Natürlich gibt es nach einem Wochenende mit so vielen Nicht-Gläubigen ein paar Dinge, die einem in Gesprächen aufgefallen sind. Eines dieser Dinge ist, dass sie im Allgemeinen eher bereit dazu scheinen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, als der durchschnittliche Gläubige es wäre. Und das erscheint mir auch ganz logisch!
Wenn man sich nur das gestrige Beispiel ansieht, ein Unfall, nach dem Atheisten versucht haben, dem Verletzten zu haben, jedoch von einem religiösen Mann, der Angst hatte, daran gehindert wurden. Es sind Nicht-Gläubige, die bereit dazu sind, Entscheidungen zu fällen und die Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen, um Hilfe zu leisten.
Ich glaube, dass Atheisten so etwas einfacher tun können, weil sie bereits einen schwierigeren Weg gegangen sind. Sie haben bereits die Entscheidung getroffen, nur das zu glauben, was sie wirklich fühlen, nicht, was ihre Familie oder Tradition ihnen sagt. Etwas anderes tun als das, was alle um dich herum tun, ist keine einfache Aufgabe. Man braucht eine feste Entscheidung, Willenskraft und man muss bereit sein, sich allem zu stellen, was da kommen mag. Ein Atheist in Indien ist also für gewöhnlich jemand, der all das obige hat. Nur so kann er oder sie Atheist sein!
So haben Atheisten in Indien sich bereits Herausforderungen gestellt und wissen, dass sie trotz der Schwierigkeiten um sie herum weiterleben werden und das auch noch gut. Sie sind bereit dazu, ihren Verstand einzusetzen, um eine Lösung zu finden.
Religiöse Menschen neigen zu einem anderen Ansatz: sie legen alles in die Hände Gottes. Aufgrund ihres Vertrauens, dass alles so geschehen wird, wie Gott es möchte, sind sie oft wiederwillig, ja fast lethargisch, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Sehr oft versuchen Gläubige erst gar nicht, ein Problem zu lösen, weil sie glauben, dass Gott es geschaffen hat. Es sollte da sein, es muss schwierig sein – schließlich hat Gott es geschaffen! Sie weichen nicht von ihrer alltäglichen Routine ab, weil sie dieser imaginären Kraft vertrauen.
Dazu kommt, dass sie Angst haben. Religion basiert auf der Angst der Menschen. Ohne Angst würde es nicht gehen. Keiner würde an den Himmel glauben, wäre da nicht die Angst vor der Hölle! Deine Sünden, die Strafe dafür, Reue und alles darum herum. Instrumente dafür, die Angst zu schüren. Und sobald du diese Angst gewöhnt bist, ist sie zu jeder Zeit ein Teil deines Lebens. Wenn du einen Unfall siehst, bekommst du es mit der Angst. Du denkst gar nicht daran, dem anderen zu helfen, sondern rettest dich selbst vor jeglichen Problemen, die daraus entstehen könnten!
Religiöse Menschen fragen ihren Gott auch an schwierigen Punkten in ihrem Leben nach einer Entscheidung. Sie glauben, er hilft ihnen damit – doch ich habe so viele Leute gesehen, die sich einfach nicht entscheiden können, die nicht in der Lage dazu sind, vorwärts zu kommen, weil sie immer noch auf göttliche Führung warten, die einfach nie kommt!
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, doch das ist eine allgemeine Tendenz, die ich bemerkt habe. Habt ihr das auch bemerkt?
Hier sind die Bilder unseres Atheisten-Treffens
Related posts
Dank religiöser Führer machte eine abgesagte Veranstaltung Atheismus noch bekannter! – 15 Okt 16
Nationales Atheisten-Treffen in der religiösen Stadt Vrindavan – 6 Okt 16
Überraschende Reaktionen von Restaurant-Besuchern, wenn sie erfahren, dass ich Atheist bin – 29 Jul 16
Warum es sich für mich gut anfühlt, dass es keinen Gott und keine höhere Macht gibt – 27 Jul 16
Sorry, ich kann kein Atheisten-Guru werden! – 6 Aug 15
Warum ich keine atheistische Organisation gründen werde – und auch keine Religion! – 5 Aug 15
Verbessern wir die Welt, wenn wir den Atheismus verbreiten? – 4 Aug 15
Einfluss von Religion und Gott auf das Leben der Menschen – Indien und westliche Länder im Vergleich – 3 Aug 15
Atheisten tun Gutes, um anderen zu helfen, nicht für gutes Karma – 29 Jul 15