diese Angst davor, jemanden, den man liebt, eines Tages zum Gegner zu haben, die den Leuten Angst vor einer Scheidung macht, Angst davor, zu heiraten und leider in der Folge auch Angst vor einer Beziehung. Sie glauben nicht mehr an ein Happy End. Überall um sich herum sehen sie Trennungen und Scheidungen. Wie könnten sie da selbst an die Liebe glauben?
Das ist die Folge, die ich für sehr traurig halte und gleichzeitig für schädlich für die Gesellschaft. Die Menschen hören auf, einander zu vertrauen und zweifeln zu sehr an ihren Partnern.
Lass das nicht mit dir geschehen. Es gibt nicht nur 40% bis 50% Scheidungen, sondern auch 50% bis 60% Erfolgsgeschichten. Es gibt Menschen, die glücklich verheiratet sind und sogar noch mehr, die in einer langen Beziehung glücklich sind, nicht verheiratet, aber sehr verliebt. Es ist möglich und das kann auch in deinem Leben geschehen!
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Ich werde definitiv nicht wieder heiraten. Die Liebe meines Leben ist mit einem anderen Mann durchgebrannt und der Scheidungsprotzes hat bei mir tiefe Narben hinterlassen. Nun bin ich Teilzeitvater und finanziell ruiniert aber Yoga gibt mir wieder neue Kraft und bringt mich auf den richtigen Weg.