Gestern habe ich von einem Vorstellungsgespräch mit einem Reiseleiter erzählt, der von der Regierung zertifiziert ist. Er erzählte uns, dass die Leute immer darauf bestanden, ihm Geld zu geben. Ich habe ja bereits erklärt, dass die üblichen Reiseleiter immer Geld erwarten, direkt oder indirekt. Heute möchte ich euch noch deutlicher zeigen, wie dieser Mann hier nicht anders war – auch wenn er dachte, dass er uns dabei einen Gefallen tat.
Nachdem dieser Mann seine Einstellung zum Trinkgeld ausgedrückt hatte, war ich bereits sicher, dass er für uns nicht der Richtige war. Was er als nächstes sagte, bestätigte meinen Verdacht:
‘Keine Sorge, ihr seid Brahmanen, ich bin Brahman, ich arbeite für euch! Ich nehme die Leute mit zum Einkaufen und gebe dir einen Anteil an der Provision. Wir sind Brahmanen, ich bringe euch ganz ehrlich den ganzen Teil eurer Provision!‘
Oh, ich weiß, alle Korruption findet in aller Ehrlichkeit statt! Genauso war dieser Mann der Ehrlichste aller Zeiten! Er würde unsere Gäste ganz ehrlich zu diesen schrecklich teuren Läden neben dem Taj Mahal mitnehmen, sie davon überzeugen, dass der Ramsch, den diese Leute verkaufen, von hervorragender Qualität ist und einen zehnfachen Preis für diese Andenken verlangen! Ganz ehrlich nimmt er dann seinen Anteil vom Ladenbesitzer und steckt diesen in seine Tasche, wobei er ganz ehrlich auch einen Teil für uns mitnimmt.
So verdienen viele Leute jede Menge Geld auf Wegen und an Orten, an denen sie eigentlich nichts verdienen sollten! Wie könnten wir jemals einen Gast mit einer solchen Person mitschicken?
Bevor er ging, fügte dieser Mann noch hinzu: ‘Es ist gut, wenn Brahmanen Brahmanen unterstützen. Ich helfe euch, ihr helft mir!‘
Mein Freund hatte diesen Mann mitgebracht, um ihn uns vorzustellen und saß nun neben mir. Das war der einzige Grund, warum ich mich zurückhielt und nicht antwortete: ‚Oh, da haben Sie falsche Informationen, ich bin aus der unberührbaren Kaste! Und jetzt haben Sie in meinem Haus Wasser und Chai getrunkten!‘
Ich wollte meinen Freund jedoch nicht in eine solche Situation bringen und so sagte ich so etwas nicht. Ich erklärte ihm am Telefon jedoch ganz genau, dass wir nicht nach einer solchen Person suchten. Also gehen Yashendu und Purnendu weiter mit unseren Gästen auf Reisen, bis wir jemanden finden, dem wir wirklich vertrauen können!
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